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Banken oder Bangen?
von Torsten Ewert
 
Verehrte Leserinnen und Leser,
 
da Herr Steffens heute noch unterwegs ist, direkt zu den Märkten am Montag:
 
Die vergangene Woche stand – wieder einmal – im Zeichen der Banken. Dabei ging es nicht nur um die Quartalszahlen der großen Institute wie Citigroup oder Bank of America. In den USA steht nämlich die Pleite eines nächsten größeren Finanzinstitutes an, das hierzulande weitgehend unbekannt ist.
 
CIT – ein typischer Kredit-Zocker
 
Dieses Institut, die Mittelstandsbank CIT, hat in der Vergangenheit hauptsächlich mit Krediten an kleine und mittlere Unternehmen sowie Studentenkrediten, aber auch Subprime-Hypotheken sein Geld verdient. Wie viele andere Banken hat es langfristige Kredite mit kurzfristigen, billigeren Krediten finanziert.
 
Zudem wurden viele dieser Kredite und Forderungen verbrieft und an Investoren verkauft. CIT war also darauf angewiesen, dass der Markt für strukturierte Produkte, die heutzutage zumeist als „toxische Wertpapiere“ tituliert werden, weiterhin funktioniert. Doch dieser Markt ist derzeit bekanntermaßen ziemlich tot.
 
Da auch die Kreditvergabe unter den Banken seit geraumer Zeit nicht mehr so reibungslos läuft, weil alle ihr frisches Geld von der Notenbank festhalten, hat CIT nun erhebliche Probleme, seine auslaufenden Verpflichtungen zu erfüllen.
 
CIT, dessen Geschäftsmodell wie der Prototyp aller Kreditzocker und Verbriefungsjongleure erscheint, wird nun auch von der US-Regierung fallen gelassen, nachdem die Bank noch im Dezember 2008 2,3 Mrd. Dollar aus dem Bankenrettungsprogramm erhielt.
 
Größte Bankenpleite seit September 2008
 
Vermutlich fände dieser Fall unter anderen Umständen in dieser Krise gar keine besondere Beachtung. Gut, CIT wäre die größte Bankenpleite in den USA seit dem Zusammenbruch der Sparkassengruppe Washington Mutual im September letzten Jahres, die wiederum die größte in der US-Geschichte war. Auch die Häme, die über CITs Vorstandschef Jeffrey Perk ausgeschüttet wird, der 2003 das Rennen um die Spitze der Investmentbank Merrill Lynch verlor und daraufhin offenbar sein Ego mit besonders waghalsigen Geschäften bei CIT befriedigen wollte, ist eigentlich keiner weiteren Erwähnung wert. Selbst dass diese Pleite auch bis nach Deutschland ausstrahlen würde (ein Hauptgläubiger von CIT ist die Investmentgruppe Pacific Investment Management Co. – PIMCO – inzwischen ein Teil der Allianz-Gruppe), würde normalerweise in einer Fußnote untergehen.
 
Was die Sache so spannend macht, ist die aktuell wieder aufflammende Diskussion um die immer noch schwelenden Belastungen im Bankensektor. Diese sind in den letzten zwei Wochen im Zusammenhang mit dem zweiten Jahrestag des Ausbruchs der Finanzkrise (siehe meinen Beitrag von letzter Woche) von den Medien verstärkt aufgegriffen worden.
 
Alte Neuigkeiten aus der Bankenszene
 
Doch sind all dies keine großen Neuigkeiten. Als Leser des Steffens-Daily konnten Sie an dieser Stelle bereits im Mai nach dem Stresstest der Fed für die US-Banken lesen, dass private Kreditkartenschulden, Kreditausfälle durch Unternehmenspleiten und gefährdete Hypotheken auf Gewerbeobjekte noch eine zweite Krisenwelle im Finanzsektor auslösen können.
 
Und bereits Anfang Juni präsentierte ich folgende Grafik, welche die Bankeninsolvenzen der letzten großen US-Finanzkrise, der Saving&Loan-Krise, und der aktuellen vergleicht:
 
 
Quelle: Federal Deposit Insurance Corporation
 
Die Pleitewelle rollte also offenbar auch weiter, als die Medien noch keine Notiz davon nahmen (oder nicht mehr...). Seit Anfang Juni ist die Zahl bankrotter Banken nämlich stetig um 21 gewachsen, ein Anstieg um 58 %. CIT wäre die 58. Bank in diesem Jahr. Offenbar scheint sich das Schema aus den 1980/90er Jahren tatsächlich zu wiederholen....
 
Kreditverluste der Banken passen scheinbar ins Schema
 
Den wirklich aktuellen Bezug erfährt dieses Thema erst durch die Quartalszahlen der großen US-Institute. Unisono berichteten nämlich Citigroup, Bank of America und J.P. Morgan Chase von zunehmenden Verlusten, Ausfällen und Rückstellungen im Kreditkartengeschäft. Kein Wunder eigentlich, wenn wir uns die Arbeitslosenzahlen der letzten Monate anschauen: Seit acht Monaten werden in den USA im Schnitt über 500.000 Stellen jeden Monat abgebaut! Dass dabei mehr und mehr Leute ihre Schulden nicht mehr zahlen können oder wollen, leuchtet ein.
 
Und natürlich stürzen sich nun die Medien auf dieses Thema und schlachten es weidlich aus.
 
Die Frage ist jetzt aber, inwieweit dies auch die Märkte berühren wird. In der letzten Woche stiegen die Kurse zunächst stark an, um dann bis zum kleinen Verfallstag am Freitag vor sich hin zu dümpeln. Stärkere Reaktionen der Börsen auf die Meldungen der Banken waren bisher nicht zu erkennen.
 
Hat der Markt das alles schon eingepreist?
 
Was jetzt den einen oder Anleger in Besorgnis versetzen mag, könnte bei genauerer Betrachtung daher schon Schnee von gestern sein. Denn wie gesagt, die Erkenntnisse zu möglichen Kreditausfällen aufgrund der fortschreitenden Rezession in der Realwirtschaft sind nicht neu. Letztlich sollte ja der Fed-Stresstest genau dieses Problem klären.
 
Auch wenn nach wie vor Zweifel an den damaligen Methoden bestehen, so sind erkannte Problemen an den Märkten häufig keine mehr. Sprich, die Börse könnte dies bereits eingepreist haben. Und das umso mehr, da sich seit Wochen die Hinweise aus den Konjunkturdaten verdichten, dass wir uns möglicherweise dem Ende der Talsohle nähern (auch wenn hieran noch Zweifel angebracht sind).
 
Doch nichts Genaues weiß man nicht. Und was macht der Analyst in diesem Fall? Er wirft einen Blick auf die Charts. In diesem Fall nehmen wir dafür natürlich den US-Finanzsektor unter die Lupe. 
 
 
Quelle: MarketMaker
 
Die eindeutige Antwort der Börsianer
 
Und hier sehen wir einen völlig intakten Aufwärtstrend, in dem sich eine kleine Flagge (grün) vor dem Wiedereintritt in den von März 2007 bis Oktober 2008 gültigen Abwärtstrend gebildet hat. Zuletzt gab es eine eindeutig bullishe Wochenkerze, die formal die Flagge bereits knapp nach oben aufgelöst hat.
 
Von Zweifeln am US-Finanzsektor sehen wir also momentan am Markt keine Spur. Im Gegenteil, diese demonstrativ positive Antwort, die wir in den Charts momentan erkennen können, straft die Experten wieder einmal Lügen.
 
Natürlich, manchmal nimmt der Markt solche Tatsachen auch nur widerwillig und mit Verzögerung zur Kenntnis. Auch hat der Index noch die massive blaue Widerstandszone vor sich. Doch bis zu einem klaren Bärensignal brauchen Anleger noch nicht in Deckung zu gehen.
 
Daher sollten wir diese Nachrichten als willkommene Erinnerung ansehen, dass im Hintergrund noch immer Gefahren lauern. Das ist aber normal, die Börse ist schließlich ein Dschungel. Doch hier gilt bange machen nicht. Und daher gehen wir behutsam und mit Umsicht langsam vorwärts, sichern aber dennoch unseren Rückzug für den Fall der Fälle ab.
 
 
Mit besten Grüßen
 
Torsten Ewert
Nutzen Sie diese einzigartige Chance!

In den Jahren 2007 und 2008 habe ich viele Jammern hören: "Ach würde es doch noch mal so eine Chance wie 2003 geben. Dieses Mal würde ich sicherlich einsteigen und einfach die Positionen langfristig halten!" 
Und jetzt, nach diesem Crash, was passiert?
 
Die gleichen Anleger tun: NICHTS!
 
Und ich wette, eben diese Anleger werden an den Hochs wieder jammern: "Ach, wäre ich doch eingestiegen!"
 
Nutzen Sie diese unglaublichen Chancen, die sich gerade ergeben. Sie wissen nicht, ob Sie in ihrem Leben noch einmal das Glück haben werden, nach so einem Crash einsteigen zu können.
Doch Sie dürfen natürlich nicht wahllos kaufen. Es gilt, wie immer, die Perlen unter den Anlagen herauszufischen.
 
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