In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: ...
Börse - Intern ist ein börsentäglicher Newsletter vom Börsenprofi Sven Weisenhaus. Sollten Sie diesen kostenlosen Newsletter noch nicht beziehen, können Sie sich → hier anmelden.


 
 
Alles nicht so einfach
von Jochen Steffens
 
Es ist schon ein wenig seltsam, wo dieser Optimismus herkommt. Doch nicht nur seltsam, sondern auch gefährlich. Viele fühlen sich im Moment an 2003 erinnert. Damals musste man auch einfach nur kaufen.
 
Es gibt einen entscheidenden Unterschied zu 2003. Damals war die Stimmung eine andere. Sie war so schlecht, dass mehrere Jahre Aufwärtstrend nötig waren, um all die selbsternannten Bären und Untergangspropheten mundtot zu machen. Zurzeit reichen allerdings schon zwei Wochen Aufwärtsbewegung und schon springen viele ins Bullenlager.
 
Zu optimistisch für einen Boden?
 
Das ist der Punkt, der mir an der aktuellen Situation nicht gefällt, denn diese schnellen Stimmungsumschwünge sind eigentlich ein typisches Indiz dafür, dass es sich bei dieser Erholung nur um eine Bärenmarktrally handelt. Nachhaltige Bodenformationen nach solchen Crashs entstehen meistens in einem Tal der völligen Verzweiflung. Dann nämlich, wenn 80 % der Marktteilnehmer fest davon überzeugt sind, dass jede Aufwärtsbewegung nichts weiter als eine „weitere“ Bärenmarktrally darstellt. Ist es dieses Mal anders?
 
Antizyklische Sichtweise oder blind?
 
Im Moment habe ich, wenn ich mit Kollegen rede, etwas das Gefühl, zu einem einsamen Warner in der Bullenherde geworden zu sein. Und das nur, weil ich sage, dass ich unabhängig von der Börsenentwicklung davon ausgehe, dass es noch zu einer zweiten rezessiven Phase in den USA kommen wird. Natürlich kommen mir dabei sofort Erinnerungen an die Bären auf, die 2003-2006 verkrampft an ihren Untergangsszenarien festgehalten haben, bis einer nach dem anderen von den steigenden Kursen überrollt wurde. Auf der anderen Seite fühle ich mich immer dann mit meinen Prognosen am wohlsten, wenn alle zu mir sagen, ich würde da was falsch sehen.
 
Weitere Faktoren:
 
Aber die Sentimentanalyse ist nur ein Faktor von vielen, die es zu analysieren gilt. Es gibt auch noch andere:
 
Wir befinden uns im Nachwahljahr des Präsidentschaftszyklus. In diesen neigen die Kurse dazu, bis in den August hinein zu steigen. Im September kommt es dann zu einem Einbruch, der mindestens 50 % der vorherigen Aufwärtsbewegung konsolidiert.

Quelle: www.wellenreiter-invest.de


Bis jetzt läuft der Markt noch sehr synchron zu der durchschnittlichen Entwicklung. Danach sieht es so aus, als wäre es das nun bald gewesen. Das wiederum passt zu den großen Widerständen, mit denen sich viele Indizes nun so langsam rumschlagen (siehe Ausgaben der letzten Woche).
 
Hohe Arbeitslosigkeit ist ein Problem
 
Die Arbeitslosigkeit in den USA wird auch in den nächsten Monaten hoch bleiben. Und eben diese Arbeitslosigkeit von knapp 10 % ist für mich einer der Hinweise, dass die US-Wirtschaft nach einer Erholung einen zweiten Einbruch erleben wird. Die Frage ist nur, wann wirkt sich die hohe Arbeitslosigkeit aus. Einer der frühsten Zeitpunkte wäre das Weihnachtsgeschäft. Dieses ist für viele US-Unternehmen wichtig, um auf Jahressicht ins Plus zu kommen. Stellen wir uns also vor, dass Weihnachtsgeschäft floppt. In diesem Fall wird die Börse das natürlich vorweg nehmen. Die Frage ist nur: Wann wird sie das machen? Meistens reagiert die Börse bereits im September / Oktober auf ein schlechtes viertes Quartal. Das würde zum US-Präsidentschaftszyklus passen. 
 
Wann sinkt in den USA die Arbeitslosenquote?
 
Was könnte helfen, um einen durch hohe Arbeitslosigkeit verursachten zweiten Dip in die Rezession zu verhindern?
Zum einen könnten die US-Konjunkturprogramme helfen. Aber erst wenn die US-Wirtschaft nachhaltig über 2,5 % Wachstum liefert, wird Arbeitslosigkeit abgebaut. Nun hat Ben Bernanke selbst bestätigt, dass sogar die Fed nicht von einem nachhaltigen Wachstum über 2,5 % ausgeht und dass aus diesem Grund die Arbeitslosigkeit weiterhin hoch bleiben wird.  Ich denke, dass man hier Bernanke durchaus Glauben schenken sollte.
 
Die Anleger spekulieren noch darauf, dass das US-Wachstum aufgrund des doch erheblichen Einbruchs zuvor, nun wieder deutlich zulegen wird. Das US-BIP-Wachstum für das zweite Quartal wird am Freitag veröffentlicht. Hier wird noch von einem Minus zwischen 0,7 und 1,5 % ausgegangen. Allerdings rechnen bereits erste Analysten mit einem starken Anstieg des BIP-Wachstums im dritten Quartal. Zahlen bis 5 % Wachstum sind im Gespräch. Das ist wohl einer der Hoffnungen, auf welche die Börsen traden.
 
Aber zwei Dinge sind dabei zu beachten: Es handelt sich lediglich um eine prozentuale Veränderung zum Vorquartal. Nach dem Einbruch von 5,5 % im ersten Quartal und dem etwas kleineren Einbruch im zweiten Quartal, wird es im dritten Quartal lediglich um eine Erholung gehen, nicht aber um ein nachhaltiges Wachstum. Zudem ist das vierte Quartal entscheidender. Je stärker die Erholung im dritten Quartal ausfällt, desto wahrscheinlicher ist es, dass es im vierten Quartal wieder zu einem Rückgang kommt. Wie gesagt, längerfristig geht nicht einmal die Fed von einem höheren Wachstum aus.
 
Gegen diese sicherlich sehr guten Bären-Argumente, steht aber ein sehr pragmatisches Bullen-Argument:
 
Bullishes Argument

Sehr viele Anleger, sogar in meinem Kollegenkreis, fragen sich zurzeit: Wohin mit dem Geld? Welche Anlageklasse sichert mir Rendite zu? Immobilien, Aktien, Geldmarkt, Festgeld?

Und da haben wir das entscheidende Problem. Es steht extrem viel Geld an der Seitenlinie und fühlt sich bei bescheidenen ein bis drei Prozent Rendite auf Tagesgeldkonten in höchstem Maße unwohl. Geld muss arbeiten. Sobald sich die Kreditvergabe der Banken wieder verbessert, wird zu diesem Geld noch das Geld hinzukommen, welches Hedgefonds und andere institutionelle Anleger aufnehmen, um ebenfalls ihre Rendite zu erhöhen.
 
Wenn dieses Geld den Weg in den Aktienmarkt findet, zumal Aktien auch eine leidliche Sicherheit bei einer möglichen Inflation bieten können, wird der Aktienmarkt explodieren. Unabhängig davon, was die US-Wirtschaft auch noch für rezessive Tendenzen entwickelt.
 
Das Rendite-Argument ist eines der stärksten der Bullenfraktion. Vielleicht erinnern sich einige von Ihnen noch, dass es 2003 / 2004 eines der Argumente war, die mich sehr früh schon bullish gemacht haben.
 
Fazit
 
Wir stehen im DAX vor dem wichtigen Widerstandsbereich bei 5300/5400 Punkten. Wahrscheinlich wird hier nicht nur eine charttechnisch wichtige Entscheidung getroffen, sondern auch eine erste Entscheidung darüber, welche dieser oben genannten Seiten, die bullishe oder die bearishe sich durchsetzen wird.

Moritat vom p/forschen Retter
von Torsten Ewert 
 
Es war einmal ein Autohaus,
das baut‘ auch schicke Wagen.
Doch wussten sie nicht ein noch aus
vor Sorgen und vor Plagen.
 
Der Retter Wendelin, der Forsche,
der macht den Laden wieder flott.
Bald hat er saniert schon Porsche.
Dort feiert man ihn wie 'nen Gott.
 
Den Porsche-Clan freut das nicht wenig.
Sie hofier’n den Wiede-King.
Der fühlt sich selbst bald wie ein König
und meint er schaukelt jedes Ding.
 
So bläst zum Sturm er auf VW,
die große träge Masse.
Er tut damit so manchem weh,
allein, ihn lockt die Kasse.
 
So etwas wurmt die Staatskanzlei.
Der Wendy macht auf arrogant:
„Wen stört Politikergeschrei?
Das ist ja uninteressant!“
 
Doch bremst ihn das VW-Gesetz,
kämpft er auch noch so wacker,
Er fängt sich in dem eig’nen Netz
und zieht auf seinen Acker.
 
Und Piechs Ferdi, Porsches Wolle,
die beiden alten Granden,
die konnten – ja das ist das Tolle –
den Coup ihres Lebens (*) landen!
 
Und die Moral von der Geschicht‘:
Willst du 'nen Großen schlucken,
dann achte auf den kleinen Wicht,
der dir kann in die Suppe spucken.
 
Doch klappt das nicht, dann sieh‘ zu,
dass du den kleinen Krümel schasst,
damit am Ende schließlich du
das größte Stück vom Kuchen hast.
 
 
Mit besten Grüßen
 
Torsten Ewert
 
(*) Die Zahlen variieren inzwischen stark je nach Quelle, aber voraussichtlich übernimmt Porsche – und damit de facto die Eigentümerfamilien Porsche und Piech – einen signifikanten zweistelligen Prozentsatz der VW-Anteile. Zuvor hatten sie zwar 100 % der Anteile der Porsche-Anteile gehalten, die sie dafür in den neuen VW-Konzern einbringen, aber sie werden den Wert ihres Kapitals bei diesem Deal sicherlich mindestens verdoppeln...
Sie wollen auch einen guten Deal machen?
 
Dann testen Sie die Stockstreet Investment Strategie! Börsenstratege Torsten Ewert erreichte in seinem Dienst mit seinen Positionen seit Januar mitten in der größten Krise eine Jahresperformance von über 15 %!
 
Sie brauchen nicht weiter nach einer passenden Strategie suchen, um aus dieser Krise als Gewinner hervorzugehen – Sie haben Sie hier gefunden!
 
Verpassen Sie nicht noch einmal die Chance, in einem Crash Ihr langfristiges Depot aufzubauen. Nutzen Sie den kostenlosen Probemonat, um sich ein Bild von dieser ausgefeilten Strategie zu machen.
 

Anmeldung zum kostenlosen Newsletter "Börse - Intern"

  • Kostenloser Tagesbericht vom Börsenprofi Sven Weisenhaus.
  • Börsentäglich nach Börsenschluss direkt zu Ihnen ins Postfach.
  • Die Vertraulichkeit Ihrer E-Mail-Adresse ist für uns selbstverständlich.
  • Jederzeit wieder abbestellbar.

Jetzt hier anmelden:

Datenschutzhinweise anzeigen

Sie erhalten direkt im Anschluss eine E-Mail mit einem Bestätigungs-Link von uns zugesendet. Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse durch einen Klick auf den Link in dieser E-Mail. Erst dann haben Sie sich vollständig angemeldet. Nach der Bestätigung Ihrer Anmeldung erhalten Sie den Newsletter "Börse - Intern" ab der nächsten Ausgabe.

Anmeldung zum kostenlosen Rohstoffdienst

  • Die ganze Welt der Rohstoffe in einem Newsletter.
  • Mehrmals pro Woche direkt per E-Mail kostenlosen zu Ihnen ins Postfach.
  • Die Vertraulichkeit Ihrer E-Mail-Adresse ist für uns selbstverständlich.
  • Jederzeit wieder abbestellbar.

Jetzt hier anmelden:

Datenschutzhinweise anzeigen

Sie erhalten direkt im Anschluss eine E-Mail mit einem Bestätigungs-Link von uns zugesendet. Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse durch einen Klick auf den Link in dieser E-Mail. Erst dann haben Sie sich vollständig angemeldet. Nach der Bestätigung Ihrer Anmeldung erhalten Sie den Rohstoffdienst ab der nächsten Ausgabe.

Alle Angebote von Stockstreet.de

  • Logo Steffes Daily
  • Logo Der Rohstoffdienst
  • Logo Premium-Trader
  • Logo Hebel-XXL
  • Logo Investment-Strategie
  • Logo Aktien-Perlen
  • Logo Allstar-Trader
  • Logo Target-Trend-Spezial

Allstar-Trader

Das erwartet Sie

Allstar-Trader Cover

Vom Traden leben!

Aktien, Rohstoffe & Devisen
erfolgreich handeln!

von Bernd Raschkowski

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Investment-Strategie

Das erwartet Sie

Investment-Strategie Cover

Ihr langfristig orientierter Börsendienst
für Vermögen und Wohlstand!

Die Strategie für Ihre Geldanlage!

von Torsten Ewert

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Premium-Trader

Das erwartet Sie

Premium-Trader Cover

Erfolgreich Traden mit der
revolutionären Methode!

Zuverlässig und dauerhaft erfolgreich!

von Michael Jansen

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Target-Trend-Spezial

Das erwartet Sie

Target-Trend-Spezial Cover

Tägliche Chartanalysen nach
der revolutionären Methode!

Zuverlässig und dauerhaft erfolgreich!

von Sven Weisenhaus

Jetzt informieren und Beispiele lesen!

Aktien-Perlen

Das erwartet Sie

Aktien-Perlen Cover

Der Börsendienst für die unentdeckten
Chancen an den Börsen der Welt!

Die Spreu vom Weizen trennen!

von Torsten Ewert

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Hebel-XXL

Das erwartet Sie

Hebel-XXL Cover

Zocken aus Leidenschaft!

Begleiten Sie uns in
das Casino der Hebelprodukte!

von Michael Jansen

Jetzt informieren und kostenlos testen!