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Strategien für Ihre Gewinnsicherung
von Torsten Ewert
 
Verehrte Leserinnen und Leser,
  
Die Märkte haben sich nun vergleichsweise deutlich erholt. Jetzt stellt sich für einige Anleger die Frage nach einer Absicherung. Interessanterweise war das Interesse an einer solchen im Juni und Juli weit stärker ausgeprägt. Damals wurde nämlich die viel diskutierte SKS (Schulter-Kopf-Schulter-Formation) als Topformation überall thematisiert (im Steffens-Daily hatten wir sie zurecht vor einem möglichen Fehlsignal gewarnt).
 
Damals haben wir aufgrund der verstärkten Nachfrage unsere Leser der Stockstreet Investment Strategie mit einer Sonderausgabe zum Thema „Absicherung“ reagiert, zu der neben ausführlichen Informationen über dieses Thema auch ein Berechnungsschema (Excel-Datei) gehörte, welche die konkrete Umsetzung einer Absicherungslösung ermöglicht (beides steht – genauso wie alle bisherigen Ausgaben – auch neuen Lesern im Onlinearchiv zur Verfügung) (klicken Sie bei Interesse hier).
 
Gerade weil derzeit offenbar viel weniger Leser für Strategien zur Gewinnsicherung sensibilisiert sind, möchte ich Ihnen heute einige Überlegungen dazu mit auf den Weg geben.
 
Gewinne sichern - aber wie? 
  
Langfristig orientierte Anleger werden Bedenken haben, ob eine Gewinnsicherung unter dem Aspekt der Abgeltungssteuer überhaupt infrage kommt. Doch auch Anleger, die vor 2009 investiert haben und diesen Teil ihres Depots vielleicht längere Zeit nicht mehr umschichten wollen, sollten sich mit diesem Thema beschäftigen.
 
Lassen Sie uns dazu einen strategischen Investor betrachten, der zu irgendeinem Zeitpunkt – zum Beispiel jetzt – einen signifikanten Buchgewinn in seinem breit gestreuten Depot zu verzeichnen hat. Dieser steht nun vor der Frage, ob es angesichts der Abgeltungssteuer sinnvoller ist, investiert zu bleiben oder seine Gewinne zu sichern.
 
Diese Frage berührt insgesamt drei sehr wichtige Aspekte, die zu berücksichtigen sind:
 
ERSTENS muss er abschätzen, ob der zu erwartende Rückfall mehr von seinem Gewinn aufzehrt, als ihm die Abgeltungssteuer nehmen würde. Da die Abgeltungssteuer nur 25 % beträgt, wäre unser Investor mit einer Buy-and-Hold-Strategie bereits schlechter dran, wenn der Rückgang nur ein Viertel seines bisherigen Gewinns beträgt.
 
Nicht an der Vergangenheit hängen!
 
Doch bekanntlich soll man ja nicht seinen Kaufpreis zum Kriterium für eine Anlageentscheidung nehmen, sondern die aktuelle Marktsituation und die zu erwartende Kursentwicklung. Kommen Sie also zu der Einschätzung, dass der Markt möglicherweisen einen größeren Umkehrpunkt erreicht hat, dann müssen Sie ZWEITENS versuchen, die Auswirkungen auf Ihr Depot zu überblicken.
 
Häufig beträgt der Rückgang nach einem (längeren) Kursanstieg und einer positiven Konjunkturphase mindestens 20 % vom erreichten Kursniveau aus (dieses Kriterium verwenden viele Analysten, um z.B. einen Bärenmarkt – nachträglich – zu charakterisieren).
 
Angenommen, der DAX klettert wieder bis auf 8.000 Punkte und bildet dort klare Umkehrsignale aus, die fundamental unterstützt werden. Dann müssten Sie nach dieser Faustregel einen Rückgang um mindestens 1.600 Punkte befürchten (= 20 % von 8.000), also einen Kursrutsch auf 6.400 Punkte (= 8.000 – 1.600) oder tiefer.
 
Damit sich in dieser Situation das Halten Ihrer Depotposition (aus Sicht der Abgeltungssteuer) lohnt, müssten diese 1.600 Punkte, wie oben erläutert, kleiner sein als die 25 %, die Sie der Steuer opfern. Das heißt aber, Sie müssten sich bereits über einen Gewinn von mindestens 6.400 Punkten freuen (25 % von 6.400 = 1.600), also bei einem Kursstand von. 1.600 Punkten eingestiegen sein!
 
Gewinnsicherung trotz Abgeltungssteuer!
 
Wie Sie sehen, ist in der Regel ist eine Gewinnsicherung also in jedem Fall ratsam, Abgeltungssteuer hin oder her. Doch lassen Sie uns diese Überlegung noch etwas weiter, hin zu dem DRITTEN Aspekt führen. Dazu der folgende Langfristchart vom Dow Jones:
 
 
Quellen: MarketMaker, Markt-Daten.de
 
Die blaue Kurve stellt den US-Index seit 1900 dar. Wir erkennen klar eine Art aufwärts gerichteten „Sägezahn“. Das heißt, das einem Hoch jeweils folgende Tief liegt etwas höher als der Beginn der vorangegangenen Aufwärtsbewegung (rote Linien).
 
Gewinnsicherung in Trends
 
Eine solche Bewegung nennen wir normalerweise „Trend“. Diese finden wir nicht nur in dieser ultra-langfristigen Betrachtung, sondern auch in kürzeren Phasen, z.B. in den starken Anstiegen der 40er/50er Jahre und 80er/90er Jahre im obigen Chart. Auch Seitwärtsbewegungen (gelb) und gelegentliche stärkere Einbrüche (1929-1933 und 2008/2009) kommen vor.
 
Doch vielfach stellen wir fest, dass – wie in dem nachfolgenden Bild – einem längeren Anstieg (grün) ein kürzerer Rückfall (rot) folgt. Wenn wir nun idealerweise am Hoch unsere Gesamtposition auflösen und am Tief wieder einsteigen, zahlen wir die Abgeltungssteuer jeweils auf den großen Gewinn (grünes Kästchen).
 
 
 
Würden wir dagegen statt der Auflösung der kompletten Position zu einer Absicherung unseres Depots entschließen, wäre die Steuer nur auf den meist kleineren Teil fällig, um den die Märkte eingebrochen sind (rotes Kästchen).
 
Dies hat zwei Vorteile: Zum einen sparen wir – vor allem bei größeren Depots –Transaktionskosten, wenn wir diese Absicherung über Derivate (Zertifikate, Optionsscheine, CFDs, Futures) vornehmen, zum anderen zahlen wir nur einen Bruchteil der Steuer, die sonst fällig würde.
 
Dieser Vorteil zahlt sich gerade langfristig durch einen Zinseszinseffekt aus, den Sie mit vom Finanzamt geliehenem Geld erzielen und wirkt natürlich auch, wenn Sie nur Teilpositionen absichern bzw. die tatsächlichen Umkehrpunkte nicht exakt treffen.
 
Fazit
 
Auch unabhängig von der Abgeltungssteuer sind regelmäßige Bewertungen eines Langfristdepots unumgänglich. Strategisch orientierte Investoren sollten dabei auch immer die Sicherung aufgelaufener Gewinne im Auge haben. In der Regel ist diese Vorgehensweise – bei einer sinnvollen Strategie – immer lukrativer als die klassische Buy-and-Hold-Alternative, auch wenn wir nie die absoluten Hoch- und Tiefpunkte treffen werden. Aus Sicht der Abgeltungssteuer sollten sich Anleger verstärkt um Absicherungslösungen bemühen, die ihr Depot steuerschonend und mit zusätzlichem Zinseszinseffekt wachsen lassen.
 
 
Mit besten Grüßen
 
Torsten Ewert
 
P.S. Wenn Sie Interesse an unserem Berechnungsschema (Excel-Datei) haben, können Sie sich einfach zu einem Probeabo entschließen. Sie haben daraufhin einen Monat Zeit, sich die Investment-Strategie anzuschauen, aber auch im Archiv zu stöbern. Dort befindet sich auch die Ausgabe zur Absicherung samt Excel Datei.
 
 
Die von mir betreute „Stockstreet Investment Strategie“ ist ein Börsendienst für die langfristige Kapitalanlage und eher konservativ ausgerichtet. Trotz des konservativen Ansatzes konnten wir inzwischen aufs Jahr gerechnet eine Rendite von knapp 10 % erzielen, und das obwohl unser Depot erst Anfang des Jahres gestartet ist und wir kaum zu 50 % investiert sind! Mehr dazu erfahren Sie hier!
 
 

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