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China als Vorlaufindikator für die großen Indizes?
von Jochen Steffens  
 
Viele Analysten verbringen sehr viel Zeit damit, Indikatoren zu finden, die relativ zuverlässig die zukünftige Kursentwicklung anzeigen können. Gerne wird dabei auch auf Rohstoffindizes und auf Frachtraten zurückgegriffen. So fungierte vor einiger Zeit sogar Silber als heimlicher, aber perfekter Vorlaufindikator für die Märkte. Das machte auch Sinn, da Silber mittlerweile zu einem Industrie-Metall geworden ist. Wenn hier eine höhere Nachfrage zu erkennen war, also der Preis stieg, war das ein gutes Indiz dafür, dass die Wirtschaft wieder anzog. So kam es, dass der Silberchart den Indizes um einige Tage bis Wochen sehr genau voraus lief. In letzter Zeit schauen viele auf den Ölpreis. Auch hier ist der Grund eindeutig: Wenn mehr Öl nachgefragt wird, ist das ein Zeichen dafür, dass die Wirtschaft brummt.  Bekannt ist aber auch der Baltic Dry Index, ein wichtiger Preisindex für das weltweite Verschiffen von Hauptfrachtgütern (hauptsächlich Kohle, Eisenerz und Getreide) auf Standardrouten.
 
Der Shanghai-A-Index und der S&P500

Zurzeit scheint sich jedoch ein anderer, höchst interessanter Zusammenhang zu ergeben. Es fällt nämlich auf, dass die Entwicklung an den chinesischen Börsen den Indizes der restlichen Welt etwas voraus läuft.
  
 
 
Zwar haben im Nachhinein sowohl der Shanghai-A-Index (hier rot) als auch der S&P 500 gleichzeitig ihr Top (Ende 2007) ausgebildet, allerdings erkennen wir, dass der Shanghai-A anschließend bereits wesentlich früher und dramatischer eingebrochen ist. Zudem hat er deutlich früher als der S&P 500 sein Tief ausgebildet (blaue Pfeile). Das war der entscheidende Hinweis, dass der Index als Vorlaufindikator fungieren könnte. Die Bodenformation und einige Zwischentiefs in der Abwärtsbewegung ließen dabei den Schluss zu, dass sich hier eventuell sogar eine hohe Korrelation ergibt. Um diese zu überprüfen, muss man nun lediglich den Shanghai-A-Index auf der Zeitachse verschieben, wodurch folgendes Bild entsteht:
  
 
 
Links oben sehen Sie die Spanne, um die der Shanghai-A-Index nach rechts verschoben wurde (blauer Pfeil). Die anderen Pfeile weisen auf markante Tiefs hin, wobei die Farben anzeigen, welche Tiefs zusammengehören. Und tatsächlich erkennt man somit, dass sich im Hinblick auf entscheidende Zwischenhochs und -tiefs eine Vorlaufzeit von ca. einem Monat ergibt.
 
Rechts im Chart sehen Sie, dass der Shanghai-A-Index seit seinem letzten Bewegungshoch wieder stark zurückgekommen ist. Sollte sich die hier vorgestellte Annahme bestätigen, würde das bedeuten, dass auch es auch in den USA in den nächsten Wochen zu einer Korrektur kommen wird.
 
Der Shanghai-A-Index im Vergleich mit dem Ölpreis
 
Um die Relevanz dieses möglichen Frühindikatoren zu überprüfen, muss man diesen natürlich mit anderen vorlaufenden Werten vergleichen. Es bringt nichts, wenn andere Indikatoren bereits früher Sgnale senden. Im nächsten Chart sehen Sie den Shanghai-A-Index im Vergleich zum Ölpreis.
 
 
 
Sowohl das Top, als auch das Tief haben sich im Shanghai-A-Index deutlich früher ausgebildet. Und auch in der aktuellen Bewegung scheint der Ölpreis nur langsam auf den scharfen Einbruch des Shanghai-A-Index zu reagieren. In diesem Vergleich ist der Shanghai-A-Index dem Ölpreis klar überlegen.
 
Der Shanghai-A-Index im Vergleich mit dem Baltic Dry Index
 
 
 
Interessanterweise scheint der Shanghai-A-Index sogar dem Baltic-Dry-Index überlegen zu sein. 2005 bildete sich das Tief vorher aus. 2007 toppten der Shanghai-A-Index und der Baltic-Dry-Index gleichzeitig. Der Baltic-Dry-Index bildete aber etwas später noch ein höheres Hoch aus, das sich im Zusammenhang mit der damaligen Hausse des Ölpreises bildete. Aber auch Ende 2008 war es wieder der Shanghai-A-Index, der als erstes einen Boden ausbildete. Nur jetzt, vor dem letzten Hoch, reagierte der Baltic-Dry-Index zunächst wieder früher.
 
Fazit
 
Es bleibt natürlich abzuwarten, ob sich die hier vorgefunden Indizien weiter bestätigen. Wenn ja, könnte der Shanghai-A-Index vielleicht sogar noch einige Jahre eine interessante Schlüsselrolle bei der Betrachtung der internationalen Indizes spielen. Es wäre zudem ein erster Hinweis darauf, dass China, bei einem Anhalten der wirtschaftlichen Schwäche der USA anfängt, die Rolle als Lokomotive der Weltwirtschaft zu übernehmen. Eine sicherlich spannende These.

Allerdings muss man darauf hinweisen, dass es natürlich zu früh ist, angesichts dieser doch noch sehr dünnen Datenmenge zu hoffen, hier den heiligen Gral für zukünftige Börsenprognosen wie auch den eigenen Tradingerfolg gefunden zu haben. Trotzdem sollte man diese Korrelation unbedingt weiter beobachten. Je mehr sie sich bestätigt, desto größer die möglichen Gewinne, die sich daraus ergeben.
 
 
Kurz zum Markt: Sehr gute Zahlen vom ISM-Index. Nun bin ich gespannt, wie der Markt reagiert. Sollten diese Zahlen auch nicht umgesetzt werden und die amerikanischen Indizes sogar im Minus schließen, würde sich meine Vermutung bestätigen. Die Anleger fangen an, bei guten Konjunktrudaten auf steigende Zinsen spekulieren, und verkaufen. Mehr dazu, wie immer, unter den US-Konjunkturdaten.
 
Viele Grüße
 
Jochen Steffens
  

 
US-Konjunkturdaten
von Jochen Steffens
 
Der ISM Index des verarbeitenden Gewerbes notiert im August bei 52,9 %. Analysten hatten mit Werten zwischen 49,7 und 50,2 Punkten gerechnet, nach einem Wert von 48,9 Punkten im Vormonat.

 
Dieser Ansteig führt zu der Vermutung, dass die Fed mit Zinserhöhungen reagieren muss, um ein Übersteuern zu verhindern. Und genau das setzen die Märkte um. (Ob die Fed wirklich reagiert, ist noch eine andere Frage.) Statt sich also zu freuen, werden diese Zahlen abverkauft. Der Nasdaq100 notiert während ich diese Zeilen hier schreibe bereits 1,4 % im Minus nach einem deutlichen Plus zuvor. Es passiert also genau das, was ich vermutet habe. In den nächsten Tagen wird es damit richtig spannend, zumal der Nasdaq100 nun genau unter dem primären Abwärtstrend gedreht hat.
 
Die Bauausgaben sind im Juli unerwartet um 0,2% auf ein hochgerechnetes Jahresvolumen von 958,04 Mrd. Dollar gesunken. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Anstieg um 0,2% gerechnet, nach einem Plus von 0,1 % zuvor.
 

Der Stockstreet Premium Trader
 
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