In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: ...
Börse - Intern ist ein börsentäglicher Newsletter vom Börsenprofi Sven Weisenhaus. Sollten Sie diesen kostenlosen Newsletter noch nicht beziehen, können Sie sich → hier anmelden.


 
 
Ausbruch gelungen
von Jochen Steffens
 
Hinweis:
 
Stockstreet und die Xing-Gruppe Bulle/Bär Köln werden am 12.11.2009 in Köln das dritte Kölner-Trader-Treffen veranstalten. Das Treffen wird wie gewohnt in einem Brauhaus stattfinden. In lockerer und entspannter Atmosphäre wollen wir so den Austausch zwischen Börsianern aus der Region fördern, Erfahrungen diskutieren und das Kölner Netzwerk ausbauen. Die Teilnahme ist natürlich (außer Getränken und Speisen) kostenlos.
 
Wenn Sie Interesse haben, andere Börseninteressierte aus Köln und Umgebung kennen zu lernen, schicken Sie uns eine Mail an // ?subject=Stockstreet-Trader-Treffen'>Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und teilen Sie uns mit, mit wie vielen Personen Sie an diesem Treffen teilnehmen wollen (damit wir planen können). Wir werden Ihnen dann umgehend den Veranstaltungsort und weitere Details mitteilen. 
 
Ich würde mich freuen, Sie dort zu treffen.
 
Zwischen den Nachrichten

Höchst unterschiedliche Nachrichten prasseln zurzeit auf uns nieder. Die einen Analysten werden bullish und finden dafür eine Vielzahl von Argumenten, die anderen sehen einen baldigen zweiten Crash voraus und erkennen dies ebenfalls an einer Vielzahl von klaren Hinweisen.
 
Und Sie, meine lieben Leserinnen und Leser, sitzen zwischen diesen Stühlen. Sie hören die erste Meinung, und sie mag logisch erscheinen. Daraufhin hören Sie eine andere Meinung, die das genaue Gegenteil behauptet, und auch diese erscheint Ihnen vielleicht in diesem Moment logisch.
 
Wie soll man in so einer Situation handeln?
 
Um an den Börsen erfolgreich zu sein, muss man verstehen, dass die Börse niemals schwarz oder weiß ist. Sie ist immer grau, vielleicht hin und wieder etwas dunkler oder heller, aber schlussendlich immer grau. Dieses Grau entsteht durch eine unüberschaubar großen Menge an Nachrichten, Analysen, Ideen, Erkenntnissen, die alle nebeneinander existieren.
 
Es gibt dabei keine einfache Wahrheit, keine klare Prognose und niemals Sicherheit. Nein, all diese vielen Analysen, die Sie lesen, fließen in den Kursverlauf mit ein – verändern Kurse, bringen Menschen dazu, Entscheidungen zu treffen, lassen Stimmungen in den Lesern entstehen.
Schaut man sich diese Vorgänge genauer an, wird einem bewusst, dass es dabei fast unerheblich ist, wer schließlich Recht behalten wird, also wessen Analysen tatsächlich richtig  bzw. „wahr“ sind. Wesentlich wichtiger ist, was geglaubt wird. Noch wichtiger ist, wer was glaubt, also was zum Beispiel die institutionellen Anleger denken.
 
Falsche Überzeugungen
 
Aus heutiger Sicht waren die Tiefstkurse im März klare Übertreibungen. Sprich, zu diesem Zeitpunkt war die Angst vor einem Zusammenbruch des Finanzsystems noch größer als die Zuversicht, dass alles schnell wieder gut wird. Diese Angst war (zumindest kurzfristig gesehen) falsch. Und trotzdem hat diese eine Zeitlang den Markt in ein Extrem gesteuert. Vielleicht erleben wir aktuell etwas Ähnliches. Sollte es zu einem Double- oder sogar Triple-Dip kommen, in dessen Folge auch die Börsen wieder einbrechen, wäre der aktuelle Anstieg Ausdruck einer Euphorie und damit ebenfalls falsch.
 
Sich widersprechende Wahrheiten 
 
Doch es kommt noch schlimmer. Gerade in der aktuellen Situation kann man erkennen, dass auch verschiedene, sich scheinbar widersprechende Argumente gleichzeitig existieren und dabei trotzdem „wahr“ sein können. Zum Beispiel hat an diesem Wochenende der Chef des Ifo-Instituts Hans-Werner Sinn erklärt, dass die Bankenkrise in Europa noch nicht ausgestanden sei und den westeuropäischen Banken das Schlimmste noch bevorstehe. Als Grund gab er an, dass sie ihre Abschreibungen auf toxische Wertpapiere noch nicht in dem Maße offengelegt haben, wie es die US-Banken tun mussten. So eine Nachricht müsste doch eigentlich die Märkte schocken. Schließlich besteht die Gefahr, dass ein erneutes Aufflammen der Bankenkrise in Europa auch wieder Einfluss auf das weltweite Finanzsystem haben könnte. Darunter würden schlussendlich auch die Kurse an den US-Börsen leiden. Wenn man das hört, müsste man also eigentlich verkaufen.
 
Doch die Märkte steigen weiter. Eben weil auch genügend positiven Nachrichten existieren. So soll die US-Wirtschaft, glaubt man einem Analysten von Morgan Stanley, in ein nachhaltiges Wachstum übergegangen sein. Das entspricht auch der Auffassung einer großen Mehrheit von US-Ökonomen. Einer Umfrage der National Association for Business Economics (NABE) zufolge sind mehr als 80% der befragten Experten davon überzeugt, dass die US-Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte im Durchschnitt wieder um 2,9 % wachsen wird. Auch für das Gesamtjahr 2010 zeigen sich die Ökonomen zuversichtlich. Im nächsten Jahr soll ebenfalls ein Wachstum von 3% erzielt werden. Sollte man da nicht kaufen?
 
Und theoretisch könnten sich sogar beide Thesen bewahrheiten. Es kann noch zu Schwierigkeiten europäischer Banken kommen, die sogar die Aktienkurse in den USA beeinträchtigen. Trotzdem wäre es möglich, dass die USA 2010 um 3 % wachsen, weil sie davon weniger betroffen sind.
 
Was machen die Investoren daraus?
 
Es gibt Investoren, die hören auf die positiven Nachrichten und andere mehr auf die negativen. Und das ist gut so, denn nur so findet jeder Käufer auch einen Verkäufer und umgekehrt.
 
Allein die Tatsache, dass immer gleich viele Aktien gekauft, wie verkauft werden, zeigt doch schon, wie wichtig es ist, dass es immer beide Meinungen gibt. Es sind dabei keineswegs die Dummen oder Unwissenden, die in einem Aufwärtstrend zu früh verkaufen. Jeder Verkäufer wird in so einem Fall hinreichende, zuweilen sogar gut durchdachte Gründe für diesen Verkauf haben.
 
Das Ende der Börsen
 
Denn was würde passieren, wenn es klare Prognosen gäbe, also wenn die Börse auf einmal eindeutig wäre?
 
Es wäre das Ende. Wenn zum Beispiel wirklich eindeutig klar wäre, dass die Börsen weiter steigen, käme doch niemand mehr an eine Aktie. Wer sollte, wenn es doch so eindeutig ist, noch seine Aktien verkaufen?
 
Fazit
 
Es geht an den Börsen demnach niemals darum, eine Wahrheit zu finden. Es geht nicht um die absoluten Prognosen oder ein perfektes System. Es geht immer nur darum, ein wenig besser zu sein, als die Masse der Anleger. Dieses „Ein wenig besser“ macht aus einem Trader, Investor oder Spekulanten einen erfolgreichen Börsianer. Wenn man das begriffen hat, kann man sich viele Umwege sparen. Diese ewige Suche nach Eindeutigkeit, nach Klarheit und letzten Endes auch nach Sicherheit entfällt. Börse wird damit zu einem Austarieren der Wahrscheinlichkeiten – mehr ist es nicht. Und das ist schon schwer genug...
 
Ausbruch gelungen
 
Und damit noch kurz zu dem DAX-Chart von Freitag, hier einmal mit einer etwas ausführlicheren Analyse nach der Target-Trend-Methode:
 
 
 
Der DAX konnte die 5.750er Marke überwinden. Das ist ein bullishes Zeichen. Damit ist nach klassischer Charttechnik die obere Begrenzungslinie des grünen Trendkanals als Kursziel ausgemacht. Zuvor kann es jedoch zu einem Retest an die 5.750er Linie von oben kommen. Die Target-Trend-Methode findet hier sogar ein entsprechendes Target (gelb). Durch dieses verläuft gleichzeitig auch die relevante Mitteltrendlinie des grünen Aufwärtstrendkanals. Das bedeutet, an dieser Linie schneiden sich der wichtige ehemalige Widerstand, der nach dem Bruch zur Unterstützung wird, und die Mittellinie des Trends. Unter dieses Niveau darf der Kurs damit nicht mehr fallen. Das wäre bearish, da dann die Gefahr eines Fehlsignals wächst. Das Fehlsignal wäre in diesem Fall der Ausbruch über den 5.750er Widerstand.
 
Anderes Ergebnis als bei der klassischen Charttechnik
 
Sollte der Kurs sofort oder nach einem Retest ansteigen, gibt es einen Unterschied zur klassischen Charttechnik. Das nächste relevante Target liegt außerhalb des grünen Trendkanals, an einer Parallellinie – sprich etwas höher, nämlich bei 6.050 Punkten (roter Kreis).

Der Vorteil, den die Target-Trend-Methode bietet ist, dass man nicht nur das Kursziel kennt, sondern auch weiß, bis wann es erreicht sein muss. Entwickelt sich nun der Kursverlauf  anders, kann man daraus wieder Rückschlüsse auf den Trade ableiten. Somit hat man viel mehr Möglichkeiten zu reagieren als bei der klassischen Charttechnik. Und das ist das eigentlich Spannende an dieser Methode im Vergleich zu vielen anderen Tradingmethoden. Das gilt natürlich gerade im kurzfristigen Bereich, in dem auch die Dauer eines Trades eine wichtige Rolle spielt.
 
Viele Grüße
 
Jochen Steffens
 

Heute erreichten uns vom Redakteur des Sunset-Traders „schöne Grüße aus dem sommer-heißen Spanien“ Via E-Mail.
Ich vermute, Manfred Ries recherchiert dort schon für die nächste Ausgabe. In der Oktober-Ausgabe, die Sie als Probeausgabe völlig kostenlos erhalten, geht es um folgende Themen:
Auf der Südhalbkugel ist Frühling. In diesen Ländern können Sie ihn am besten verbringen...........
Was den Reiz einer Geldanlage in Österreich ausmacht und was sich am Bankgeheimnis wirklich ändert.....
Die Olympischen Spiele 2016 kommen nach Rio. Feiern Sie mit – an der Börse in São Paulo...............
 

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