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Die Fed auf Samtpfoten
von Jochen Steffens
  
Die Fed schreibt in Ihrem Statement, dass sich die wirtschaftliche Aktivität weiter belebt (zuvor: sich nach einem drastischen Einbruch belebt), die Aktivität auf dem Immobilienmarkt zugenommen hat und die Ausgaben der Haushalte mittlerweile wachsen (zuvor sich stabilisieren). Die Bedingungen auf den Finanzmärkten seien seit der letzten Sitzung im Schnitt annähernd unverändert geblieben. An der Niedrigzinspolitik soll sich auf absehbare Zeit nichts ändern. Die Fed geht davon aus, dass „die ökonomischen Rahmenbedingungen, einschließlich der Kapazitätsauslastung, der flachen Inflationstrends und der stabilen Inflationserwartungen wahrscheinlich das außergewöhnlich niedrige Niveau der Leitzinsen für einen längeren Zeitraum garantieren werden“ (siehe auch Übersetzung des FOMC-Statements weiter unten).

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste
 
Man erkennt jedoch, wie die Fed auf der einen Seite versucht, dem Markt eine sich verbessernde US-Wirtschaft zu verkaufen, ohne jedoch auf der anderen Seite den Eindruck zu vermitteln, dass es bald zu Zinserhöhungen kommt. Es scheint fast so, als taste sie sich auf Samtpfoten an das Thema Zinsen heran. Eventuell hat auch das gestern den US-Markt im weiteren Verlauf belastet. Doch jetzt rücken die US-Arbeitsmarktdaten und hier besonders die neu geschaffenen oder vernichteten Stellen (payrolls) in den Vordergrund.

Heute wurden die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Diese sind auf 512.000 Anträge gefallen. Analysten hatten mit 520.000 bis 525.000 neuen Anträgen gerechnet,  nach zuvor 532.000.
 

Erstanträge versus Payrolls

Da ich gestern bereits die als Indikator für den US-Arbeitsmarktbericht geltenden ADP-Daten auf ihre Prognosequalität geprüft habe, liegt es nun nahe, zu prüfen, ob man nicht vielleicht durch die Analyse der Erstanträge auf die Payrolls schließen kann. Immerhin werden die Erstanträge jede Woche veröffentlicht und vielleicht hilft dieser zeitliche Vorsprung:

 
 
Doch auch hier fällt das Ergebnis ernüchternd aus. Natürlich ist eine deutliche Korrelation zu erkennen (alles andere wäre auch verwunderlich). Wie man jedoch an den roten Trendlinien erkennen kann, reagieren die Payrolls, also der Wert der neu geschaffenen oder vernichteten Arbeitsplätze, häufig noch vor den Erstanträgen.
 
Und das ist natürlich nur logisch. Schließlich gehen zunächst die Stellen verloren und dann erst melden sich die Menschen arbeitslos. Schade, es wäre zu schön gewesen, schließlich gehören die Arbeitsmarktdaten in den USA zu den marktbewegensteen Veröffentlichungen.
  
Markt erwartet positive Arbeitsmarktdaten
 
Insgesamt kann man nach Analyse der ADP-Daten und der Erstanträge die Tendenz feststellen, dass sich der Stellenabbau in den USA offenbar weiter verlangsamt. Man sollte sich jedoch darüber bewusst sein, dass der Arbeitsmarktbericht den Takt angibt, es hier also jederzeit zu Überraschungen kommen kann. Angesichts des Gesamtumfelds würde ich allerdings auch eher auf eine Überraschung nach oben, als nach unten tippen. Der Markt sieht es offenbar ähnlich, denn er zeigt sich sehr freundlich, nachdem die Erstanträge positiv überraschten.
 
Viele Grüße
 
Jochen Steffens

Heute ist die November-Ausgabe des Sunset-Traders erschienen.

Der Schwerpunkt liegt diesmal in Asien: Die Region ist günstig, steuerschonend, relativ sicher und lechzt nach innovativen Unternehmern. Helmut Siegler wanderte mit 50 nach Indonesien aus.
»Eine gute Entscheidung«, sagt er heute.

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Das TRADING-SEMINAR ist nun bei Lektion 11: Oszillatoren: Mit dem RSI erfolgreich traden.

Chefredakteur Manfred Ries lässt Sie heute aus dem warmen Kambodscha grüßen, wo er das Wasserfestival mit spektakulären Drachenbootrennen besucht hat.

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US-Konjunkturdaten
von Jochen Steffens
 
Die Arbeitsproduktivität in den USA außerhalb der Landwirtschaft ist im dritten Quartal saisonbereinigt und annualisiert um 9,5 % gestiegen. Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg im Bereich von 6,4 bis 6,5 % gerechnet, nach 6,6 % im Vorquartal. 
Die Übersetzung des FOMC-Statement
inkl. Veränderungen zum vorherigen Statement
 
Die Informationen, die seit dem letzten FOMC-Treffen im August eingegangen sind, legen nahe, dass sich die wirtschaftliche Aktivität weiter belebt. (zuvor: sich nach einem dramatischen Einbruch belebt). Die Bedingungen auf den Finanzmärkten sind seit der letzten Sitzung im Schnitt annähernd unverändert geblieben (vorher haben sich weiter verbessert).  Die Aktivität auf dem Immobilienmarkt hat über die letzten Monate zugenommen. Die Ausgaben der Haushalte scheinen zu wachsen, (früher: Die Ausgaben der Haushalte scheinen sich zu stabilisieren), bleiben aber beschränkt durch anhaltende Arbeitsplatzverluste, ein schwaches Wachstum der Einkommen, geringere Immobilienvermögen und verschärfte Kreditbedingungen. Die Unternehmen verringern zwar immer noch Investitionen und Beschäftigung, das aber auf einem niedrigeren Niveau; die Fortschritte bei der Anpassung von Lagerbeständen und Umsätzen gehen weiter. Obwohl die wirtschaftliche Aktivität wahrscheinlich noch eine Zeitlang schwach bleiben wird, geht das Komitee davon aus, dass die politischen Maßnahmen zur Stabilisierung der Finanzmärkte und -institutionen, der fiskalische und monetäre Stimulus sowie die Marktkräfte eine Stärkung des ökonomischen Wachstums unterstützen sowie eine schrittweises Rückkehr zu höheren Niveaus der Kapazitätsauslastung in einem Umfeld der Preisstabilität fördern.
 
Der erhebliche Nachfragerückgang sollte weiterhin den Kostendruck dämpfen, und die langfristigen Inflationserwartungen stabilisieren, das Komitee erwartet daher, dass die Inflation für einige Zeit schwach bleiben wird.
 
Unter diesen Umständen wird die Federal Reserve Bank damit fortfahren, eine große Auswahl an Instrumenten einzusetzen, um die wirtschaftliche Erholung zu fördern und die Preisstabilität aufrechtzuerhalten. Das Komitee wird die Zielbandbreite für die Leitzinsen bei 0 bis 0,25 % belassen und geht weiterhin davon aus, dass die ökonomischen Rahmenbedingungen, (eingefügt: ) einschließlich der Kapazitätsauslastung, flachen Inflationstrends und stabilen Inflationserwartungen (Einfügung Ende) wahrscheinlich das außergewöhnlich niedrige Niveau der Leitzinsen für einen längeren Zeitraum garantieren werden. Die Fed wird zur Unterstützung des Hypothekenkredit- und Wohnungsmarkt sowie zur Verbesserung der Rahmenbedingungen der privaten Kreditmärkte hypothekenbesicherte Anleihen halbstaatlicher Agenturen im Wert von 1,25 Billionen Dollar sowie Schulden dieser Institutionen in Wert von ca.  175 (früher 200) Milliarden Dollar bis zum Ende des Jahres aufkaufen.
(Geändert:) Die Höhe der Anleihenkäufe, obwohl etwas geringer als das jüngst bekannt gegebenen Maximum von 200 Milliarden Dollar, entspricht dem bisherigen Kurs der Käufe und spiegelt das begrenzte Angebot an Schulden wider. Um einen gleichmäßigen Übergang zu gewährleisten, will das Komitee sowohl den Ankauf von Anleihen, wie auch den hypothekarisch gesicherten Wertpapieren graduell verlangsamen und geht davon aus, dass diese Transaktionen bis zum ersten Quartal 2001 abgewickelt sind. ((Gestrichen:)Wie bereits angekündigt wird die Fed den Ankauf von langlaufenden Staatsanleihen in einem Umfang von 300 Mrd. Dollar bis Ende Oktober 2009 abgeschlossen haben.) Das Komitee wird weiterhin Zeitpunkt und Gesamtsumme seiner Käufe von Wertpapieren im Licht der sich entwickelnden ökonomischen Perspektiven und der Finanzmarktbedingungen bewerten. Die Fed wird die Größe und Zusammensetzung der ihrer Bilanz beobachten und Anpassungen an ihren Kredit- und Liquiditätsprogrammen wie vorgesehen vornehmen.“
 

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