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Die Schwäche des Dax
von Jochen Steffens
 
Hinweis: Morgen findet eine Redaktionssitzung statt, und ab Freitag bin ich auf der World of Trading. Aus diesem Grund wird der nächste Steffens-Daily erst wieder am Montag erscheinen.
 
Etwas fällt  in den letzten Tagen auf. Der DAX, der eigentlich dazu neigt, die Bewegungen der US-Indizes gehebelt umzusetzen, schwächelt in den letzten Tagen. Der Nasdaq100 und der S&P500 haben ihre Hochs, die sich vor der letzten Korrektur ausgebildet hatten, bereits wieder erreicht. Der Dow Jones konnte dieses Hoch sogar bereits deutlich überwinden. Doch der DAX hat lediglich etwas mehr als 50 % der vorherigen Korrekturbewegung zurückerobern können.

 
Dargestellt ist links der DAX und rechts der Nasdaq100.
 
Berichtsaison als Auslöser
 
Diese Schwäche ist auffällig. Ein möglicher Grund kann sein, dass der Hochpunkt der Berichtsaison in Deutschland etwa ein bis zwei Wochen nach dem Hochpunkt der Berichtssaison in den USA auftritt.
Es gibt eine alte Börsenweisheit, die besagt, dass man die Gerüchte kaufen und die Fakten, sofern sie nach den Gerüchten eintreten, verkaufen muss. Das wenden viele Anleger auch bei Unternehmenszahlen an. Sie traden darauf, dass diese besser ausfallen und verkaufen, wenn das tatsächlich passiert und natürlich auch, wenn sie schlechter ausfallen. So kommt es im Hoch einer Berichtssaison gerne zu einer Konsolidierung, wenn die Kurse zuvor stark gestiegen sind. Da der Start der Konsolidierung bei den US-Indizes mit dem dortigen Hoch der Berichtssaison zusammenfiel, kann man nun annehmen, dass im DAX zeitversetzt ebenfalls Verkaufsdruck aufkommt und er deswegen zurzeit seine alten Hochs noch nicht erreichen konnte.

Starker Euro, schwacher Dollar
 
Der starke Anstieg in den US-Indizes hängt unter anderem  damit zusammen, dass der Dollar wieder erneut Schwäche zeigt:
 
 
Hier einmal das Dollar-Euro-Verhältnis, das die Schwäche des Dollars besser darstellt. Sie sehen, dass so wie die US-Indizes ihre Hochs wieder erreicht haben der Dollar wieder sein Tief erreichte. Die Rally wird nur dann weiter gehen, wenn der Dollar dieses Tief nach unten auflöst.
Ich hatte hier bereits vor einiger Zeit auf diese zurzeit höchst relevante Korrelation zwischen Dollar und US-Aktienkursen hingewiesen. Und diese, im Chart erkennbare Entwicklung, bestätigt sich erneut. 
 
Abwertungs-Rallye
 
Wenn der Dollar abwertet, die Unternehmenswerte eines Unternehmen (Land, Fabrikgebäude, Maschinen, Know-How, etc.) jedoch konstant bleiben, wird der Kurs der Aktie steigen. Schließlich müsste man mehr Dollar auf den Tisch legen, um den realen Wert des Unternehmens auszugleichen. Ein Land kann also vereinfacht ausgedrückt eine Aktienhausse allein dadurch auslösen, dass es seine Währung abwertet. Das funktioniert natürlich nur bis zu einem gewissen Grad.
 
Für die Euro-Zone ist ein steigender Euro ungünstig. Es schwächt im Welthandel die europäische Exportindustrie in Relation zu Exporten aus dem Dollarraum. Hinzu kommt, dass die europäischen Börsen auf die Leitbörsen in den USA reagieren. Steigen die US-Indizes, steigen auch die europäischen Indizes. Allerdings sind die Kurssteigerungen in den USA zu einem nicht unerheblichen Teil dem einbrechenden Dollar zu verdanken. Der Euro bricht jedoch nicht ein. Eigentlich ist es also Unsinn, wenn europäischen Börsen auch noch gehebelt mit den US-Börsen ansteigen, solange gleichzeitig der Dollar an Wert verliert.
 
Diese beiden Punkte könnten auch in Zukunft zu einer Underperformance europäischer Indizes zu den US-Indizes führen.
 
Anlagenotstand in den USA: Wohin mit dem Dollar?
 
Die US-Anleger geraten durch die Abwertung des Dollars zurzeit in einen massiven Anlagernotstand Schließlich ist eine solche Abwertung ein realer Verlust des nicht investierten Vermögens. Als US-Bürger müssen Sie also Alternativen zum Dollar finden.
 
Hier bieten sich natürlich Gold und Rohstoffe an, aber sicherlich auch Aktien und Immobilien. Wobei Immobilien nach dem Immobiliencrash in den USA zurzeit etwas kritisch bewertet werden. Bleiben also Rohstoffe und Aktien. Bei Aktienbereich werden Papiere von Unternehmen bevorzugt, die selbst wieder über viele wertstabile Sachwerte verfügen. Das Geld, das als Schutz vor einer Dollarabwertung in die Aktienmärkte fließt, wird natürlich die Rallye weiter anfeuern.
 
Ausländische Anlagen und Währungen
 
Fonds, große Vermögensverwalter, Banken, etc. werden sicherlich auch versuchen, einen Teil des Geldes ins Ausland zu schaffen. So werden andere Währungen gekauft, Aktien anderer Ländern, etc.
Das sollte dazu führen, dass auch der DAX wieder ansteigt, wenn er als sicherer Hafen in der Zeit des Dollarverfalls erkannt wird.
 
Die Gefahr der Beschleunigung
 
Das Problem ist, dieser Tausch in andere Währungen und Aktien anderer Länder ist nichts anderes als ein realer Verkauf des Dollars. Sie schwächen somit den Dollar. Natürlich werden auch Länder zunehmend ihre Dollarreserven in andere Währungen oder Gold und Rohstoffe umtauschen wollen. Diese Verkäufe werden den Dollar zusätzlich belasten. Es entsteht eine Abwärtsspirale, die sich sogar noch beschleunigen kann.
 
Und alles wieder zurück
 
Für die Fed wird diese Entwicklung irgendwann kritisch. Sie muss reagieren, um zu vermeiden, dass der beschleunigte Dollarverfall in den USA eine galoppierende Inflation verursacht. Das einzige Mittel, das ihr zur Verfügung steht, ist die Zinsschraube. Sobald jedoch die Zinsen in den USA wieder steigen und ein bestimmter Zinssatz erreicht wird, werden Anleger das Geld, das sie im Ausland investiert haben, wieder zurück in den USA holen. Damit wird dann sozusagen der Dollar gekauft und alle anderen Währungen verkauft. Es kommt zu einer starken Aufwertung des Dollars.
Diese wird in den USA zu einem Kurseinbruch führen, der sich wahrscheinlich auch auf ausländische Börsen auswirkt. Dort verschlimmert sich die Situation dadurch, dass die US-Bürger ihre Auslandsinvestitionen auflösen. Es entsteht ein umgekehrter Kreislaus. Es steht also zu befürchten, dass wir, sofern die Fed nicht sehr frühzeitig reagiert, noch eine Weile an den internationalen Indizes starke Kursbewegungen in beide Richtungen sehen werden.
 
Viele Grüße
 
Jochen Steffens
 
PS: Morgen um 19.30 Uhr findet das 3. Tradertreffen von Stockstreet in Köln statt. Falls Sie noch Lust haben, daran teilzunehmen, senden Sie uns eine kurze Mail an // ?subject=Stockstreet-Trader-Treffen'>Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir werden Ihnen daraufhin bis morgen noch den genauen Veranstaltungsort (in der Nähe des Doms) mitteilen.
 

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