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Wie auch immer der Markt reagiert
von Jochen Steffens
 
Seltsame und undurchsichtige Meldungen kommen aus der Ukraine. Dort soll es Todesfälle in Verbindung mit einem neuen mysteriösen Virus geben. Dieser soll angeblich aus einer Mutation des Schweinegrippevirus und zweier weiterer Grippeviren entstanden sein. Er löse zudem eine vergleichsweise schwer verlaufende Lungenentzündung aus, an der auch schon bis zu 37 Menschen gestorben seien. 
 
Dieser Nachricht, die an den Medien größtenteils vorbei gegangen ist, muss man als Investor zumindest ein gewisses Maß an Beachtung schenken. Käme es zu einer gefährlichen Mutation des bisher eher harmlosen Schweinegrippevirus, können die Märkte ziemlich heftig reagieren.
 
Politisches Kalkül?

Doch es gibt eventuell einen Grund, warum die Medien auf dieses Thema bisher nicht aufgesprungen sind: In der Ukraine stehen die Präsidentschaftswahlen bevor. Und Nachrichten aus der Ukraine im Zusammenhang mit der Schweinegrippe könnten auch einfach als Mittel zum Zweck politischer Meinungsbildung in Umlauf gebracht worden sein. Es wäre nicht das erste Mal, das etwas vergleichbares geschieht. 
 
Was also tun?
 
In Fällen, in denen ich eine Nachricht nicht einordnen kann, achte ich immer auf den Markt. Sollte es tatsächlich zu einer virulenten und tödlichen Mutation gekommen sein, würden die internationalen Märkte reagieren. Gerade große institutionelle Anleger sind in solchen Bereichen oft besser informiert als die Medien.
 
Solange die internationalen Märkte also nicht reagieren, muss man sich keine allzu großen Sorgen machen. Vielleicht kann man die Aufmerksamkeit etwas erhöhen – mehr ist meines Erachtens noch nicht notwendig. Sollten die Märkte aber grundlos (!) anfangen zu fallen und sich währenddessen die bisher unbestätigten Gerüchte aus der Ukraine verdichten, müssen auch Sie reagieren und aussteigen. Aber bis dahin gehen wir davon aus, dass diese Meldungen übertrieben oder sogar falsch sind.
 
Meredith Whitney warnt
 
Gestern warnte Meredith Whitney, die durch ihre treffsicheren Prognosen bekannt geworden ist, davor, dass es zu einem Kursabschwung kommen werde. Sie glaube nicht, dass die Rallye an den Börsen fundamental untermauert sei. Es sei zudem ausgeschlossen, dass die US-Banken über ausreichend Kapital verfügen - eine Reihe von Großbanken müsste herabgestuft werden. Eine interessante Aussage folgt: Sie sei noch zu keiner Zeit so bearish gewesen wie aktuell. Das ist schon eine verhältnismäßig klare Aussage.
Von hinten durch die Brust ins Auge
 
Und wenn wir schon einmal dabei sind, noch etwas Witziges: Robert Shiller, Wirtschaftsprofessor an der Yale Universität, sagte, dass er nicht davon ausgehe, dass sich zurzeit neue Blasen bilden. Aber er findet die Reaktion der Aktienmärkte „erstaunlich“. Die monetäre Stimulation könne eigentlich nicht die Ursache gewesen sein, stattdessen wäre die Rallye durch einen Umschwung in der Stimmung ausgelöst worden. Die Anleger hätten wieder Vertrauen zurückgewonnen.
 
Hört, hört, möchte man rufen. Es ist doch immer wieder amüsant, wenn Professoren über Börse sprechen. Es besteht nämlich nicht der Hauch eines Zweifels, dass die Rallye nach dem Crash einem „Stimmungsumschwung“ zu verdanken ist. Wenn nicht Anleger von „ich muss alles verkaufen“ auf „jetzt sehe ich eine gute Einstiegschance“ umgeschaltet hätten, wäre es NATÜRLICH nicht zu einer Rallye gekommen. Die Kurse selbst sind doch nichts anderes als das Abbild der Stimmung der Anleger und damit ist eine Trendwende auch Abbild eines Stimmungsumschwungs. Mit einem Stimmungsumschwung einen Trendwechsel erklären zu wollen, ist damit nichts anderes als ein reiner und perfekter Zirkelschluss.
 
Völlig unter geht in diesem Zusammenhang die Frage, wo denn das Geld herkommt, dass die Rallye anfeuert. Schließlich ist viel Geld vernichtet worden, Geld, welches den Aktienmärkten damit nicht mehr zur Verfügung steht. Und hier sind wir dann doch wieder beim Thema Liquidität. Gerade die Banken und andere institutionelle Anleger haben die Chance genutzt, sich billig Geld zu leihen und es zu investieren. Das war unschwer an den für eine Kreditmarktklemme überraschend guten Bilanzen verschiedener Banken zu erkennen. Aber gut, geschenkt.
 
Ein Gap und ein mögliches Fehlsignal
 
Nach dem die US-Baubeginne doch sehr enttäuschten (siehe weiter unten US-Konjunkturdaten), kam es im DAX zu einer kleinen Unsicherheitskerze, die auch schon als Umkehrkerze gewertet werden kann.
 
 
Diese zeigt zunächst einmal an, dass dieser Widerstand bei 5.888 Punkten nicht so einfach überwunden werden kann. Auch befindet sich bei 5.700 Punkten noch ein Gap (Kurslücke, hier grün dargestellt), das eventuell noch vor einem Ausbruch geschlossen werden will. Dies könnte im Zuge des kleinen Verfallstages am Freitag geschehen. Bei 5.700 und 5.800 Punkten liegen große Long-Positionen und es liegt im Interesse der Stillhalter, diese nicht allzu sehr ins Plus laufen zu lassen. Und so könnte es sein, dass der DAX bis Freitagmittag noch etwas gedeckelt bleibt.
 
Im S&P500 könnte ein schwacher Tag heute ein erstes Signal dafür sein, dass es zu einem Fehlausbruch aus dem Trend (siehe Steffens Daily von Montag) kommen wird. Das wäre dann schon eher bearish zu werten. Eigentlich sollte es aber nach dem Ausbruch über die Trendlinie dynamisch weiter gehen. Das widerspricht dem Bild im Dax. Die nächsten Tage werden somit gerade im S&P500 interessant.
 
Viele Grüße
 
Jochen Steffens

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(Hinweis: Das Buch steht bei einigen Online-Portalen noch zu einem anderen Preis ausgeschrieben, der sich allerdings auf die erste, unveröffentlichte Version bezieht, die um über 200 Seiten dünner gewesen wäre.)

US-Konjunkturdaten
von Jochen Steffens
 
Die Baubeginne in den USA sind im Oktober von zuvor 592.000 um 10,6 Prozent auf saisonbereinigte 529.000 eingebrochen. Das ist das niedrigste Niveau seit April. Die Analysten gingen von 600.000 Baubeginne aus.
 
 
In den USA sind die Verbraucherpreise im Oktober um 0,3 Prozent gestiegen. Analysten hatten lediglich einen einen Anstieg von 0,2 Prozent erwartet. Die Kernrate stieg um 0,2 Prozent. Hier wurde lediglich ein Plus von 0,1 Prozent erwartet.
 
Die Inflation zieht merklich an. Wie gesagt, es kann zu einem inflationären Schub kommen. Wie es dann weiter geht, hängt damit zusammen, ob die Fed reagiert und die Zinsen anhebt. Es kann aber sein, dass der Markt bereits jetzt auf diese Sorge reagiert und keine neuen Hochs mehr ausbildet. Zumindest so lange, bis die Fed auch nach solchen Zahlen davon spricht, die Zinsen noch möglichst lange unverändert zu belassen.
 

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