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Der ehrlichste Blick auf die Börse
von Jochen Steffens
 
Ich muss noch einmal auf den Chart „Dow Jones in Goldunzen“ zurückkommen. Tatsächlich ist es doch so, dass spätestens seit dem Jahr 2001 in den USA, Europa und einigen anderen Ländern die Märkte über die Senkung der Leitzinsen auf historisch niedrige Niveaus mit Geld geflutet wurden. Wenn aber mehrere Währungen gleichzeitig über die Geldmenge quasi entwertet werden, wird das im Verhältnis der Währungen untereinander kaum auffallen. Lediglich im Verhältnis Währung zu Waren oder Rohstoffen würden sich Effekte zeigen.
 
Preise in einem deflationären Umfeld
 
Wenn wir uns aber aufgrund der Krisen oder in Folge der Globalisierung in einem deflationären Umfeld befinden, können Produktpreise nicht in der Art und Weise anziehen, wie es die Ausweitung der Geldmenge eigentlich hätte bewirken müssen. Zum einen geht in einer Krise die Nachfrage zurück, und bei schwacher Nachfrage werden Preise nicht erhöht, zum anderen wurden gerade in den USA die Preise durch Billigimporte aus China gedeckelt (Globalisierung). Die Notenbanken sahen sich in dieser Situation in der Lage, die Zinsen zu senken, ohne größeren Inflationsgefahren ausgesetzt zu sein. Wo würde sich also in so einer Situation die Geldmengenausweitung, beziehungsweise die dadurch verursachte Abwertung der Währungen auswirken? Es müsste etwas geben, wo die Nachfrage trotz Krise einigermaßen stabil bleibt, eventuell sogar weiter ansteigt.
 
Langfristig stabil - wertvoll: Gold
 
Wenn man die Geschichte der Menschheit analysiert, hat eigentlich nur ein „Stoff“ seinen Wert über Jahrhunderte immer mehr oder weniger beibehalten: Gold. Es macht also tatsächlich Sinn, die Währungen quasi heraus zu rechnen und sich die Indizes einmal in ihrem Verhältnis zu Gold anzuschauen. Es dürfte der realistischere, ehrlichere Blick auf Börse sein:
 
 
Zunächst auffällig ist der Paradigmenwechsel. Bis in das Jahr 2002/2003 hat sich der normale Dow Jones (grau) und der Dow Jones in Goldunzen (goldfarben) nahezu synchron entwickelt. Erst mit der enormen Ausweitung der Geldmenge durch die niedrigen Zinsen ging diese Schere auseinander. Als die Fed dann bis 2007 die Leitzinsen wieder anhob, folgte 2008 der Crash, der den realen Dow wieder in die Nähe des Dows in Gold gebracht hatte. Eigentlich ist damit demnach nur eine Blase geplatzt. Interessant ist zudem, dass sich der Dow Jones in Gold seit dem Jahr 2001 in einem klaren, sauberen und dynamischen Abwärtstrend befindet!
 
Scheinrally
 
Das bedeutet auf der anderen Seite, die Rallye von 2003-2007 war tatsächlich nichts weiter als eine durch einen monetären Stimulus verursachte Scheinrally. Und auch jetzt belegt der fast schon dramatische Goldanstieg der letzten Wochen, dass auch die aktuelle Rally seit den Tiefs nichts weiter als eine Scheinrally ist. Gerade die Anleger in den USA werden damit quasi an der Nase rumgeführt. Zwar steigen die Aktienkurse, aber zurückgerechnet auf Gold hat der US-Anleger keinen Gewinn gemacht. Kurz: Ein Anleger kann, wenn er alle seine Aktien verkaufen würde, seit knapp 10 Jahren von Jahr zu Jahr weniger Goldbarren erwerben.
 
Bankencrash beendet Krise – normalerweise
 
Aber es gibt noch einen anderen Grund, warum ich das Thema noch einmal aufgegriffen habe. Ich hatte schon einmal geschrieben, dass große Krisen eigentlich mit einem Bankencrash enden. 2003 hatte dieser Bankencrash gefehlt und gerade die älteren, erfahrenen Analysten waren darüber sehr verwundert. Aber es war eben auch die hohe Liquidität, die damals vielen Banken das Leben gerettet hat. Doch auch eine neue Art der Kreditverbriefung, die zu einer inflationären Kreditvergabe geführt hat, rettete vor allen den US-Banken das Leben. Die Kreditvergabe ist eines der Kerngeschäfte einer Bank, und mit dieser enormen Ausweitung der Kredite wurde viel Geld verdient. Ein weiterer Grund warum die Bankenkrise in den Jahren 2004 oder 2005 vermieden werden konnte.
 
Es nützt doch nichts
 
Doch es zeigt sich angesichts der Bankenkrise 2008/2009, dass es wenig nützt, Krisen monetär oder mit sonstigen Tricks zu bekämpfen. Damit werden offenbar nur neue Probleme geschaffen, deren Auswirkungen dann etwas zeitversetzt doch wieder alle Assetklassen betreffen. Warum kann der Ökonom / Mensch nicht einfach verstehen, dass Krisen ganz normale Prozesse einer gesunden (!) Wirtschaft sind. Wirtschaftskrisen sind nicht die Krankheit - die Krankheit entsteht in der Endphase des Booms. Die Krise ist nichts anderes als der Gesundungsprozess, sie ist das Medikament, das zur Heilung führt.
 
Die Krisenmedikation

Schauen wir doch auf die Unternehmen, wie sie auf die Krise 2000-2003 reagiert haben? Sie haben sich auf ihre Kernkompetenzen konzentriert, sich verschlankt, sind also den ungesunden und überflüssigen Speck der guten Jahre losgeworden. Sie wurden innovativer, konkurrenzfähiger, effizienter, etc. Das alles ist gesund! Die Krise ist also ein Gesundungsprozess, wie fasten oder bei einer Grippe im Bett liegen. Das müssten sich die Verantwortlichen bewusst machen. Eine monetäre Stimulation verhindert den Gesundungsprozess und lässt damit die Krankheit nur noch schlimmer und existenzieller werden.
 
Und genau das ist es, was dieser Dow Jones in Goldunzen dargestellt eigentlich belegt. Es zeigt sich, dass all die niedrigen Zinsen, die Konjunkturprogramme, die Steuererleichterungen in den USA nichts, wirklich nichts erreicht haben. Die Krankheit wütet seit dem Jahr 2000 in den USA einfach weiter. Dieser im Chart erkennbare Abwärtstrend ist damit der ehrlichste Blick auf die Börse.
 
Positiver Ausblick und eine Warnung

Und trotzdem, eine Krise wird durch einen Bankencrash beendet. In diesem Bankencrash befinden wir uns. Anschließend können noch ein oder mehrere Jahre Orientierung folgen. Dann jedoch sollte diese große Krise vorbei sein und das ist der positive Aspekt dieser Betrachtung. Ein Bruch des Abwärtstrends im Dow Jones in Goldunzen wäre somit das entscheidende, positives Signal.
 
Was nicht geschehen darf
 
Doch was nicht geschehen darf ist, dass die Fed über niedrige Leitzinsen weitere Blasen generiert oder sogar eine Inflation aufkommen lässt. Das würde lediglich dazu führen, dass die Krankheit noch weiter schwelt und vielleicht noch existenzieller wird. Wie gesagt, der Boom ist die eigentliche Krankheit. Solange dieser Abwärtstrend im Dow Jones in Gold weitergeht, wird er uns also Anzeiger dafür sein, dass die Krise noch nicht vorbei ist – egal was sich die Fed, die Politik und die Ökonomen noch alles einfallen lassen.
 
Viele Grüße
 
Jochen Steffens
 
P.S. Sehr erfreulich. Das Buch „Die hohe Kunst des (Day-)Tradens, von Torsten Ewert und mir stand heute Morgen auf den Bestsellerlisten von Amazon in der Kategorien „Börse und Geld“, „Börse und Aktien“ und „Termingeschäfte, Day Trading“ jeweils auf Platz 1.

Vielen Dank für Ihr Interesse!

 Es boomt, im Paradies


Der Börsenboom in Asien dauert an. Leser des $unset Trader sind seit Monaten bereits dabei – der Aufwärtstrend ist intakt. Unser Reporter hat in Asien nun ein noch jungfräuliches Trading-Land entdeckt: Indonesien.
  
 
 
  

US-Konjunkturdaten
von Jochen Steffens
 
Hinweis: Da morgen in den USA Feiertag ist und am Freitag die Börse dort nur eingeschränkt geöffnet wird, wurden die entsprechenden US-Konjunkturdaten bereits heute veröffentlicht.
 
Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist überraschend stark von zuvor 501.000 Anträgen auf nunmehr 466.000 gefallen. Analysten hatten mit einem Rückgang auf 500.000 gerechnet.
 
 
Es gibt zwei Möglichkeiten, warum die Zahl der Erstanträge so deutlich fällt. Zunächst kann es sein, dass das Weihnachtsgeschäft neue Jobs generiert. Die Firmen haben alles gekündigt, was zu kündigen ist und nun müssen sie kurzfristig neue Leute anstellen, um das Weihnachtsgeschäft bewältigt zu kriegen. Es kann aber auch sein, dass generell die Unternehmen aufhören zu entlassen, da eine Belebung der Wirtschaft natürlich zu spüren ist.
 
Der Verbraucherstimmungsindex der Universität Michigan ist im November nach den Ergebnissen der zweiten Umfrage auf 67,4 gestiegen. Analysten hatten nur einen Anstieg auf 66,8 erwartet. Nach der ersten Befragung ergab sich ein Stand von 66,0, nach 70,6 Punkten zuvor.
 
Der Index für die Erwartungen sank auf 66,5 (Vormonat: 68,6), der Index für die Einschätzung der aktuellen Lage ging auf 68,8 (73,7) zurück.
 
 
Die Zahl der in den USA erteilten Baugenehmigungen ist im Oktober gegenüber dem Vormonat um revidiert 4,2% auf einen annualisierten Jahreswert von 551.000 gesunken. Zuvor war ein Rückgang um 10,6% auf annualisiert 529.000 gemeldet worden.
 
 
Die Zahl der US-Neubauverkäufe ist im Oktober saisonbereinigt um 6,2% auf einen hochgerechneten Jahreswert von 430.000 Einheiten angestiegen. Analysten hatten hingegen mit einem Rückgang um 1,0% gerechnet. Ein Grund für diese Zunahme ist die Verlängerung von Steuererleichterungen für Erstkäufer bis April kommenden Jahres gewesen.
 
Der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter ist im Oktober um 0,6% zurückgegangen. Analysten hatten hingegen mit einem Anstieg um 0,5% gerechnet. Allerdings wurde der Vormonatswert auf plus 2,0%, nach zuvor plus 1,4% nach oben revidiert.
 
Positiv zu werten ist, dass die Verbraucherausgabe um 0,7% angestiegen sind. Analysten hatten lediglich mit einer Zunahme um 0,6% gerechnet. Der Wert für September wurde auf minus 0,6%, nach zuvor minus 0,5% nach unten revidiert. Diese Nachricht ist eine erste positive Indikation für das Weihnachtsgeschäft.

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