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Zinserhöhungsängste werden DAS Thema des ersten Halbjahres 2010
von Jochen Steffens
 
Nach dem der ISM-Index des verarbeitenden Sektors bereits angestiegen ist, legte heute auch der ISM-Dienstleistungsindex von zuvor 48,7 Punkten auf nunmehr 50,1 Punkte zu. Die Erwartungen der Analysten wurden jedoch leicht enttäuscht, sie hatten mit einem Wert von 50,5 Punkten gerechnet.
 
Eigentlich ist der Dienstleistungssektor für die US-Wirtschaft von größerer Bedeutung. Wenn man die Analyse von gestern allerdings auf den ISM-Dienstleistungsindex anwendet, ergibt sich leider kein so klares Bild, wie beim ISM-Index des verarbeitenden Gewerbes:
 
 
Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass der Dienstleistungsindex erst seit Juli 1997 erhoben wird. Hier reichen natürlich die Daten noch nicht für eine langfristige Analyse aus. Aber die Entwicklung um das Jahr 2000 herum, ist bereits nicht so eindeutig wie im gestrigen Chart. Eine Korrelation ist somit eher bei den Tiefs zu erkennen.
 
Positive Nachrichten, negative Reaktion?
 
In nächster Zeit werden die Reaktionen der Märkte auf positive Konjunkturdaten interessant. Immerhin werden positive Konjunkturdaten die Wahrscheinlichkeit baldiger Zinserhöhungen in den USA ansteigen lassen. Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, hat zum Beispiel gerade prognostiziert, dass die Fed die Zinsen Mitte des Jahres anheben wird.
Vor nichts hat der Aktienmarkt zurzeit mehr Angst als vor steigenden Zinsen und der damit verbundenen Verringerung der Liquidität. Das liegt daran, dass die meisten Analysten davon überzeugt sind, die Rally sei liquiditätsgetrieben, ihr fehle es an wirtschaftlicher Substanz.
 
Sobald also jemand an der Liquidität rumpfuscht, wird es an den Märkten kritisch – so die Analysten.
 
Eine negative Zukunft ist abgemachte Sache
 
Erschwerend kommt hinzu,  dass viele Analysten, aber auch ein großer Teil der Anleger grundsätzlich eine höchst negative Zukunftssicht haben. Die meisten können sich zwar noch vorstellen, dass durch die niedrigen Zinsen die Aktienmärkte weiter steigen, aber was kommt danach?
 
Das dicke Ende
 
Von allen Seiten höre ich nur, dass das dicke Ende noch kommen werde. Die Einen rechnen mit einer Inflation, der einige Zeit später eine tiefe Rezession folgt. Andere rechnen direkt mit einer langen Rezession, mit inflationären oder deflationären Tendenzen. Sobald der Blick noch weiter in die Zukunft geht, wird es erst richtig düster: Demographische Schieflagen, die Verknappung der Ressourcen, klimatische Veränderungen, das Ende des unbegrenzten Wachstums, das Ende der Wohlfühlgesellschaft und das Ende des Kapitalismus werden beschrien. China als neue moralfreie Wirtschafts- und Weltmacht, Russland als unberechenbarer Ressourcenlieferant, ein Iran, der Atomraketen baut – die Liste der negativen Szenarien will einfach nicht abreißen.
 
(Ich möchte kurz anmerken, dass ich bei weitem nicht so negativ gestimmt bin! Ich bin ein antizyklisch denkender Mensch. Dazu aber in den nächsten Wochen und Monaten mehr, da dies ein anderes Thema ist.)
 
Wenn in so einer emotional belasteten Situation die Fed auch noch wagen sollte, die Zinsen anzuheben – ganz böse. Das ist alles sicherlich etwas überspitzt dargestellt, aber es soll deutlich machen, wie die Börsianer zurzeit ticken. Diese Rally wird von vielen nur als vorrübergehender „Fehler“, als eine seltsame Blüte des Marktes angesehen.
 
Das Problem ist, wenn die Menschen so denken, sind sie alle sehr gerne bereit, bei kleinsten Anlässen die Reißleine zu ziehen und auszusteigen. Und eben aus diesem Grund ist die Frage „Zinserhöhungen oder nicht?“ so brisant.
 
Ähnlichkeiten zu 2004
 
Wir hatten diese Situation bereits schon einmal, nämlich im Jahr 2004. Damals hat auch die Sorge um die Zinserhöhungen den Aufwärtstrend erst einmal beendet. Damals war die Stimmung ähnlich trübe. Also, was aus Sicht der Rally nicht passieren darf, ist, dass die Märkte Angst bekommen, die Fed werde die Zinsen anheben. Noch schlimmer wäre es, wenn die Märkte denken, die Fed erhöht die Zinsen nicht aufgrund guter wirtschaftlicher Rahmendaten, sondern lediglich um eine Inflation zu bekämpfen.
 
Das Thema des ersten Halbjahres 2010

Damit ist fast sicher, dass das Thema „US-Leitzinserhöhungen“ in den kommen Monaten unser ständiger Begleiter sein wird. Umso gespannter bin ich auf die US-Arbeitsmarktdaten, die am Freitag veröffentlicht werden. Es wird mit einem weiteren Rückgang des Abbaus von Arbeitsplätzen gerechnet. Mich würde interessieren, wie der Markt auf sehr positive Nachrichten vom Arbeitsmarkt reagieren wird. Sollte er in einer ersten euphorischen Reaktion anziehen, um anschließend wieder einzubrechen, wäre das ein Beleg dafür, dass Zinserhöhungsängste bereits jetzt den Markt regieren. So oder so, die „neu geschaffenen Stellen“ werden der Dreh- und Angelpunkt in dieser Woche. Ich glaube somit nicht, dass der Markt vor diesen Zahlen noch größere Sprünge macht.
 
Viele Grüße
 
Jochen Steffens

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