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Eine kritische Woche im Zeichen der Banken
heute von Torsten Ewert
 
Aufgrund seiner Erkältung muss Jochen Steffens auch heute noch das Bett hüten. Daher lesen Sie heute einen Auszug aus dem jüngsten Wochenupdate der Stockstreet Investment Strategie von Torsten Ewert.
 
 
Verehrte Leserinnen und Leser,
 
in der vergangenen Woche standen in den USA die Banken im Mittelpunkt. Genau genommen begann es schon am vorangegangenen Freitag. JP Morgan Chase, inzwischen Amerikas größte Bank (gemessen an der Marktkapitalisierung) war aufgrund ihrer Zurückhaltung bezüglich toxischer Wertpapiere vergleichsweise glimpflich durch die Finanzkrise gekommen. Dies und die Übernahme der angeschlagenen Investmentbank Bear Stearns im Frühjahr 2008 umgaben das Geldhaus und seinen Chef, Jamie Dimon, mit einem gewissen Nimbus.
 
Bankenpatzer und Bonusschock
 
Umso mehr schockte die Börsianer die Nachricht vom Freitag vorletzter Woche, dass die Bank unerwartet hohe Verluste im Kreditgeschäft eingefahren hat. Da konnte auch der im Investmentgeschäft erreichte Gewinn nicht mehr trösten.
 
Etwas Entspannung brachte am Dienstag (am Montag war Feiertag in den USA) die Citigroup, die zwar – erwartungsgemäß – einen Milliardenverlust verkündete, aber im kritischen Kreditgeschäft zurückgehende Verluste verzeichnete. Auch die Hoffnung, dass andere Unternehmen, z.B. IBM, ein Gewinnwachstum verkünden könnten, trieb am Dienstag zunächst die Kurse.
 
Doch am Mittwoch schon drehte die Stimmung wieder. Schuld war Morgan Stanley, deren Quartalsgewinn hinter den Erwartungen der Analysten zurückblieb. Trotzdem schrieb die Investmentbank allerdings üppige Bonusschecks für ihre Angestellten aus: Um satte 31 % auf über 14 Milliarden beläuft sich die Prämiensumme für 2009.
 
Die nackten Zahlen selbst wären vielleicht noch nicht einmal so schockierend. Doch sogar für die sonst nicht zimperliche Wall Street hat Morgan Stanley deutlich überzogen. Denn dieser Betrag entspricht sage und schreibe 64 % des Gesamtumsatzes des Jahres. Üblich sind dagegen – immer noch respektable – 45 bis 50 %...
 
Schlechtes Timing bei Morgan Stanley
 
Das Timing dafür hätte nicht schlechter sein können. Als hätte Barack Obama nur darauf gewartet, stellte er am Donnerstag den schockierten Bankern Pläne vor, nach denen sowohl die Größe der Institute als auch deren Ausmaß risikoreicher Geschäfte begrenzt werden soll. Folgerichtig gehörten Finanztitel danach zu den größten Tagesverlierern an der Wall Street. Die hohe Gewichtung der Titel in den großen Indizes zog dementsprechend auch den gesamten Markt mit nach unten.
 
Damit rücken die immer noch vorhandenen Probleme der Banken wieder in den Fokus der Anleger. Wie sehr, zeigt die Entwicklung der Risikoeinschätzung der Märkte für große US-Banken (siehe Grafik).
 
 
Quelle: markit
 
Im vierten Quartal 2009 haben die Risikoaufschläge für große US-Banken, gemessen an den Spreads ihrer Credit Default Swaps (CDS; = „Kreditversicherung“), zunächst deutlich nachgegeben, zuletzt auch für den „Wackelkandidat“ Bank of America. Doch bereits in der vorletzten Woche, also vor Bekanntgabe der oben genannten Zahlen, zogen die Notierungen unvermittelt an (rotes Rechteck).
 
Ben Bernanke hängt in der Luft
 
Und noch eine weitere Bank gerät unvermittelt in den Mittelpunkt des Interesses: die US-Notenbank. Fed-Chef Ben Bernanke hat nämlich immer noch nicht die offizielle Nominierung für seine zweite Amtszeit in der Tasche. Obwohl er im Dezember die Nominierung des Bankenkomitees des Senats erhielt, muss er noch durch eine offizielle Abstimmung im Senat.
 
Hier scheint alles auf eine Kraftprobe zwischen den Republikanern, der Fed und der US-Regierung hinauszulaufen. Die Senatoren werden nämlich voraussichtlich erst in dieser Woche endgültig abstimmen. Allerdings läuft Bernankes erste Amtszeit bereits am 30. Januar 2010 aus. Kommt es zu weiteren Verzögerungen oder erreicht Bernanke nicht die notwendige Stimmenzahl (beim Votum des Bankenkomitees zeigte sich mit 16:7 Stimmen für Bernanke eine ungewöhnlich hohe Ablehnung), steht die Fed ab Februar schlimmstenfalls führerlos da...
 
Alles zusammen setzte die Märkte zuletzt deutlich unter Druck. In der Stockstreet Investment Strategie wiesen wir im vorigen Wochenupdate auf die Gefahr eines Fehlausbruchs im S&P 500 hin – jetzt ist er da (rote Ellipse im folgenden Chart).
 
 
Quelle: MarketMaker
 
Beginnt jetzt die Seitwärtsbewegung?
 
Nun scheint eine kurze Gegenbewegung einzusetzen, aber der schmale blaue Kanal wird vermutlich nicht halten. Ziel der ersten Konsolidierungswelle ist daher die untere blaue Linie. Die 1.200 Punkte rücken dagegen für die nächste Zeit in weite Ferne.
 
Kurzfristiger orientierte Anleger können nun schwächere Positionen weiter reduzieren oder eine enge Gewinnsicherung vornehmen. Beginnt nun die erwartete Konsolidierung/Seitwärtsbewegung, dann sollten Sie Liquidität für einen späteren Wiedereinstieg haben.
 
 
Mit besten Grüßen
 
Torsten Ewert
 


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