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Mitten im Sumpf
von Jochen Steffens
 
Wie am Montag gesagt, um wieder in den Markt zu finden, beschäftigen wir uns in dieser Woche mit dem charttechnischen Gesamtbild. Kommen wir damit zu den US-Indizes, respektive dem Dow Jones. Wie ich bereits vor geraumer Zeit geschrieben habe, liegt grob zwischen der 10.000-Punkte-Marke und der 11.000-Punkte-Marke der Hauptwiderstandsbereich des Dow Jones der letzten 10 Jahre:
 
 
Wie Sie sehen können, ist der Dow Jones an einer Widerstandslinie bei 10750 abgeprallt, die bereits in den Jahren 2004-2007 höchst relevant gewesen ist (siehe rote Pfeile), aber auch sonst immer wieder eine Rolle spielt(blaue Pfeile). Wir befinden uns damit zurzeit im Kernbereich der großen Widerstandszone (hier blau eingezeichnet). Schaut man sich die Entwicklung der letzten 10 Jahre an, so liegt der Schluss nahe, dass wir auch dieses Mal in diesem Bereich erst einmal eine Konsolidierung sehen werden, die durchaus auch länger anhalten kann. Auch das passt wiederum zu den anderen, hier vorgestellten Hinweisen.
 
Kurz: Im Dow Jones befinden wir uns zurzeit mitten im seit Jahren bekannten Widerstandssumpf…
 
Target-Trend-Methode im DAX und wie es weiterging
 
Vielleicht erinnern Sie sich, am 22. Dezember hatte ich Ihnen einen Target-Trend-Methode-Chart des DAX vorgestellt. Nun möchte ich Ihnen natürlich nicht vorenthalten, wie es weiterging.
 
Alte Version vom 22.12.09:
 
 
Hierzu hatte ich geschrieben:
 
Wir sehen, dass der Dax mit dem Überwinden der 5.852er Marke in ein neues Rechteck eingetreten ist. Zielmarke ist damit zunächst die 6.115-Punkte-Marke, also die obere Kante des neuen Rechtecks.“ Und etwas später: „Um den weiteren Verlauf zu analysieren, muss nun lediglich das Verhalten des DAX an den jeweiligen Rechteckkanten bewertet werden. Bricht er zum Beispiel, ohne die Ausbruchslinie bei 5.851 zu testen, dynamisch die 6.115er Marke, wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch die 6.380er Marke sofort angelaufen.“ (Nachzulesen im Archiv des Steffens Daily auf www.stockstreet.de)
 
Hier nun, wie sich der Chart weiterentwickelt hat:
 
 
Er ist, wie erwartet, fast punktgenau an die 6.115er Marke gelaufen. Allerdings ging die Dynamik spätestens mit Überwinden der Mittellinie deutlich zurück.  Mit jedem zögerlichen Tag wurde aber das Erreichen des oberen, roten Alpha-Target unwahrscheinlicher. Zum Schluss hätte der DAX schon fast senkrecht ansteigen müssen.
 
Er startete zwar einen Versuch, doch daraus wurde eine Umkehrkerze, die nun endgültig die seit Tagen zu erkennende Schwäche bestätigte. Mit dieser Umkehrkerze und deren Bestätigung war klar, dass das Target nicht mehr angelaufen wird. Und das wiederum war ein klares Zeichen von Schwäche, die eben auch auf ein zumindest vorläufiges Ende des Trends (rote Linien) hinweist.
 
Wenn nicht nach oben raus, dann wieder nach unten
 
Der DAX ist dann, wie zu erwarten war, nach unten an die 5.851er Marke gelaufen. Genau an dieser Marke drehte er, scheiterte jedoch bereits wieder an der Mittellinie (obere blaue gestrichelte Linie). Dort frühstückte er noch schnell ein kleines, eher unbedeutendes Beta-Target (gelb - Trendmittellinie / Mittellinie des Rechtecks) ab, um dann die 5.851er Marke nach unten zu brechen. Damit war dann folgerichtig wieder die untere Rechteckkante bei 5.585 Kursziel, welches auch in wenigen Tagen erreicht wurde. Und zwar, wie es sich gehört, in dem nächsten Alpha-Target (blau), das aus der Hauptaufwärtstrendlinie rot und der unteren Rechteckkante gebildet wurde. Dort hat der Kurs wieder gedreht und ist wieder erneut an die Mittellinie gelaufen. An dieser ist er heute zunächst abgeprallt.
 
Weitere Szenarien
 
Damit ergibt sich folgendes weiteres Szenario nach der Target-Trend-Methode: Sollte er nun an die 5.586er Marke zurückfallen, so wäre dies mit einem Trendbruch verbunden. Damit steigt dann auch die Gefahr, dass die 5.586er Marke fällt. Nächstes Kursziel wäre dann wieder die untere Rechteckkante des nächsten Rechtecks, die bei 5.328 Punkten liegt. Mit dem Bruch des Aufwärtstrends wäre dann auch die Schwäche, die sich an dem oberen Target gezeigt hatte, bestätigt. Die Folge wäre mindestens eine Seitwärtsbewegung. Wahrscheinlich liegt die untere Begrenzung dieser oberhalb der 5.328er Marke, da diese Marke für den DAX doch eine erhebliche Unterstützung darstellt  (siehe auch Steffens Daily vom Montag).
 
Sie sehen, insoweit greift alles ineinander.
 
Und was, wenn nicht?
 
Wenn alles so läuft, bestätigt sich das hier genannte Szenario weiter und weiter. Doch die Börse ist, das wissen wir alle, nie hundertprozentig vorhersehbar - egal was man auch für Bemühungen anstellt. Aber das ist auch der große Vorteil an der Target-Trend-Methode. Denn man merkt sofort, wenn irgendetwas nicht mehr so ist, wie es sein sollte:
 
Warnsignale
 
Überspringt der DAX doch noch die gestrichelte Mittellinie in den nächsten Tagen, erhält man bereits extrem früh ein erstes Warnsignal in der Art: „Hoppla, hier taucht gerade eine gewisse Stärke auf, Vorsicht!“.
 
Mit Überwinden dieser Mittellinie kommt sofort die obere Begrenzung des Rechtecks bei 5.851 Punkten wieder ins Spiel. Wird auch diese überwunden, geht es auf der Oberseite weiter. Gerade im Daytrading sind derart frühe Signale sehr wichtig, um kurzfristige Positionen Stück für Stück abzubauen, nämlich immer dann, wenn genau das nicht passiert, was passieren soll.
 
Fazit:
 
Sie sehen anhand des Charts, wie genau sich der DAX an die hier vorgegebenen Ebenen der Target-Trend-Methode hält, also an die Rechtecke und die Parallelen. Und mit diesem Beispiel ist auch eindrucksvoll belegt, dass diese Linien nicht nur im Nachhinein relevant sind, sondern auch in der Perspektive.
 
Durch die Vielzahl von Signallinien kann jeder, selbst in so einem kurzen Rahmen, relativ genau beurteilen, was gerade passiert, beziehungsweise wie man sich weiter zu verhalten hat.
 
Allerdings, und das war insbesondere nach dem Crash das Problem, braucht man dafür bereits eine gewisse Historie, in der die Linie eine Relevanz gezeigt haben. Durch den überaus starken Crash und den heftigen Trendwechsel im letzten Jahr, ist somit sogar die Target-Trend-Methode das erste Mal seit Bestehen etwas ins schwimmen geraten. Aber gut, wie oft kommt es zu so einem Crash…  
 
Viele Grüße
 
Jochen Steffens

US-Konjunkturdaten
von Jochen Steffens
 
 
Der ISM-Dienstleistungsindex stieg im Januar auf 50,5 Punkte. Analysten hatten jedoch mit 51,0 Punkten gerechnet, nachdem der Index im Vormonat bei 49,8 gelegen hatte.
 
 
Der Dienstleistungsindex umfasst rund 80% der US-Wirtschaft und ist somit eigentlich relevanter als der ISM-Index. Er rückt auch, seitdem er neu berechnet wird, immer mehr in den Fokus der Anleger. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum der Markt so verhalten auf diese Zahlen reagierte. Zunächst brachen die Kurse ein, wegen der nicht getroffenen Erwartungen, dann stieg der Markt, weil dadurch Zinserhöhungen unwahrscheinlicher wurden. Zum Schluss blieb der Markt uneinheitlich.

Wichtig wird der US-Arbeitsmarktbericht, der am Freitag veröffentlicht wird. Beim ADP-Bericht wurde lediglich ein Rückgang von 22.000 Stellen verzeichnet. Das ist der geringste Rückgang seit Januar 2008. Wie der Markt einen solchen Wert am Freitag auffassen würde ist angesichts der Sorgen um Zinserhöhungen höchst interessant. Hier könnten sich einige interessante Prognosen ergeben. Mehr dazu, am Freitag. 

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