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Die Euro-Satire
von Jochen Steffens
 
Vielleicht erinnern Sie sich noch. Ich hatte bereits vor Monaten auf die enge Korrelation zwischen dem Dollar und der Kursentwicklung der US-Indizes hingewiesen. Jede Schwäche des Dollars führte zu einem Kursanstieg der Indizes. Die Entwicklung des Dollar konnte demnach gut als Vorlaufindikator genutzt werden.
 
Vor einiger Zeit war die enge Korrelation aber auseinander gefallen. Der Dollar fing an, besonders gegenüber dem Euro, Stärke zu zeigen. Das hing unter anderem damit zusammen, dass die Probleme in der Euro-Zone zunahmen (Stichwort:  Griechenland).
 
Ich hatte damals die Frage aufgestellt, ob nun auch die US-Indizes auf die Stärke des Dollars reagieren werden, und es somit zu Kursrückgängen kommen würde. Sie erinnern sich, das war einer der Faktoren, die ich als Hinweis auf eine Konsolidierung genannt hatte. So hat sich die Situation weiter entwickelt:
 
 
Der Dow Jones - hier rot dargestellt - ist zeitversetzt der Dollar-Stärke (hier als Euro-Schwäche zu sehen) gefolgt. Würde man nun die Annahme zugrunde legen, dass die Korrelation weiter Bestand hat, müsste man zunächst mit einer Gegenbewegung zur Abwärtsreaktion rechnen, die sich etwas hinzieht. Anschließend sollte dann eine zweite Abwärtsbewegung folgen.
 
Wie immer sollte man eine solche Korrelation nicht überstrapazieren. Sie kann nur ein Hinweis unter vielen sein. Gerade in dem obigen Beispiel ist die Aussagekraft eingeschränkt, da die Gleichförmigkeit der Bewegungen eigentlich bereits gestört ist. Sollte die aktuell startende Gegenbewegung jedoch wieder in sich zusammenbrechen, muss mit einer zweiten Abwärtswelle gerechnet werden.
 
Schwacher Euro gut für den Export
 
Interessant ist, dass sich die Probleme, die der Euro durch Griechenland und andere in wirtschaftliche Not geratene Mitgliedstaaten der EU bekommen hat, eigentlich ganz positiv auswirken.
Ohne diese Probleme wäre der Euro vielleicht auf neue Rekordniveaus gestiegen. Diese Euro-Stärke wäre schnell zu einer Belastung für den Export geworden. Hier lassen sich übrigens fantastische „Verschwörungstheorien“ stricken – dazu gleich mehr.
 
Der Abwertungswettkampf
 
Ich hatte es hier vor einiger Zeit schon einmal geschrieben: Im Prinzip startete mit der Finanzmarktkrise eine Art Abwertungswettkampf der nationalen Währungen. Zum einen geht es darum, mögliche deflationäre Tendenzen zu bekämpfen, wichtiger ist es aber, der heimischen Industrie durch eine Abwertung der Währung einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil auf dem Weltmarkt zu verschaffen.
 
Achtung Satire: Die Euro-Bashing-Verschwörung
 
In der EU gab es nun das Problem, dass alle den Euro wollten, weil der Euro scheinbar der letzte sichere Währungshafen (neben den Rohstoffwährungen) zu sein schien. Das führte dazu, dass der Euro stieg und stieg. Doch auch die EU hat Probleme mit Deflation und ganz besonders auch damit, bei einem weiter steigenden Euro die eigenen Produkte auf dem Weltmarkt zu platzieren. Die Exporte gingen zum Teil dramatisch zurück. Hier musste was geschehen, nur was?
 
Es gab nur eine Möglichkeit: Das große Vertrauen in den Euro musste irgendwie erschüttert werden. Und da kam Griechenland gerade recht. Eine Gefahr für den Euro wurde heraufbeschworen (die sicherlich auch faktisch besteht). Gar von dem Ende der Währungsunion wurde geredet, und schon war der Euro nicht mehr Fluchtwährung Nummer 1 – perfekt inszeniert.
 
Die Lösung ex machina
 
Sobald die Krise größtenteils vorbei ist oder der Euro zu sehr abschmiert, wird schnell eine bereits fertig vorbereitete Lösung hervorgeholt und umgesetzt. Prompt ist das Vertrauen wieder hergestellt, die EU hat ihr vortreffliches Krisenmanagement bestätigt, und der Euro ist rehabilitiert. Die Welt ist wieder in Ordnung.
 
Leider befürchte ich, um wieder zurück zur Realität zu finden, dass diese „Verschwörungstheorie“ weit an der Realität vorbei geht. Zu durchtrieben und zu geschickt wäre ein solches Vorgehen. Oder was meinen Sie? Kann man ein derart vorausschauendes Denken von unseren EU-Politikern erwarten?
 
Hier endet also die Satire…
 
Es hat funktioniert - zunächst
 
Egal, ob gewollt oder ungewollt, der fallende Euro hat zunächst einen positiven Effekt auf den Export und wird sich somit auch positiv auf die deutsche Wirtschaft auswirken. Was natürlich nicht passieren darf ist, dass der Euro zu sehr abwertet oder tatsächlich die Euro-Zone auseinander fällt. Das könnte in der aktuell sowieso schon sehr angespannten Situation der Finanzmärkte und der Wirtschaft verheerende Folgen haben. Aber das ist ein ganz anderes Thema.
 
Viele Grüße
 
Jochen Steffens
 
Mit dem Kurseinbruch auf dem aktuellen Niveau bestätigt sich bereits die erste Prognose unseres Jahres-/Jahrzentsausblicks.

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