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Sorge um US-Arbeitsmarktbericht
von Jochen Steffens
 
Das mag der Markt natürlich nicht: Einen Tag vor den sehr wichtigen US-Arbeitsmarktdaten steigen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe unerwartet auf 480.000 an. Analysten hatten mit einem deutlich niedrigeren Wert von 460.000 Anträgen gerechnet.
 
 
Wie Sie in diesem Diagramm gut erkennen können, steigt mittlerweile sogar der Vier-Wochen-Schnitt wieder an (grüne Linie). Dieser Anstieg belegt die hier bereits im November geäußerte Vermutung, dass ein gewisser Teil der besseren Arbeitsmarktsituation in den USA dem Weihnachtsgeschäft zu verdanken war. Gleichzeitig wird damit widerlegt, dass es hauptsächlich die positivere Stimmung in der US-Wirtschaft gewesen sei, die neue Arbeitsplätze geschaffen hätte.
 
Doch trotzdem wird sich die Arbeitsmarktsituation in den USA auch weiterhin verbessern, allein die US-Konjunkturprogramme und die niedrigen Leitzinsen werden hier unterstützend wirken. Aber diese Zahlen erläutern auch, warum Obama nun, nach der Niederlage bei der letzten Wahl, seine Politik so deutlich auf die Schaffung von Arbeitsplätzen ausrichtet. Der US-Arbeitsmarkt wird DAS entscheidende Thema bei den nächsten Senats-Wahlen im November werden.
 
Angst vor weiteren schlechten Nachrichten
 
Nach Veröffentlichung dieser Zahlen befürchten die Anleger, dass auch der US-Arbeitsmarktbericht, der morgen um 14.30 Uhr (MEZ) veröffentlicht wird, enttäuschen könnte. Das führt dazu, dass zum einem kaum noch Käufer auf dem Parkett sind, und zum anderen kurzfristige Trader aussteigen. Der Markt hat also kaum eine Wahl und muss fallen. Ich schätze aber, dass zum Schluss hin die Schnäppchenjäger wieder auftauchen (dazu auch gleich noch mehr).
 
Arbeitsmarkt und Leitzinsen
 
Man muss hier jedoch unterscheiden: Der Markt fällt aktuell, weil morgen schlechtere Zahlen erwartet werden. Hier sind zurzeit die kurzfristigen Entwicklungen (US-Arbeitsmarktbericht) wichtiger als langfristige Überlegungen (US-Leitzinsen).
 
Mit diesen fallenden Kursen steigt somit die Wahrscheinlichkeit, dass dann, wenn tatsächlich schlechtere Zahlen veröffentlicht werden, der Markt nach der ersten Schock-Reaktion wieder nachhaltiger zulegen wird. Eben weil ein schlechterer US-Arbeitsmarktbericht die Zinserhöhungssorgen wieder etwas dämpfen wird. Und natürlich auch, weil die schlechteren Arbeitsmarktdaten morgen bereits eingepreist sind (buy the bad news).
 
Folgende Szenarien sind denkbar
 
Als Konjunkturdaten-Trader ergibt sich damit eine ganz interessante Situation: Grundsätzlich stehen die Chancen für bessere Kurse nach dem US-Arbeitsmarktbericht 3 zu 1.  
  1. Wenn die Zahlen besser als erwartet ausfallen, werden die Märkte erst eine kleine Erleichterungsrally starten.
  2. Wenn die Zahlen inn den Erwartungen ausfallen und die US-Märkte heute deutlich im Minus schließen, wird es ebenfalls zu einem solchen Anstieg kommen.
  3. Wenn die Zahlen schlechter ausfallen, wird es zunächst zu einem Einbruch kommen, der dann jedoch schnell wieder aufgekauft werden sollte.
Die andere Variante:
 
  1. Wenn die Zahlen deutlich bis extrem schlechter als erwartet ausfallen, könnten die Märkte im Zusammenhang mit anderen schlechten Nachrichten auch nachhaltiger einbrechen.
Wie tradet man Konjunkturdaten?
 
Solche Zahlen zu traden ist natürlich nur etwas für Trader, die intraday sehr schnell auf Marktveränderungen reagieren können. Das Folgende ist eine grundlegende Strategie, die allerdings zu jeder Zeit an die Marktgegebenheiten anpasst werden muss:
 
Der Trader geht vor den Zahlen, eventuell bereits heute, sofern sich ein Boden bei den US-Futures ausbildet, eine erste Position ein (genau das sind die oben genannten Schnäppchenjäger). Er wartet den US-Arbeitsmarktbericht ab. Sollte dieser besser als erwartet oder in den Erwartungen ausfallen, nimmt er die Gewinne mit, sobald die Aufwärtsdynamik der Erholungsrally abflacht.
 
Fallen die Zahlen schlechter als erwartet aus, und kommt es zu einer ersten negativen Reaktion, nimmt er eine zweite Position auf. Er setzt damit auf eine nachhaltigere Gegenreaktion im weiteren Verlauf des Tages (Freitag) oder in der nächsten Woche. In dieser Gegenreaktion wird er beide Positionen in zwei Etappen verkaufen.
 
Fallen die Zahlen zu schlecht aus, muss er aus der ersten Position möglichst schnell raus und wird einen Verlust realisieren.
 
Auf dem Blatt Papier sehr einfach
 
Das hört sich natürlich nun sehr einfach an. Leider, und das wissen Sie, kann an den Börsen immer auch alles das passieren, was nicht in die vorher minutiös ausgearbeitete Strategie passt. Doch das Risiko haben Sie als Trader immer.
 
Der einzige wirkliche Nachteil dieses Trades ist, dass wir uns im kurzfristigen Bereich in einem Abwärtstrend befinden und man sozusagen gegen den Trend tradet. Die Gewinnwahrscheinlichkeit für diese Strategie wäre deutlich höher, wenn wir auch im kurzfristigen Bereich einen Aufwärtstrend vorliegen hätten. Aber gut, wer sagt denn, dass Börse einfach ist. Man sollte aber bei der Bestimmung der Positionsgröße diesen Umstand einfließen lassen und entsprechend eng absichern.
 
DAX wie auf Schienen
 
Noch kurz zum gestrigen Target-Trend-Chart für Interessierte: Der DAX hat sich genau an das gestern favorisierten Szenario gehalten. Er ist an der Mittellinie bei 5.722 Punkten nach unten abgeprallt und hat folgerichtig nun sowohl den Trend (rote Linie) gebrochen, als auch im Anschluss an diesen Trendbruch die untere Grenze des Rechtecks bei 5.585 Punkten durchstoßen (siehe Steffens Daily gestern).
 
Das ist ein weiterer Beleg dafür, wie extrem genau diese Methode funktionieren kann und wie kurzfristig die Signale hintereinander liegen. Man hat sozusagen einen sehr konkreten Fahrplan zur Hand und kann jede Bewegung analysieren und entsprechend reagieren. Man schwimmt eben nicht, wie sonst, im Nichts der Charttechnik umher.
 
 
 
Aus klassischer Charttechnik bleibt nun nur noch das Tief vom 28.01.10 (siehe letzte lange rote Kerze). Hier könnte sich zum Beispiel ein sehr früher Boden in Form einer „W-Formation“ ausbilden – das muss beobachtet werden. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass die Kurse jetzt auch noch bis an die blaue Mittellinie bei 5.451 Punkten fallen. Eventuell wird vorher oder anschließend noch die obere Rechteckbegrenzung von unten getestet.
 
An der Mittellinie und weiter unten befinden sich ein paar untergeordnete Beta-Targets (gelb). Das nächste interessante Target wartet allerdings erst Mitte/Ende Februar (blau) bei 5.451 Punkten. Um das zu "aktivieren", muss meines Erachtens zunächst die 5.328er Marke anvisiert werden. Die Chance, dass diese Marke noch erreicht wird, ist natürlich durch den heutigen Kursverlauf hoch. Erst damit wäre das eigentliche Kursziel erreicht.
 
(Ein kleiner Hinweis für Charttechniker: Die grün gestrichelten Abwärtstrentlinien sind - gemäß der Target-Trend-Methode - Parallelen zu einem alten Abwärtstrend. Den aktuellen Abwärtstrend würde man nach der klassischen Charttechnik anders einzeichnen.)
 
Auf der Bullenseite
 
Da, wie oben beschrieben, für Freitag eigentlich die bullishen Szenarien überwiegen, muss man natürlich auch diese Szenarien in seine Betrachtungen einfließen lassen. Doch auch hier merkt man schnell, wenn es nicht mehr so läuft wie es sollte:
 
Sofern das obere Rechteck, also die 5.586-Punkte-Marke zurückerobert wird, wäre dies ein Zeichen der Stärke und damit ein erster Warnhinweis für die bearishe Seite. Wenn daraufhin auch noch die nächste blaugestrichelte Mittellinie bei 5.721 Punkten überwunden wird, wäre dies bereits ein deutlicheres Kaufsignal.
 
Hier finden sich also für einen Short-Trade schnell geeignete Ausstiegssignale. Zumal in der Nähe des Kursziels bei 5.328 Punkten die Luft auch so langsam dünn wird.
 
Da ich es nicht mit der Target-Trend-Methode übertreiben will, schließen wir hier diese sehr konkreten Betrachtungen, welche lediglich für sehr kurzfristig orientierte Anleger nützlich sind. Es ging schließlich eigentlich nur darum, zu zeigen, wie sich der Chart vom Dezember weiter entwickelt hat.
 
Viele Grüße
 
Jochen Steffens
P.S. Mehr zur Target-Trend-Methode finden Sie natürlich im Stockstreet Premium Trader
 

US-Konjunkturdaten
von Jochen Steffens
 
Die Industrieaufträge sind im Dezember um 1,0 % gestiegen. Analysten hatten mit einem Anstieg im Bereich 0,5 bis 0,9 % gerechnet. Im Vormonat waren die Industrieaufträge um 1,0 % gestiegen.

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