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Wichtige Signale, um Konsolidierungen erfolgreich zu traden
von Jochen Steffens
   
Zunächst möchte ich Ihnen einen der interessantesten US-Charts zurzeit vorstellen:
  
 
Der S&P500 hat nach dem Bruch seines Abwärtstrends diesen nun von oben mit einem langen Spike nach unten getestet. Das ist insoweit noch sehr bullish und entspricht den Regeln der klassischen Charttechnik. Wenn jetzt neue Aufwärtsdynamik aufkommen sollte, könnte die Rally auch noch viel weiter gehen. Die Entscheidung, wie es weiter geht, wird damit im S&P500 in den nächsten Tagen und Wochen fallen. Kommt es eben nicht zu diesem dynamischen Anstieg oder fallen die Kurse sogar in den Trend zurück, wird die Seitwärtsbewegung wahrscheinlicher. Und Sie wissen, das ist unser favorisiertes Szenario für die nächsten Monate.
 
Um den gestrigen Text quasi noch zu vervollständigen, gehe ich heute darauf ein, welche guten Einstiegssignale sich in einer Konsolidierung finden lassen:
 
Wie entsteht eine Konsolidierung?
 
Die spontane Antwort der meisten Anleger würde in etwa wie folgt lauten: Schlechte Nachrichten führen zu Kursrückgängen. Wenn das so einfach wäre. Erinnern Sie sich an die gerade hinter uns liegende Rally? Während die Kurse stiegen und stiegen, gab es eine Vielzahl schlechter Nachrichten. Doch das beeinflusste die Kurse nur wenig.
  
Schlechte Nachrichten und Kursverluste
 
Es scheint also Situationen zu geben, in denen schlechte Nachrichten zu Kursverlusten führen, und Phasen, in denen das nicht der Fall ist. Interessanterweise ist allein diese Feststellung bereits Grundlage eines überaus wichtigen und relativ verlässlichen Indikators für die Beurteilung eines Trends:
 
Steigen die Kurse trotz schlechter Nachrichten, ist das ein Zeichen dafür, dass der Trend sehr gesund und nachhaltig ist.
 
Umgekehrt bedeutet das jedoch auch: Wenn schlechte Nachrichten zu stärkeren Kursrücksetzern als gewohnt führen, stimmt etwas nicht mehr mit dem Trend.
 
Und das macht auch Sinn:  Betrachten wir dazu die Situation in den USA vor der aktuellen Konsolidierung. Nach der langen Rally war die Stimmung in den USA sehr bullish. Viele Anleger waren bereits investiert. Die meisten Anleger, die noch investieren wollten, suchten nach Aktien, die noch ein gutes Chance- / Risiko-Verhältnis hatten. Wenn Aktien sehr überkauft sind (das bedeutet, wenn sie schon einen langen, dynamischen Kursanstieg hinter sich haben) wird der erfahrene Börsianer kaum noch investieren. Er wird lieber auf eine Konsolidierung warten und somit erst einsteigen, wenn sich die überkaufte Situation wieder etwas abgebaut hat.
 
Zwischenfazit
 
Man kann also zusammenfassen, dass Konsolidierungen in einem starken Trend dann einsetzen, wenn schlechte Nachrichten auf eine überkaufte Situation treffen, in der die Masse neuer Käufer bereits auf tiefere Kaufkurse wartet.
 
Wie weit wird die Konsolidierung gehen?
 
Setzt die Konsolidierung ein, stellt sich sofort die Frage, wo kann man wieder einsteigen? Um das herauszufinden muss man verstehen, wie Anleger funktionieren. Dazu eine Grafik:
 
 
In blau ist der Aufwärtstrend eingezeichnet. Aktuell stehen wir in diesem Beispiel gerade bei der 80-Euro-Marke. Würde man zu diesem Zeitpunkt eine Umfrage starten, bei welchem Kursniveau die Anleger, denen die Aktie oder der Index bereits zu weit gelaufen ist,  einsteigen würden, würde sich wahrscheinlich eine solche Investitions-Traube bilden. Ein roter Punkt entspricht jeweils einer Antwort.
 
Die meisten Einstiegsniveaus finden wir oft bei älteren Hochs, die als Unterstützung dienen oder bei einer psychologisch wichtigen Marke (in diesem Fall z.B. die 50-Euro-Marke). Auch das hat psychologische Gründe. Die zu erläutern, würde hier aber zu weit führen.
 
Der Kurs fällt also. Im Bereich, in dem die meisten Anleger einsteigen wollen, wird diese erhöhte Kaufbereitschaft auf das immer noch vorhandene aber schon etwas nachlassende Verkaufsinteresse stoßen. Die Anleger, die verkaufen wollen, sehen sich mit einem großen Angebot der Käufer konfrontiert. Diese werden somit in der Lage sein, das komplette Verkaufsbedürfnis zu kompensieren.
 
Das Ende der Konsolidierung
 
Entsprechend werden sich die Kurse verhalten. Da am Anfang der Konsolidierung ein großes Verkaufsinteresse auf wenige Käufer trifft, werden die Kurse zunächst stark fallen. In der Nähe der Unterstützung sollte diese Abwärtsdynamik dann deutlich nachlassen, gleichzeitig sollte das Volumen deutlich anziehen. 
 
Hier haben wir damit erste Hinweise, die uns anzeigen können, ob eine Konsolidierung auf diesem Niveau einen Boden findet: Abfallende Dynamik bei gleichzeitigem Anziehen der Umsätze auf einem Kursniveau ist ein starker Hinweis darauf, dass die Konsolidierung in diesem Bereich endet.
 
Eine Ebene tiefer
 
Das Problem ist, dass an solch markanten, charttechnisch oder psychologisch wichtigen Marken oft auch viele Stopps liegen. Ich habe dazu ebenfalls eine Grafik erstellt:
 
 
Sie sehen, wie sich unterhalb der 50-Euro-Marke die Stopps (schwarze Punkte) drängeln. Auch das hat wiederum psychologische Gründe.
 
Für sich allein genommen werden diese Stopps wohl kaum Einfluss auf das in einem Aufwärtstrend stark angestiegene Kaufinteresse haben. Sie müssen bei diesen Grafiken bedenken, dass hier nur ein kleiner Ausschnitt der möglichen Transaktionen eingezeichnet ist. Viele Anleger werden ihre Investitionsentscheidungen erst im Laufe des weiteren Kursverlaufs treffen. Besonders Trader werden sich erst sehr kurzfristig zum Handeln entschließen, je nachdem, wie sich die konkrete Lage entwickelt.
 
Schlechte Nachricht trifft auf fragile Situation
 
Sollte jedoch beispielsweise zu dem Zeitpunkt, an dem sich der Kurs im Bereich dieser Unterstützung befindet, eine schlechte Nachricht veröffentlicht werden, kann das dazu führen, dass erneuter Verkaufsdruck aufkommt. Gleichzeitig werden viele Anleger aufgrund der Nachricht ihr Kaufinteresse zurückstellen und erst einmal abwarten. Der höhere Verkaufsdruck trifft damit auf viele Stopps, die ausgelöst werden und so ebenfalls zu Verkäufen werden. Entsprechend schnell bildet sich eine weitere dynamische Abwärtswelle, welche die Kurse mit hoher Wahrscheinlichkeit auf das nächste Unterstützungsniveau fallen lässt.
 
Zwei Einstiegssignale
 
Wenn diese schlechte Nachricht hingegen nicht zu weiteren Kursverlusten führt, wäre dies wiederum ein sehr starkes Zeichen dafür, dass interessierte Kreise die Aktie oder den Index als unterbewertet ansehen und bereits einsteigen. Auch das erkennt man am hohen Umsatz. Trifft beides zusammen, ist dies eines der sichersten Einstiegsignale.
 
Das Fehlsignal (False Break)
 
Gerne nutzen aber auch größere Player solche Unterstützungs-Niveaus aus. Besonders dann, wenn sie derart offensichtlich sind. Sie wollen in eine Aktie mit einer großen Summe einsteigen. Damit sie nicht ihre eigenen Kurse treiben, lösen sie erst einmal die Stopps aus, um die so entstehenden Verkaufsordern komplett aufzukaufen. Solche Aktionen sind oft leicht zu erkennen. Zunächst wir eine wichtige Marke gebrochen. Unter dieser Marke bildet sich plötzlich im Intradayverlauf unter großem Umsatz eine Umkehrformation. Das führt zu einer Tageskerze mit einem langen Docht nach unten (Spike). Auch das ist ein sehr interessantes Einstiegsignal.
 
Fazit
 
Mit diesem oben beschriebenen Wissen haben Sie eine Reihe höchst effizienter Signale und Hinweise zur Hand, um Konsolidierungen besser verstehen und einordnen zu können. Daneben ergeben sich einige funktionale Hinweise auf einen möglichen Einstiegszeitpunkt. Gleichzeitig erschließt sich damit aber auch, wie eng psychologische Faktoren mit den Lehren der klassischen Charttechnik verbunden sind. Es wäre fatal, Charttechnik ohne dieses Hintergrundwissen anzuwenden, denn das führt zu höchst unbefriedigenden Ergebnissen.
 
In diesem Sinne
 
Gute Trades
 
Ihr
 
Jochen Steffens 

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