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Nur kurze Atempause auf dem US-Arbeitsmarkt?
von Jochen Steffens
 
Ich möchte noch einmal auf den US-Arbeitsmarktbericht eingehen. Selbst nach der großen Erholungs-Rally der US-Indizes und den deutlichen Zeichen für eine Erholung der US-Wirtschaft scheinen die Unternehmen offenbar noch nicht bereit zu sein, in einem entsprechenden Umfang neue Arbeitnehmer einzustellen. In dem folgenden, längerfristigen Diagramm wird zudem deutlich, wie extrem der aktuelle Arbeitsplatzabbau im Zuge der Immobilien- und Finanzkrise ausgefallen ist.
 
 
Der US-Arbeitsmarkt wird eine Schlüsselrolle bei der weiteren Entwicklung der US-Wirtschaft spielen. Schließlich ist die US-Wirtschaft zu über 70 % von der Binnenkonjunktur und damit vom Konsum der US-Bürger abhängig. Die entscheidende Frage ist demnach: Wie geht es weiter?
 
Der Echo-Effekt
 
In dem Diagramm ist allerdings noch eine interessante Entwicklung zu erkennen: Nach einer starken Phase des Stellenabbaus folgt entweder noch eine zweite Phase, in der sich der Arbeitsmarkt schwächer zeigt, oder die gesamte Erholung zieht sich auf niedrigem Niveau noch über mehrere Jahre. Angesichts der Größe des aktuellen Stellenabbaus ist im weiteren Verlauf mit einem solchen Effekt zu rechnen.
 
Fundamentale Gründe geben Hinweise auf eine Echo-Abwärtswelle
 
Für eine solche Echo-Abwärtswelle sprechen auch fundamentale Überlegungen. Selbst wenn die US-Konjunkturprogramme und die Niedrigzinspolitik dazu führen, dass bald wieder neue Stellen in einem nachhaltigeren Umfang geschaffen werden, stellt sich die Frage was passiert, wenn diese Effekte nachlassen?
 
In der Geschichte der USA existiert dazu ein interessanter Vergleich: Der New Deal. Nach dem Börsencrash 1929 und in der folgenden Weltwirtschaftskrise hat Franklin D. Roosevelt 1933 den New Deal beschlossen. Ein Teil dieses New Deal waren umfangreiche Konjunkturprogramme. So wurden zum Beispiel 122.000 öffentliche Gebäude, eine Millionen Straßenkilometer, über 75.000 Brücken und 20 Staudämme (darunter auch der Hoover Staudamm) gebaut.
 
Als dann im Zuge dieser gigantischen Ausgaben die Staatsverschuldung auszuufern drohte, musste Roosevelt im Jahr 1937 die Konjunkturprogramme beenden. Und genau das führte zur sogenannten „Roosevelt-Depression“. Ab den Jahren 1940/41 ging die US-Wirtschaft dann im Zuge des 2. Weltkrieges in eine Kriegswirtschaft über, so dass leider nicht bekannt ist, wie sich die Situation unter normalen Bedingungen weiter entwickelt hätte.
 
Deutlicher Echo-Effekt auf die Arbeitslosenzahlen
 
Schaut man sich die Anzahl der Arbeitslosen in dieser Zeit an, kann man deutlich erkennen, wie sich die Kürzung der Staatsausgaben im Jahr 1937 auf den US-Arbeitsmarkt ausgewirkt hat:
 
 
Nachdem es zunächst mit dem Start des New Deals zu einem schrittweisen, aber immer nachhaltigeren Abbau der Arbeitslosenzahlen gekommen war, schnellten die Zahlen im Jahr 1938 in der Roosevelt-Depression wieder auf über 10 Millionen nach oben.
 
Ein ähnlicher Effekt ist zu erwarten, wenn die aktuellen Konjunkturmaßnahmen der USA bei gleichzeitiger Beendigung der Niedrigzinspolitik zurückgeführt werden. Ersteres wird notwendig werden, um die ausufernden Staatsausgaben in den Griff zu bekommen. Sollte das nicht geschehen, würden die USA über kurz oder lang in eine tiefe Depression verfallen (Stichwort Staatsbankrott), was ebenfalls einen dann wohl verheerenden Anstieg der Arbeitslosigkeit in den USA zur Folge hätte.
 
Fazit:
 
Es ist zu erwarten, dass der US-Arbeitsmarkt auch in dieser Krise nach einer Erholung noch eine zweite Schwächephase erleben wird. Angesichts der Größe dieser Krise, könnte diese zweite Schwäche entsprechend heftig ausfallen oder aber über einen längeren Zeitraum andauern.
 
Auch auf die Börsen sollte sich eine solche zweite Schwäche-Phase belastend auswirken. Es muss zwar nicht zu einem neuen Crash oder neuen Tiefs kommen, in dieser Zeit sollte man jedoch auch nicht mit einer nachhaltigen Rally rechnen. Sobald sich also abzeichnet, dass die US-Konjunkturprogramme auslaufen, sollten Sie sich auf eine harte Zeit an den Börsen einstellen.
 
Viele Grüße
 
Jochen Steffens

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