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Ben Bernanke beruhigt die Märkte
von Jochen Steffens
 
Seltsame Nachrichten hört man aus den USA:
 
Die Fed hat eine Zusammenfassung der Entscheidungen der Fed-District-Banken veröffentlicht. Demnach haben die Fed-Distrikt-Banken von St. Louis und Kansas City bereits am 14. Januar vorgeschlagen, den Diskontsatz anzuheben. Thomas Hoening und James Bullard, die Chefs dieser Banken, argumentierten mit den verbesserten Rahmenbedingungen an den Finanzmärkten. Sie sind aber auch dafür bekannt, dass sie generell zu den energischsten Vertretern einer strafferen Geldpolitik gehören. Die restlichen 10 Fed-District-Banken haben sich zunächst gegen eine solche Erhöhung des Diskontsatzes ausgesprochen, da die die US-Wirtschaft noch zu schwach sei, um höhere Zinsraten zu verkraften.
 
Nach längeren Diskussionen am 26. und 27. Januar, also im Rahmen der letzten Fed-Zinssitzung, fingen die restlichen District-Banken offensichtlich an, in ihrer Meinung zu schwanken. Letzte Woche kam es, wie berichtet, zu einer Anhebung des Diskontsatzes um 50 Basispunkte auf 0,75 Prozent.
 
Ein weiteres Indiz dafür, dass die Medien falsch liegen
 
Nun, Sie wissen, dass ich immer noch nicht an diese Behauptung glaube, die Problem in Europa und den PIIGS Ländern seien schuld an den Kursrückgängen in den USA. Ich zeige Ihnen zu dieser Nachricht einfach mal einen Chart des S&P500:
 
 
Hier ist der 14.01.10 eingezeichnet. Der Einbruch an den Märkten fand also unmittelbar im Anschluss an die Forderungen der beiden Fed-Banken statt. Ich denke, das ist schon sehr deutlich.
 
Wiederwahl Ben Bernankes
 
Ich frage mich derweil, ob das ganze Theater nicht sogar mit der Wiederwahl Ben Bernankes zu tun hat, die am 28.01.10 stattfand. Man könnte zum Beispiel vermuten, dass die beiden Falken, Thomas Hoening und James Bullard, Ben Bernanke Druck gemacht haben, den Diskontsatz zu erhöhen – ansonsten würde es Probleme geben.
 
Vor der Wiederwahl am 28.01.10 haben diese sich bei der Fed-Leitzinssitzung ruhig verhalten, um die sowieso schon kritische Wiederwahl nicht zu gefährden. Mit der vorsichtigen Ankündigung dieser Erhöhung am 10.02.10 vor dem Kongress hat Bernanke, quasi als Gegenleistung, zunächst den Boden vorbereitet. Am vergangenen Donnerstag war der Spuk an den Märkten dann mit der eigentlichen Erhöhung dann vorbei.
 
Aber - das alle muss, wie so oft, Spekulation bleiben.
 
Ben Bernanke versucht die Märkte zu beruhigen
 
Heute hat Ben Bernanke vor dem US-Repräsentantenhaus vor Rückschlägen für das Wachstum der US-Konjunktur gewarnt. In diesem Zusammenhang bekräftigt er erneut, den US-Leitzins für eine längere Zeit niedrig belassen zu wollen. Der Ausstieg werde an „irgendeinem Punkt“ erfolgen, um Inflationsgefahren entgegen zu wirken.
 
Zwar sprach Bernanke wieder von einer aufkeimenden Erholung der US-Wirtschaft, aber er wies gleichzeitig darauf hin, dass ein großer Teil des Wirtschaftswachstums darauf zurückzuführen sei, dass Unternehmen zunächst Lagerbestände abgebaut hätten und die Produktion nun entsprechend nachzieht. Es müsse nun noch zu einer Belebung der privaten Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen kommen. In diesem Zusammenhang ging er auch auf den US-Arbeitsmarkt ein, der seiner Aussage nach sich immer noch sehr schwach zeige. Es sei besonders besorgniserregend, dass auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen zunehme. Mittlerweile seien mehr als 40 Prozent der Arbeitslosen mehr als sechs Monate ohne Arbeit.
 
Damit geht er auf die Probleme ein, die ich hier schon seit Monaten beschreibe: Der schwache US- Arbeitsmarkt wirkt sich belastend auf den US-Konsum aus. Hierin liegt die Gefahr, dass wir noch einmal ein weiteres Eintauchen in eine Rezession erleben.
  
Zinserhöhungen unwahrscheinlich?
 
Insgesamt hinterließen die Aussagen Ben Bernankes den Eindruck, dass die wirtschaftliche Situation in den USA noch nicht eine baldige Zinserhöhung rechtfertigt. Zudem betonte er, dass die Anhebung des Diskontsatzes kein geldpolitisches Signal gewesen sei. Vielmehr sollten die Finanzinstitute dazu gebracht werden, sich nicht mehr bei der Fed, sondern bei anderen Banken die benötigten Mittel zu besorgen. Damit ging er explizit auf die Gerüchte und Vermutungen ein, die seit der Erhöhung des Diskontsatzes im Markt gewesen sind.
 
Die Märkte nahmen es entsprechend freundlich auf. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, spricht das dafür, dass die Unterkante des Gaps (siehe Steffens Daily von gestern) hält. Dann könnte es schnell wieder deutlich bullisher aussehen.
 
Insgesamt bleibe ich jedoch dabei. Wenn die US-Konjunkturdaten, die mit der Inflation zu tun haben, weiter eine zunnehmende Inflation anzeigen, werden wir wahrscheinlich noch im Sommer dieses Jahres erste Zinserhöhungen sehen.
 
Viele Grüße
 
Jochen Steffens

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