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Dementis und der DAX
von Jochen Steffens
  
Nach einem Bericht des Spiegels, der sich auf die BAFIN beruft, sollen deutsche Banken Staatsanleihen Portugals,
Italiens, Irlands, Griechenlands und Spaniens im Wert von 522,4 Mrd. Euro halten. Das entspräche rund 20 Prozent der Auslandsforderungen deutscher Banken. Die HRE soll sogar ihr Engagement in Griechenland von März bis September 2009 um fast 50 % aufgestockt haben und mit insgesamt 9,1 Mrd. Euro das mit Abstand größte Griechenland-Portfolio besitzen. Ebenfalls wird in diesem Spiegelbericht von einem Hilfspaket für Griechenland in Höhe von 25 Mrd. Euro geredet. Deutschland solle bis zu 5 Mrd. Euro zahlen.
 
Doch daraufhin hagelte es Dementis: Die Bundesregierung und die EU haben Berichte über das Hilfspaket dementiert. Die HRE dementierte, dass sie im Jahr 2009 ihr Engagement aufgestockt habe.
 
Fakt bleibt, eine kollektive Pleite Griechenlands, Italiens, Irlands, Spaniens und Portugals könnte auch deutsche Banken massiv in Bedrängnis bringen, gerade in der sowieso schon angespannten Situation auf den Finanzmärkten.
 
Positiv ist jedoch, dass eben diese Auswirkungen bereits breit diskutiert werden. Kritisch wird es nur, wenn Auswirkungen unterschätzt werden. Das war auch der Fehler, der bei der Pleite von Lehman Brothers gemacht wurde. Wären die Auswirkungen vorher diskutiert worden, hätte die US-Regierung auch Lehman Brothers aufgefangen.
 
Zum DAX
 
Nach dem Verfallstag muss ein wenig abgewartet werden, wie sich die Märkte weiter entwickeln. Selbst der DAX-Chart drückt sich noch vor einer Entscheidung:
 
 
Diese Prognose hatte ich Ihnen bereits vorgestellt. Es ging hier um zwei Szenarien. Das erste Szenario hatte ich als grünen Linien eingezeichnet. Sie sehen, dass der DAX doch erst etwas später an die blaue Nackenlinie gelaufen ist. Allerdings ist dieser Anstieg auch nicht derart schwach, dass entsprechend des zweiten Szenarios die mögliche inverse Schulter-Kopf-Schulterformation bereits hinfällig ist. Hier ist also leider noch alles möglich.
 
Witzig ist, dass es aus charttechnischer Sicht fast bullisher wäre, wenn der DAX zunächst wieder auf die 5.600er Marke zurückfällt und dort das Gap (grünes Rechteck) schließt, bevor er die blaue Nackenlinie überwindet. Ansonsten droht die Gefahr, dass die aktuelle Aufwärtsbewegung lediglich eine Flagge in einer größeren Abwärtsbewegung darstellt, welche die Kurse auch noch einmal in die Nähe der 5.000-Punkte-Marke treiben könnte.
 
Bearish wird es demnach - und daran hat sich nichts geändert - wenn die untere Linie des Gaps nachhaltig nach unten gebrochen wird.
 
Viele Grüße
 
Jochen Steffens
 
P.S. Am 5 & 6 März findet die Deutsche Anlegermesse in Frankfurt statt. In diesem Jahr sind auch wir, die Stockstreet GmbH, Medienpartner. Zwar haben wir in diesem Jahr noch keinen Stand dort, aber vielleicht trifft man sich ja auch so dort. Ich würde mich freuen.

Kostenlose Eintrittskarten können Sie unter folgendem Link anfordern:
 

Die Investment-Strategie beweist wieder einmal, wie richtig ihr Grundsatz ist:
 
Eine klare Strategie ist wertvoller als die Auswahl der Einzelwerte
 
Trotz der Panik um die PIGS-Staaten hat das Depot unserer Stockstreet Investment-Strategie, das 2009 nur aufwärts kannte, nun die Panik um die PIGS-Staaten unbeschadet überstanden hat.
 
 
 

Die Übernahme-Saison hat begonnen
von Torsten-Ewert
 
Verehrte Leserinnen und Leser,
 
die Anlegergemeinde braucht immer wieder neues Futter. Nach der Jahresendrally und der Griechenland-Krise wird nun ein neues Thema gesucht, mit dem sich Investoren, Spekulanten und Trader eine Weile beschäftigen können.
 
Übernahmen regen die Fantasie an
 
Dazu bieten sich derzeit Übernahmegerüchte an. Ähnlich wie die bekannte Kinderüberraschung haben sie eine Reihe von Vorteilen: Insider können ein wenig mit der Fantasie der Anleger spielen, die Investoren werden eine Zeitlang unter Spannung gehalten und können sich in süßen Träumen wiegen – wer aber am Ende tatsächlich das Bonbon, äh die Schokolode bekommt, ist häufig ungewiss.
 
Betrachten wir dazu ein Beispiel der jüngsten Zeit:
 
Seit geraumer Zeit kursieren zum Beispiel Übernahmegerüchte über MAN. Der Hintergrund: VW hält mit 29,9 % den größten Einzelanteil an dem Motoren- und Nutzfahrzeugbauer. MAN seinerseits hält 17 % an Scania an denen auch VW mit 70 % beteiligt ist. VW selbst hat eine Nutzfahrzeugsparte, und Beobachter halten es daher für ausgemacht, dass VW oder besser dessen graue Eminenz, Ferdinand Piech, aus VW, MAN und Scania einen neuen großen Mitspieler unter dem VW-Dach schaffen will.
 
Der Fall MAN
 
VW hätte damit zwölf Marken und damit das Dutzend endlich voll. Die Wolfsburger haben derzeit ohnehin Oberwasser: 2009 haben sie mitten in der Krise und gegen den Branchentrend einen Absatzrekord erzielt und ihren weltweiten Marktanteil um über ein Prozent erhöht. Bei der Porsche-Übernahmeschlacht haben sie die sonst so cleveren Schwaben ausgetrickst und mit Suzuki haben sich jüngst einen Partner ins Boot geholt, der vor allem für günstige Kleinwagen bekannt ist. Damit will VW vor allem auf den Schwellenländermärkten punkten, auf den sie allerdings jetzt schon besten positioniert sind.
 
Die Erfahrung lehrt, dass gerade in derartig erfolgsverwöhnten Phasen Manager dazu tendieren, derartige Expansionen voran zu treiben. Schließlich bestätigt der Erfolg ihre bisherige Strategie und auch Aktionäre und Finanzexperten sind dann eher gewillt, große Projekte wohlwollend zu bewerten.
 
Und so fehlen natürlich auch nicht die üblichen Analysteneinschätzungen, die z.B. allein bei einer Fusion von MAN und Scania die Synergieeffekte auf bis zu 500 Millionen Euro auf Sicht von drei Jahren beziffern. Das wären immer hin fast 50 % des Rekordgewinns aus dem Jahr 2008 – eine beachtliche Summe. Auch der Unternehmenswert wird, konservativ geschätzt, mit gut 10 Mrd. Euro angegeben. bezogen auf die 147 Millionen im Umlauf befindlichen Aktien entspräche das einem rechnerischen fairen Wert von ca. 69 Euro. Gegenüber dem aktuellen Kurs von über 54 Euro entspräche das einem Potenzial von immerhin 27 %!
 
Die Piech-Strategie: Immer für eine Überraschung gut
 
Doch es gibt für den alten Fuchs Piech eine Reihe von Optionen, mit denen er sich MAN einverleiben könnte. Erfahrungsgemäß ist er zudem immer für eine Überraschung gut. So gibt es beispielsweise Gedankenspiele, im Rahmen einer Kapitalerhöhung bei MAN die Scania-Anteile von VW gegen neue MAN-Aktien zu tauschen, wobei VW bei MAN auf einen mehr als 50 %igen Anteil kommen würde.
 
Ob allerdings die anderen Aktionäre, darunter eine Reihe von großen Fonds, sich dann so ohne Weiteres mit einer Verwässerung ihres Anteils zufrieden geben würden, darf zumindest bezweifelt werden. Zumal sie sich mit VW in der Porsche-Übernahmeaffäre schon mal die Finger verbrannt haben und sicher alles daran setzen werden, sich nicht ein zweites Mal austricksen zu lassen.
 
In dieser Woche kamen zudem die 2009er Zahlen von MAN auf den Tisch. Sie lagen zwar so etwa in den Erwartungen (je nach dem, wen man fragt), aber insbesondere der Ausblick war eigentlich wenig erheiternd: Das Nutzfahrzeuggeschäft, dass bis 2008 der Überflieger war fuhr im vergangenen Jahr einen Verlust ein. Auch für 2010 sieht MAN keine Verbesserung. Außerdem gehen die Bestellungen auch in den anderen beiden Bereichen Turbo und Diesel zurück, die also hauptsächlich vom Auftragsbestand leben. Einziger Lichtblick: ein wichtiger Kraftwerksauftrag aus Brasilien, der eine gewisse Grundauslastung für ein Jahr sichert.
 
Im Zweifelsfalle die Charts befragen
 
Die Fundamentalwerte sind also eher durchwachsen, einzig die Übernahmefantasie spräche für ein Engagement. Was macht ein Anleger nun in dieser Situation? Im Zweifelsfall die Charts befragen!
 
 
Quelle: MarketMaker
 
Im Chart ist schön zu erkennen, dass die MAN-Aktie (schwarze Linie) trotz der Verluste seit November immer noch immer besser als der breite europäische Markt (rote Linie) läuft. Besonders bemerkenswert: Als der Markt im Januar seine Abwärtsbewegung begann, fand die MAN-Aktie einen vorläufigen Boden und steigt seitdem wieder kräftig (grün). Dabei konnte sie zudem die wichtige 50-Euro-Marke verteidigen.
 
Fazit
 
Trotz der wenig ermutigenden Aussichten und unklarer Perspektiven bezüglich der vermuteten Übernahme durch VW zeigt die MAN-Aktie in den letzten Wochen eine erstaunliche Stärke gegen den Markt. Dies und wichtige andere charttechnische Anzeichen deuten darauf hin, dass hier tatsächlich interessierte Adressen Schwächephasen zu Käufen nutzen – eine interessante Konstellation für Trader.
 
Dies nährt die Übernahmespekulationen. Doch auch angesichts der jüngsten Kursgewinne ist die Aktie für Langfrist-Investoren durchaus interessant. Denn mit Überwindung der Krise und Rückkehr in Richtung früherer Ergebnisse erscheint MAN durchaus attraktiv bewertet. Zumal die Augsburger über ihre Beteiligung auch in den Schwellenländern vielversprechend positioniert sind. Die VW-Übernahmefantasie gibt es für geduldige Anleger quasi gratis dazu ...
 
 
Mit besten Grüßen
 
Torsten Ewert

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