In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Apple erreicht die 100-Dollar-Marke, doch der Chart sendet noch keine verlässlichen Signale ...
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Ich habe nun so viele Mails zum Thema „Apple - und wie geht es weiter mit dem Kurs?“ erhalten, dass ich darauf eingehen will. Aber ich möchte zuvor eines anmerken. Nur weil ich vor der letzten großen Konsolidierung der Apple-Aktie genau am Hoch geschrieben habe, dass die Rally nun vorbei sei und es anschließend zu einem 50-Prozent-Einbruch gekommen ist, heißt das keinesfalls, dass ich eine „Apple-Experte“ bin!

Damals lag eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS) vor und die Apple-Aktien-Euphorie war atemberaubend. Eine klare SKS und eine Aktien-Euphorie – das waren vergleichsweise eindeutige Signale, und deswegen hatte ich Sie damals gewarnt.

Und jetzt?

Aktuell gestaltet sich die Situation etwas anders. Apple hat genau dieses Hoch wieder erreicht - natürlich auch getragen von einer Euphorie, die in den Wochen vor der größten Apple-Marketing-Aktion des Jahres den Kurs positiv beeinflusste. Die Spekulationen waren wild, die Erwartung groß, und die Investoren offensichtlich hoffnungsfroh.

Ich bin weder Apple-Fan noch Apple-Gegner. Mir ist Apple schlichtweg egal, wie alle anderen Firmen auf unseren Kurszetteln. Normalerweise kümmere ich mich sogar eher weniger um Apple, eben weil so viel Emotion in den Kursen steckt.

Hinter den Markt stellen

Mich interessiert auch nicht die Bewertung dieser Aktie oder welche Produkte das Unternehmen herausbringt. Mich interessieren immer nur Kursentwicklungen. Und das hat einen einfachen Grund: Ich versuche anhand der Kursentwicklung abzulesen, wie sich die „großen Jungs“ positionieren, um ihnen dann ein klein wenig Butter von der Stulle zu stibitzen. Ich bin halt Trader.

Ich weiß aber auch, dass die meisten großen institutionellen Anleger sehr gute Research-Abteilungen besitzen. Deswegen und auch aus anderen Gründen, verfügen Sie über kursentscheidende Informationen oft schneller und deutlich früher als der Markt. Und so versuche ich erst gar nicht,  auf diesem Gebiet besser zu sein. Der Aufwand wäre mir persönlich auch zu groß.

Große Tanker hinterlassen Spuren

Aber ich sehe, wenn sich die großen Fonds „bewegen“, und zwar an den Charts. Die SKS damals war einer dieser recht eindeutigen Hinweise, dass da größere Adressen vorsichtig in die Euphorie der Kleinanleger verkaufen (genau dann bilden sich SKS aus). Und nur wenn ich solche Signale sehe, habe ich eine Chance, auch ohne eine einzige Nachricht zu kennen, Geld zu verdienen.

Der Apple-Chart

Nun heißt Charttechnik nicht, dass man aus jedem Chart gute Signale ableiten kann. Nein, die Wirklichkeit sieht anders aus. Gute Signale sind eher sehr selten zu finden. Und damit kommen wir zum Chart von Apple, der, das darf vorweggenommen werden, zurzeit ebenfalls keine guten Signale sendet:

Apple befindet sich an der 100-Dollar-Marke. Sie kennen dieses „Spiel“ vom DAX während der vergangenen Monate: Solche psychologisch wichtigen Widerstände, an denen die Kurse quasi eine neue Größenordnung erreichen (beim DAX ist es die 10.000-Punkte-Marke), können eine Aktie oder einen Index lange beschäftigen. Bekanntestes Beispiel dafür ist der Dow Jones, der über 20 Jahre vergeblich versucht hat, die 1.000-Punkte-Marke zu überwinden (1960 bis 1980). Dagegen ist Apple bisher harmlos: Sie Aktie kämpft lediglich seit zwei Jahren mit der 100-Dollar-Marke. Aber, es könnte auch hier noch eine Weile dauern, bis Apple diese Marke nachhaltig überwindet. Nur kann man aus der Gegenwart einer psychologisch wichtigen Marke allerdings allein noch keine Prognose ableiten.

Ein Doppeltop wäre möglich

Allerdings könnte sich, man beachte den Konjunktiv, an dieser Marke auch ein Doppeltop ausbilden. Da sich dieses dann über mehr als zwei Jahre erstreckte, wäre dies eine entsprechend große Topfformation, die einem großen Aufwärtstrend folgt. Insoweit ist das eine interessante Annahmen. Mir fehlt allein die Symmetrie der Ab- und Aufwärtsbewegung – aber vernachlässigen wir diese Pfennigfuchserei, es gibt noch ein anderes, gewichtigeres Problem:

Diese Topformation wird erst dann „aktiviert“, wenn das Zwischentief zwischen den beiden Hochs unterschritten wird. Und das liegt bei Apple bei 55 Dollar. Wer bitte möchte schon abwarten, dass Apple noch einmal um knapp 50 Prozent einbricht, bevor ein wichtiges Signal ausgebildet wird? So schön diese Formation auch aussieht, für eine Entscheidung ist sie also nicht zu gebrauchen.

Ein letzter Versuch

Dann bleibt noch der Aufwärtstrend. Dazu sollte man auf den log. Chart umstellen:

Dort existiert eine Aufwärtstrendlinie, die bereits vier Auflagepunkte hat (blaue Kreise) und somit eine genügende Relevanz aufweist. Auch dazu eingezeichnete Parallelen (schwarz gestrichelt) haben eine deutlich Relevanz (ein Prozedere, dass wir in der Target-Trend-Methode anwenden), so dass die Trenddynamik dieser Linie bestätigt wird. Wir können diese rote Linie ohne Frage als Hinweisgeber nutzen. Apple befindet sich somit in einem intakten Aufwärtstrend.

Im Moment verläuft diese Linie bei 85,27 Dollar mit steigender Tendenz. Aber selbst wenn diese Linie nach unten gebrochen würde, wäre dies kein wirklich verlässliches Signal, wie es bei der SKS der Fall war. Eine SKS, wenn sie idealtypisch ausgebildet wurde, hat eine Eintrittswahrscheinlichkeit auf das Kursziel von 90 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit für stark fallende Kurs bei einem Trendbruch liegt hingegen deutlich niedriger.

Fazit:

Wir haben es bei Apple mit dem Kampf um die 100-Dollar-Marke zu tun. Zurzeit sind noch keine klaren Umkehrsignale oder Topformationen zu erkennen, so dass keine klare Prognose erstellt werden kann. Die Wahrscheinlichkeiten für steigende oder fallende Kurse sind aus charttechnischer Sicht somit ungefähr ausgewogen. Das ändert sich erst wieder, wenn die 100-Dollar-Marke nachhaltig überwunden wird.

Und deswegen kann man zurzeit nicht viel zu dieser Aktie sagen – so leid es mir tut. Aber diese unbefriedigende Analyse war eben auch der Grund, warum ich keine Warnung oder vergleichbares ausgesprochen habe und erst jetzt auf Ihre Mails antworte.

Ich wünsche Ihnen aber auf jeden Fall viele Glück mit Ihren Trades auf Apple. Abschließend aber noch ein kleiner Hinweis für Apple-Fans, die gleichzeitig Börsianer sind: Verlieben Sie sich niemals in eine Aktie, egal wie gut sie die Produkte des Unternehmens auch finden mögen. Verliebte Menschen verlieren ihre Objektivität – in Beziehungen mag das gut und wichtig sein, bei Aktien ist dies (finanziell) oft tödlich…

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

www.stockstreet.de

 


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