In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Daten aus China belasten den DAX - eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. ...
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Wichtiger Hinweis: Der Steffens Daily heißt jetzt „Börse – Intern“! Bitte achten Sie darauf, dass wir ab Donnerstag, den 10.12.2015 auch die Absenderkennung auf „Börse – Intern“ umstellen.

Die Erholungsbewegung im DAX ist gestern ausgelaufen und hat sich wieder in einen Abwärtstrend umgekehrt (siehe roter Bogen im Chart). Dabei drehte der Kurs recht exakt an der 50-Prozent Fibonacci-Linie der vorangegangenen Abwärtswelle nach unten ab (blaue Linien), womit charttechnisch die nach der EZB-Entscheidung vom vergangenen Donnerstag eingeschlagene Abwärtsbewegung noch intakt ist.

Deshalb müssen wir damit rechnen, dass die nun begonnene zweite Welle ein ähnliches Ausmaß annimmt, wie die erste (siehe rote Rechtecke). Ein Kursziel von ca. 10.300 Punkten würde sich aus diesen Überlegungen für den DAX ergeben. Das gilt insbesondere dann, wenn der Kurs das Tief der ersten Welle bei 10.632 Punkten nach unten bricht, an dem er – während ich diese Zeilen schreibe – bereits steht. Ein wenig Entwarnung kann aktuell erst gegeben werden, wenn der Kurs das Hoch der Gegenbewegung bei rund 11.000 Punkten möglichst dynamisch wieder überwinden kann.

Tageschart sendet etwas andere Signale

Im Tageschart ist noch die Kurslücke zu erkennen (grünes Rechteck), deren Unterseite an dem möglichen Aufwärtstrendkanal (dicke grau gestrichelte Linie)l liegt, den ich Ihnen vor einigen Tagen vorgestellt hatte.

Es kann sein, dass diese Kurslücke noch geschlossen werden soll, bevor die Aufwärtsbewegung weitergeht. Es besteht also die Möglichkeit, dass der DAX nach dem Schließen der Kurslücke an dieser Aufwärtstrendlinie nach oben dreht. Bricht er dagegen auch diesen möglichen Aufwärtstrend noch nach unten, entstehen weitere und stärkere bearishe Signale.

Absturz der Rohstoffpreise drückt auf die Aktienkurse

Verstärkt wird die neuerliche Kursschwäche der Aktienmärkte durch die aktuellen Entwicklungen auf dem Rohstoffmarkt. Nachdem die OPEC am Freitag in Wien entschieden hat, an ihrer bisherigen Förderpolitik festzuhalten, stürzten die Ölpreise am Montag in erhöhtem Tempo zeitweise um mehr als 5 Prozent ab. Sie notieren damit jetzt sogar unter den Tiefs aus der Finanzkrise 2008/2009.

Hinzu kam, dass sich in der Abschlusserklärung der OPEC keine Angabe für die Ölförderobergrenze mehr fand, die bislang offiziell bei 30 Millionen Barrel pro Tag lag. Seit 1982 hielt die OPEC fast ohne Unterbrechungen zumindest offiziell ein Produktionsziel aufrecht, auch wenn die Mitgliedsländer oft über die Quote hinaus Öl förderten. So liegt die tatsächliche Fördermenge der OPEC-Mitglieder auch aktuell bereits seit 18 Monaten in Folge oberhalb der alten Quote. Jetzt strich die Organisation die Obergrenze einfach komplett und will weiterhin so viel fördern wie bisher - rund 31,5 Millionen Barrel täglich. Zudem kündigte der Iran bereits an, seine Produktion bis Ende 2016 von aktuell 3,3 Millionen auf rund vier Millionen Barrel täglich zu erhöhen, nachdem er zuvor jahrelang wegen seines Atomprogramms mit Sanktionen belegt war.

Rohstoffpreise fallen unter das Niveau der Finanzkrise

Aber nicht nur bei den Ölpreisen hält der Abwärtstrend an. Auch der vielbeachtete Rogers Commodity Index, der die wichtigsten Rohstoffe vereint, hat mittlerweile die Rezessionstiefs 2009 bereits unterboten. Daher werden die Aktienmärkte derzeit zusätzlich von Kursverlusten bei Rohstoffunternehmen belastet.

Indizien für eine Rezession der Weltwirtschaft?

Aber warum fallen die Kurse, wenn die Rohstoffpreise fallen? Eigentlich müssten sie steigen, da die Unternehmen bei niedrigen Roh- und Energiepreisen höhere Gewinnmargen erzielen könnten.

Die Anleger fürchten aber, dass die sinkenden Rohstoffpreise ein wichtiges Indiz dafür sind, dass sich die Weltwirtschaft auf dem Weg in eine neue Rezession befindet. Dazu passen auch die jüngsten Daten aus China. Wie die dortige Zollverwaltung mitteilte, fielen die Ausfuhren im November im Jahresvergleich um 6,8 Prozent. Es ist bereits der fünfte Monat in Folge mit einem Rückgang des Exports. Und nachdem die Jahresrate bereits im Oktober auf 6,9 Prozent abgesackt war, hatte man eigentlich mit einer geringeren Abnahme von minus 5 Prozent gerechnet. Noch schlimmer sieht es bei den Importen aus, die mit 8,7 Prozent einbrachen. Hier hatten die Erwartungen allerdings sogar bei minus 12,6 Prozent gelegen, nach minus 19 Prozent im Oktober. Und diese schwachen Zahlen sind auch der Grund, warum der DAX sich heute so schwach zeigte.

Fazit

Die weiter einbrechenden Rohstoffpreise wie auch die immer noch deutlichen Warnsignale seitens der chinesischen Wirtschaft machen den Anlegern Sorgen. Dagegen steht die immer noch expansive Geldpolitik. Beides hat die Märkte in den vergangenen Monaten in eine große Seitwärtsbewegung gezwungen. Noch ist nicht sicher, in welche Richtung diese Seitwärtsbewegung aufgelöst wird. Und so lange das nicht klar ist, sollten Sie auf jeden Fall vorsichtig bleiben!

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens


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