In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Ist die VW-Aktie jetzt ein langfristiger Kauf? ...
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Heute erholt sich der DAX leicht. Und auch Volkswagen steigt wieder. Wobei dieser Anstieg mit Vorsicht zu genießen ist. Er dürfte von Tradern verursacht worden sein, die in gewohnter Manier bei höchst wichtigen Unterstützungen einsteigen. Bei Volkswagen handelt es sich dabei um die psychologisch relevante Marke von 100 Euro.

Diese Gegenreaktion, nachdem die Aktie seit Anfang des Jahres vom Hoch aus mehr als 60 Prozent verloren hat, hat aber noch keine Bedeutung. Es ist also nicht gesagt, dass es das nun schon war, mit dem Kurssturz bei Volkswagen. Es ist eben bisher nur eine Gegenbewegung an einer wichtigen Marke. Daraus lässt sich weder ableiten, dass das Tief erreicht wurde, noch, dass es nicht erreicht wurde. Und, die Aktie hat auch schon vor diesem Skandal deutlich verloren. Es ist eben ein fallendes Messer, in das man greift – sofern man jetzt einsteigen will.  

Die Unsicherheit kann noch viel Verwirrung stiften

Grundsätzlich ist der VW-Konzern sicherlich nicht plötzlich nur noch halb so viel wert wie am Anfang des Jahres. Aber damals war er offensichtlich überbewertet. Wahrscheinlich werden die Zahlungen, die der Konzern zu leisten hat, auch deutlich moderater ausfallen, als die Zahlen, die zurzeit in den Medien genannt werden. Doch es gibt ein viel gewichtigeres Problem: Unsicherheit.

Die Börse mag Unsicherheit nicht und die Unsicherheit, was nun alles noch auf VW zukommt, kann die Aktie durchaus noch eine Weile beschäftigen. Man kann sich eine Vielzahl von Nachrichten vorstellen, welchen den Kurs wieder nach unten treiben.

Wenn Aktien immer weiter fallen

Aber der Mensch tickt anders, er denkt: Die Aktie ist nun schon so weit gefallen, das ist irrational, die wird langfristig sicherlich irgendwann wieder höher stehen. Das kann sein, muss aber nicht – schauen sich Sie als Beispiel die Telekom-Aktie an, oder die Aktien von E.ON und RWE. Es gibt unzählige andere Beispiele, bei denen Aktien immer weiter eingebrochen sind und diese sich nie wieder wirklich erholten. Meistens waren es ein oder zwei „große“ Ereignisse, die zu diesem nachhaltigen Einbruch führten.

Und wenn man nachkauft?

Als Trader kann ich solche Zocks wie heute bei VW mitmachen, keine Frage. Als langfristiger Anleger sollte man eher Stärke statt Schwäche kaufen. Es sei denn, Sie gehen von folgenden Prämissen aus:

  1. VW geht nicht pleite,
  2. Sie steigen jetzt ein und wenn VW dann noch auf 80 Euro fällt, kaufen Sie eine weitere Position und investiere die gleiche Summe wie beim ersten Einstieg.
  3. Wenn VW dann doch noch auf 50 Euro fallen sollte, kaufen Sie wieder eine Position, ebenfalls mit der gleichen Geldsumme. Sie ärgern sich nicht, sondern freuen sich, dass Ihr langfristiger Einstandskurs dann deutlich niedriger ist als zuvor.
  4. Wenn VW dann noch auf 25-30 Euro fällt, kaufen Sie direkt noch zwei weitere Positionen, denn man weiß: VW ist bei 25 Euro immer ein Kauf (eine alte Weisheit, die lange Bestand hatte).
  5. Wenn VW dann doch wider Erwarten insolvent wird, ärgern Sie sich nicht, sondern sehen das verlorene Geld als Lehrgeld an, dass man diese Nachkaufstrategie nie bei Aktien anwenden sollte, sondern immer nur bei Indizes.

Ich gehe nicht davon aus, dass VW pleite geht. Also verzeihen Sie mir diesen, natürlich mit einem breiten Schmunzeln, verfassten Textabschnitt. Aber es passt eben so schön zu den Beiträgen der vergangenen Wochen, in denen es um diese Thematik des Nachkaufens ging und zu den vielen Fragen, die ich im Zusammenhang mit Volkswagen erhalten habe.

Die Trends in den US-Indizes sind noch intakt

Da die Vorfälle rund um den VW-Konzern im DAX zu einer Verzerrung geführt haben, wendet sich unser Blick, wie gestern auch schon angekündigt, in Richtung US-Indizes. Der S&P 500 hält sich immer noch in dem hier vor kurzem vorgestellten Aufwärtstrendkanal auf. Es gibt demnach noch kein Verkaufssignal. Schauen wir uns also den Nasdaq100 an, denn Technologieaktien gelten schließlich häufig als Vorreiter.

Der Trend im Nasdaq100

Es ist im Nasdaq100 etwas schwierig einen guten Trend zu finden. Wie Sie wissen schauen wir uns die Indizes meist in linearer Skalierung an:

Hier erkennen Sie einen flachen und einen steileren Trendkanal. Der steilere ist gebrochen, aber der flacherer ist noch intakt.

Aber auch in der logarithmischen Skalierung haben wir ein ähnliches Problem:  

Noch scheint der Gesamt-Trend zwar noch in Ordnung, aber es ist nicht wirklich eindeutig, wo man die untere Linie platziert. Hier sind beide Varianten eingezeichnet. Der engere Trendkanal wurde gebrochen, der breitere noch nicht. Das passt zu der oben genannten Analyse.

Man kann also festhalten: In beiden Charts gibt es Warnsignale, aber das endgültige Verkaufssignal steht noch aus. Und dieses Ergebnis passt sogar auch zu der Analyse des S&P500.

Fazit:

Auch wenn der DAX nun die 10.000er Marke nachhaltig nach unten verletzt hat und dies doch ein eher bearishes Signal ist, sollte man dies im Zusammenhang mit dem VW-Skandal sehen und nicht überbewerten. Die US-Indizes liefern zwar auch schon charttechnische Warnsignale, aber die etwas breiter gefassten Trends sind noch in Ordnung. Insgesamt bleibt das Bild aber angeschlagen. Weiterhin mahne ich zu Vorsicht – insbesondere da vor dem VW-Skandal auch bullishe Signale im DAX ausgeblieben waren.

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

 


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