In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Ein weiterer Grund, warum der DAX Schwäche zeigt, ist der steigende Euro ...
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Ein weiterer Grund, warum der DAX so stark unter Druck kam, war der Euro. Dieser stieg nämlich mit den fallenden DAX-Kursen steil auf im Hoch 1,171 Dollar an. Dazu der Chart:

 

Er hat damit die zweite Aufwärtswelle (blaue Rechtecke) fast abgearbeitet. Seitdem kommt er wieder etwas zurück. Die Logik dieses Anstiegs ist einfach erläutert: Käme es zu einer größeren Krise, würde die Fed sicherlich mit Zinserhöhungen noch weiter abwarten. Da ein Teil der Zinserhöhungen bereits in die Wechselkurse eingepreist ist, wird bei sinkender Wahrscheinlichkeit für eine baldige Zinserhöhung in den USA dies eben wieder ausgepreist. Das ist alles.

Da aber in beiden Währungszonen, also in den USA und in der Euro-Zone, noch immer eine extrem expansive Geldpolitik herrscht, sollte der Auftrieb des Euro begrenzt bleiben. Es kann daher sein, dass mit dem jüngsten Anstieg lediglich das obere Hoch der Seitwärtsbewegung, die nach fundamentalen Überlegungen die wahrscheinlichste Variante wäre, festgelegt wurde.

Ölpreis fällt weiter und weiter

Darüber hinaus hat die Sorge, dass China in eine Rezession fallen könnte, noch weitere Folgen. Eine Rezession oder eine wirtschaftliche Abschwächung in China hätte eine geringere Nachfrage nach Rohstoffen zur Folge. Aus diesem Grund fällt der Ölpreis weiter und weiter. Die Nordsee Sorte Brent Crude notiert aktuell bei 43,42 Dollar:

 

Ich hatte geschrieben, dass es ein Einstiegsignal sei, wenn Öl bei 45 Dollar ein Umkehrsignal ausbildet. Das ist nicht geschehen, stattdessen wird die Abwärtsbewegung fortgesetzt. Mittlerweile erreicht der Ölpreis (in diesem um Preislücken beim Rollover bereinigten Future-Chart) eine höchst brisante Unterstützungszone: Bei ca. 40 Dollar lag das Tief nach dem 2008er Crash, welches auf dem Niveau des Tiefs nach den Anschlägen vom 11.09.2001 auf das World-Trade-Center ausgebildet wurde und das Hoch im Jahr 1997 (ohne Bereinigung liegt das Kursniveau bei ca. 36 Dollar). In diesem Bereich sollte der Ölpreis gut unterstützt sein. Doch wenn der Crash weiter geht, kann auch der Ölpreis weiter fallen, so absurd das auch scheinen mag!

Ein Einstieg auf diesem Niveau macht daher – wenn überhaupt – nur aus langfristiger Sicht Sinn.

Ein langfristiger Einstieg in Öl ist jedoch nicht einfach

In diesem Zusammenhang  haben mich einige Leser gefragt, wie man am besten langfristig in Öl investiert. Dazu zunächst der Hinweis, dass viele Zertifikate und andere Derivate, aber auch ETC(F)s, die auf den Ölpreis emittiert wurden, unter sogenannten Rollverlusten leiden können, da sie alle auf Futures basieren.

Ein Future ist im Prinzip eine Vereinbarung, wann das Öl zu welchem Preis geliefert wird. Da natürlich ein Anleger beim Auslaufen eines Futurekontrakts nicht wirklich auf einmal einen riesigen Öltank in seinem Garten aufstellen will, um das gekaufte Öl zu lagern, verkauft man einen Futurekontrakt kurz vor dessen Fälligkeit und kauft den des nächsten Verfallstag. Dieser Vorgang wird „Rollen“ genannt und geschieht bei Öl monatlich. Bei diesem Rollen (und auch aus weiteren Gründen) können je nach Marktsituation außer den üblichen Transaktionskosten durchaus zusätzliche spürbare Kosten entstehen. Und so kann es sogar sein, dass der Ölpreis (leicht) steigt und man trotzdem nichts verdient. Oder der Preis bleibt konstant und der Kurs des Zertifikats fällt.

Um diese zum Teil heftigen Effekte zu vermeiden, gibt es rolloptimierte Zertifikate und ETFs, die nicht kurz vor dem Ende der Laufzeit rollen, sondern je nach Marktsituation bereits früher umschichten. Aber dabei fällt natürlich eine Managementgebühr an. Das heißt: Je länger man auf einen Anstieg des Ölpreises warten muss, umso höher werden die Kosten.

Mittlerweile gibt es sogar Zertifikate, die je nachdem, ob Rollverluste entstehen oder nicht, direkt in Öl oder ansonsten eben in Öl-Aktien investieren. Aber auch hier fallen Managementgebühren und weitere Kosten an.

Währungseffekte

Aber das ist nicht das einzige Problem. Hinzu kommen noch die Währungseffekte. Wenn der Ölpreis in Dollar steigt, heißt das noch lange nicht, dass er auch in Euro steigt. Es kommt darauf an, wie sich der Dollar zum Euro entwickelt.

Fazit

Es ist demnach nicht ganz einfach, direkt in Öl zu investieren. Man kann natürlich in Öl-Aktien oder besser noch in Branchenindizes des Ölsektors investieren. Das wäre für Anfänger sicherlich eine einfachere Methode. Doch diese Indizes laufen natürlich nicht eins zu eins mit dem Ölpreis. Oft fallen hier die Gewinne ebenfalls niedriger aus als der Gewinn beim Ölpreis, schließlich kommt das Management der Firmen als zusätzlicher Einflussfaktor hinzu.

Auf jeden Fall sollten Sie, wenn Sie auf längere Sicht in Öl investieren wollen, nicht einfach irgendein Zertifikat auf Öl kaufen! Sie müssen sich schon vertieft mit der Materie auseinandersetzen! Ansonsten sollte eine Investition eher unterbleiben.

Aber je weiter der Ölpreis fällt, umso verführerischer wird es, Positionen zu erwerben - keine Frage!

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

 


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