In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Der ifo-Index sendet im Extrem-Bereich oft zusätzliche Warnsignale - davon sind wir aber im Moment weit entfernt ...
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Heute wurde ifo-Geschäftsklimaindex veröffentlicht. Dieser ist im April von zuvor 107,9 Punkten auf 108,6 Punkte gestiegen. Der Anstieg ist auf eine Verbesserung der aktuellen Lageeinschätzung Zurückzuführen, die Geschäftserwartung ist hingegen rückläufig. Die Schlussfolgerung der Analysten: „Die deutsche Wirtschaft setzt ihren Aufschwung fort.“

Wie Sie wissen, beurteilen wir den ifo-Index etwas anders. Wir achten hauptsächlich auf „Extreme“, denn diese weisen häufig auf ein großes Top oder ein Tief hin. Das ist auch nicht verwunderlich: Schließlich basiert der ifo-Index auf einer Umfrage unter 7.000 Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Großhandels und des Einzelhandels. Kurz: Der ifo-Index spiegelt die Stimmung der deutschen Wirtschaft wider. Und Stimmungen (das Sentiment) sind an der Börse sehr wichtig - sie sind ein guter Kontraindikator.

Außerhalb von Extrembereichen interessiert uns der ifo-Index allerdings eher wenig. Auch die Schlussfolgerungen der Analysten, was die Entwicklung der Wirtschaft anbetrifft, interessiert uns nur am Rande, da Wirtschaft nicht gleich Börse ist!

Es gibt noch ein zweites Problem: Solche Indizes haben häufig ein „Timing“-Problem. Oder andes ausgedrückt: Signale werden gerne einmal zu früh generiert.

Was bringt also der ifo-Index?

Hilfreich ist der Index dann, wenn man eine Konsolidierung erlebt und sich fragt, ob nicht vielleicht ein großes Hoch ausgebildet wurde oder sogar sieht, wie sich eine Topformation entwickelt (gilt natürlich auch für Tiefs). Dann wirft man ein Blick auf den ifo-Index. Hat sich auch hier ein Extremwert vor geraumer Zeit ausgebildet, wäre dies ein zusätzlicher Hinweis, dass es sich tatsächlich um ein Top (oder Tief) handeln könnte. Wie gesagt, ein „zusätzlicher“ Hinweis – mehr aber auch nicht!

Der ifo-Index und der DAX

Schauen wir uns einmal den ifo-Index im Vergleich mit dem DAX in den vergangenen 15 Jahren an:

In Schwarz haben wir hier den DAX. Die blaue Linie stellt den ifo-Index dar. Die grüne Linie zeigt die Erwartungskomponente des ifo-Index - die rote, die Einschätzung der aktuellen Lage.

Wir erkennen einen gewissen Gleichlauf, ohne Frage. Und tatsächlich zeichnen sich hier Extreme ab, wenn auch die Börse Extreme ausbildet. Gut zu wissen.

Wenn Sie sich nun die blaue Kurve (ifo-Index) anschauen, dann sehen Sie, dass im Jahr 2007 und 2011 jeweils ein Hoch im Bereich von 113/114 Punkten ausgebildet wurde und dies zeitlich vor den jeweiligen Crashs im DAX geschah.

Aktuell befinden wir uns allerdings deutlich unter diesem Niveau, so dass von dieser Seite keine Warnung kommt. Allerdings muss ich folgendes hinzufügen: Stünde der Index nun auf einem Extremwert, müsste man stärker hinterfragen, ob die aktuelle Konsolidierung nicht vielleicht doch ein Hoch ist. Der Umkehrschluss stimmt aber nicht: Wenn der ifo-Index kein Extrem erreicht hat, ist dies aber kein Hinweis darauf, dass kein Crash folgt! Es gibt einfach nur kein erhöhtes Risiko, das sich durch den ifo-Index ausdrückt.

Die Erwartungskomponente

Interessant ist die Entwicklung des Unterindex „Erwartung“ (grün), denn diese Linie gibt wohl am deutlichsten die Stimmung wieder.

Auch hier haben wir in den Jahren 2004, 2006, 2007 sowie 2011 Hochpunkte erlebt, denen zumindest eine Konsolidierung, wenn nicht sogar ein Crash folgte (siehe grüne Pfeile). Auch Anfang 2014 haben wir hier ein Hoch gesehen (roter Pfeil), welches zwar nicht an das vorherige heranreichte, aber trotzdem eine längere Konsolidierung anzeigte. Gerade die Erwartungskomponente ist in der aktuellen Umfrage gefallen und notiert auf vergleichbar durchschnittlichem Niveau. Hier kann man nicht von einem markanten Hoch sprechen.

Fazit:

Wir schauen uns diesen ifo-Index an, um bei Konsolidierungen zusätzliche Hinweise zu erhalten, ob es sich um ein Hoch oder Tief handeln könnte. Wenn der ifo-Index Extremwerte erreicht, werden wir bei Konsolidierungsansätzen „noch vorsichtiger“, wohl wissend, dass gerade das Timing bei dieser Prognosemethode erschwert ist. In der aktuellen Konsolidierung liefert der ifo-Index keine klaren Warnsignale und somit ergeben sich, zumindest aus diesem Blickwinkel, im Moment keine zusätzlichen Risiken.

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens


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