In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Der DAX steigt und steigt, doch die 12.000er Marke ist eine harte Nuss. ...
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Tja, was soll man dazu noch schreiben? Der DAX bleibt weiter im Aufwärtsmodus. Gestern gab es einen Kursrücksetzer um 100 Punkte, heute einen Anstieg um mehr als 200 Punkte. Kein Kursrücksetzer wächst sich zu einer auch nur halbwegs akzeptablen Konsolidierung aus. Es entwickelt sich immer mehr zu dem Szenario, dass die Kurse immer weiter und weiter - wie an der Schnur gezogen - steigen. Sie erinnern sich vermutlich auch noch an den Vergleich mit 2007 (siehe hier).

Die genaue Analyse der Konsolidierungen geht weiter

Und trotzdem muss man natürlich jeden Kursrücksetzer daraufhin untersuchen, ob er Schwächesignale sendet. Und um Ihnen weiter darzulegen, wie man dabei zu guten Ergebnissen kommt, füge ich die (in diesem Fall nachträgliche) Analyse des 5-Min-DAX ein:

Den ersten Konsolidierungsansatz am 09.03.2015 lassen wir außen vor. An diesem Montag waren die Kurse mit einem Gap Down (einer Kurslücke nach unten) gestartet. Spätestens, als diese Lücke wieder nach oben aufgelöst wurde, war klar, dass die Bullen wieder das Ruder in der Hand hatten. Doch es bildete sich kein höheres, sondern ein tieferes Hoch am Ende des Tages. Am 10.03.2015 kannten die Kurse nur noch einen Weg: abwärts. Und damit hatten wir tatsächlich ein erstes „tieferes Hoch“ vorliegen. Dies ist gewöhnlich ein Anzeichen der Schwäche, da sich dadurch eine Abwärtstrendlinie bildete (blaue Linie), auf die wir noch zu sprechen kommen.

Die Kurslücke war das Ziel

Doch der DAX rutschte lediglich bis zum Aufwärtsgap vom 05.03.2015 (blaues Rechteck). Dieses wurde nicht einmal ganz geschlossen. Das dies nicht geschah, war ein klitzekleiner bullisher Hinweis. Dann stiegen die Kurse an. Es war die erste ernstzunehmende Gegenbewegung nach dem Kursrückgang. Wäre diese schnell wieder abverkauft worden (z.B. entlang der rot gestrichelten Linie), hätte man eine erste Konsolidierungsbewegung erkennen können.

Stattdessen stiegen die Kurse wieder und zwar sehr dynamisch an. Und gerade diese Dynamik (schwarzer Pfeil 1) deutet wieder darauf hin, dass die Bullen immer noch sehr viel Kraft besaßen. Die nächsten Hinweise waren der Bruch der blauen Abwärtstrendlinie (roter Pfeil 2) und schlussendlich das neue Hoch (grüner Pfeil 3), mit dem die Bullen endgültig wieder das Zepter in der Hand hatten. Sie sehen auch hier wieder, dass es den Bären trotz eigentlich guter Signale am Anfang der Konsolidierung zu keinem Zeitpunkt gelungen ist, nachhaltig Boden gutzumachen. Und das weist alles auf die immer noch beeindruckende Stärke der Bullen hin.

Konsolidierungslinie erreicht

Damit wurde nun auch endgültig die rote Konsolidierungslinie im DAX erreicht und sogar leicht überwunden.

Das ist zwar noch kein nachhaltiger Ausbruch, aber immerhin ein Zeichen der Stärke. Sie wissen, nach der Target-Trend-Methode wäre nun die Mittellinie bei 11.794 Punkten das nächste Kursziel. Es kann sein, dass der DAX diese Marke noch anlaufen will und deswegen etwas über die Konsolidierungslinie überschießt. Das muss aber abgewartet werden. Die Reaktionen des Kurses auf die roten Konsolidierungslinien sind meist nicht so genau wie bei den Rechteckbegrenzungen.


Begrenzt der Verfallstag den DAX Anstieg bei 12.000 Punkten?

Am kommenden Freitag (20.03.2015) steht der nächste große Verfallstag an. Insofern müssen wir zusätzlich erneut auf die Verfallstags-Grafik blicken:

 

Sie sehen, der DAX befindet sich bei einem Stand von 11.700 Punkte im quasi luftleeren Raum. Es ist eigentlich nicht davon auszugehen, dass die Stillhalter auch noch die Long-Position bei 12.000 Punkte zum Verfall ins Geld laufen lassen. Zumal dann auch alle Long Positionen von 11.600 bis 12.000 ebenfalls im Plus liegen würden. Allerdings kann der DAX bis zum Verfallstag auch durchaus noch diese Marke knacken.

Ein stärkerer Kursrückgang wäre für die Stillhalter gut

Eigentlich wäre es für die Stillhalter gut, wenn der DAX zum Verfall doch wieder auf die 11.500er Marke sinken würde. Der beste Ausübungspreis läge sogar bei 11.000 Punkten – allerdings nur theoretisch. Wir müssen davon ausgehen, dass die darüber liegenden Long-Positionen bereits abgesichert sind oder werden (was ein weiterer Grund für den starken DAX sein könnte).

Fassen wir zusammen: Bei der 12.000er Marke sollte der DAX zum Verfall kurzfristig gedeckelt sein. Ein DAX-Stand von 11.500 / 11.600 Punkte kommenden Freitag wäre aus Sicht der Stillhalter wünschenswert. Es stellt sich aber die Frage, ob diese bei so einer rasanten Rally gegenhalten können, beziehungsweise wollen, oder ob sie sich nicht absichern.

Fazit

Die Luft wird eindeutig dünner. Die Mittellinie bei 11.794  und die Konsolidierungslinie der Target-Trend-Methode fungieren als charttechnische Widerstände, die 12.000er Marke muss als Widerstand nach der Verfallstagsanalyse gesehen werden. Zudem steigen die Kurse mittlerweile schon sehr steil an – auch das ist ein erster Hinweis auf eine (kurze) Übertreibungsphase in der aktuellen Rally. Ich bleibe also dabei, eine Konsolidierung ist mehr als überfällig.

Und wie weit wird sie gehen?

Damit ist natürlich nicht geklärt, wann diese kommt und wie tief diese Konsolidierung den DAX drücken kann. Denken Sie immer daran, wie befinden uns in einem extrem günstigen Umfeld: Der Euro fällt weiter, aktuell halten wir uns bei einem Niveau von ca. 1,06 Dollar auf. Der Ölpreis (Brent Crude North Sea) konnte die 60-Dollar-Marke nicht halten und befindet sich wieder bei ca. 56 Dollar und die EZB hat die Geldschleusen weit geöffnet. Das sind alles Argumente, die kurz- mittelfristig eher für weiter steigende Kurse sprechen. Deswegen schrieb ich auch gestern, dass die Idee, auf fallende Kurse zu setzen, zurzeit keine gute ist. Auch wenn alles völlig übertrieben scheint, gegen so einen Markt stellt man sich nicht. Verbrennen Sie sich hier nicht die Finger! Übertreibungen können immer weiter gehen, jede Regel brechen und das bis in die Absurdität hinein.

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

PS Wie ich gerade, bevor ich diese Zeilen versende, sehe, hat der DAX nun auch schon die Mittellinie bei 11.794 Punkten erreicht, das ist bereits ein 300-Punkte-Anstieg. Wir sind jetzt ohne Frage im Übertreibungsmodus.


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