In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Woran erkennt man das Ende einer Rally ...
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Angesichts der Krisen in der Ukraine und Griechenland verwundert es, dass der DAX nicht weiter einbricht. Zwar gab es am Montag einen 200-Punkte-Rückgang, aber heute zeigt sich der DAX nach schwachem Beginn wieder robust. Noch immer werden Kurseinbrüche gekauft. Das ist ein klares Zeichen der Stärke – aber man sollte natürlich trotzdem vorsichtig bleiben.

Bewertung der Szenarien

Es ist unglaublich schwierig, die verschiedenen möglichen Szenarien zu bewerten. Was geschieht zum Beispiel wenn Griechenland tatsächlich aus dem Euro ausscheidet oder was, wenn nicht? Was geschieht, wenn die Lage in der Ukraine eskalieren würde?

Das Problem bei solchen Fragen ist, dass man die Antwort nicht weiß. Es gibt natürlich viele Analysen dazu, es gibt Experten, die Intelligentes dazu zu sagen wissen und natürlich unzählige Börsenkommentatoren, welche die verschiedensten Szenarien entwerfen, abhängig von den politischen Ereignissen. Nur seltsamerweise widersprechen sich die Kommentatoren häufig – aber wer hat denn nun Recht?

Viel zu aufwändig

Früher habe ich mich an diesen Spekulationen beteiligt, heute weiß ich, dass es sich nicht lohnt. Denn egal wie viel Rechercheaufwand auch betrieben wird, schlussendlich weiß dann doch niemand, was genau geschehen wird. Einfach, weil es zu viele Einflussfaktoren gibt und zu viele Unwägbarkeiten. Und so ist das menschliche Gehirn bei solch komplexen Ereignissen schnell überfordert, für die Bewertung solcher Sachverhalte wurde es nicht geschaffen.

Die typische Selbstüberschätzung mit fatalen Folgen

Doch wir Menschen leiden an einer massiven Selbstüberschätzung. Wir meinen, wenn wir nur genug lesen, recherchieren und nachdenken würden, könnten wir die Risiken erfassen und so ein gewisses Maß an Sicherheit finden. Das ist aber angesichts der Komplexität Unsinn (sowohl im Leben als auch an der Börse).

Tatsächlich führt diese Selbstüberschätzung dazu, dass die Versuchung, irgendeine Überzeugung zu übernehmen, sehr groß wird. Insbesondere angesichts dramatischer Ereignisse verfallen Anleger öfter sehr negativ ausgerichteten Überzeugungen, die zu entsprechenden Handlungen führen. Häufig genug aber genau zu den falschen - leider. Ich habe das oft genug hier im Steffens Daily belegen können.

Die schlechten Ratgeber

Es ist für Anleger und Trader eine der schwierigsten Aufgaben, sich von den Mainstream-Nachrichten und –Stimmungen zu lösen und, selbst wenn es düster aussieht, eben nicht in Panik zu verfallen. Angst ist einfach der schlechteste Ratgeber an den Börsen (direkt gefolgt von der Gier).

Bleiben Sie nüchtern, sachlich, emotionslos und möglichst entspannt. Achten Sie darauf, was die Kurse der Aktien und Indizes machen. Stellen Sie sich immer hinter den Markt. Und denken Sie daran, dass die besten Chancen immer in den dunkelsten Zeiten der Krisen auf einen warten – dann, wenn alle anderen in Panik verkaufen.

Wie endet eine Rally?

Aber im Moment sind wir weit entfernt von Panik, wir befinden stattdessen in einer starken Rally. Natürlich können geopolitische Faktoren die Kurse selbst in solchen Fällen abrupt und heftig ins Wanken bringen. Umso mehr müssen Sie nun genau beobachten, was geschieht. Aber woran kann man erkennen, dass eine Rally endet?

Zunächst werden die kurzfristigen Trader und die Zittrigen verkaufen. Das sind dann solche Kursrückgänge, wie wir sie am Montag gesehen haben. Das ist für sich genommen noch kein klares Signal, aber man sollte vorsichtiger werden, wenn so etwas geschieht. Wenn die Kurse dann weiter fallen und auch der Umsatz mit den fallenden Kursen weiter zunimmt, wäre das ein Hinweis darauf, dass auch die größeren Anleger Positionen abbauen. Das wäre dann schon ein kritisches Zeichen. Und dann muss man auf die Gegenbewegungen achten. Wann setzen sie ein, eher zu früh oder zu spät?  Sind sie dynamisch, wäre das ein Hinweis, dass die Bullen noch Kraft haben, sind sie eher flach und unmotiviert, spricht das dafür, dass das Kaufinteresse zu gering ist. Das wiederum ist gefährlich.

Eine genaue Analyse der Marktbewegungen

Tatsächlich muss man den Markt mit jeder Bewegung neu analysieren und bewerten und sowohl seine Positionierung als auch die Depotgröße entsprechend anpassen. Das ist sicherlich keine leichte Aufgabe, aber immer noch wesentlich weniger Aufwand, als der Versuch erfordert, eine komplexe Analyse der verschiedenen möglichen Szenarien zu erstellen. Und natürlich wird man einmal zu früh verkaufen, ein anderes Mal zu spät. Den Anspruch, an den Börsen perfekt zu handeln, gehört zu den ersten Dingen, die man unbedingt ablegen muss.

Aber die größten Verluste machen Anleger ohne jeden Zweifel dann, wenn der Markt entgegen den eigenen Überzeugungen läuft.

Denken Sie zurück, erinnern Sie sich, prüfen Sie!

Vielleicht nehmen Sie sich einmal die Zeit und denken nur mal an all die Horror- und Untergangskommentare der vergangenen 15 Jahren zu den verschiedensten Ereignissen. Und dann überlegen Sie, was am Ende übrig blieb. Vieles hat sich nicht bewahrheitet, ich habe das oft genug hier im Steffens Daily beschrieben. Manches hat sich bewahrheitet und die Kurse haben sich trotzdem anders bewegt.

Selten entwickelten sich Ereignisse tatsächlich so dramatisch, wie sie von einigen wenigen erwartet wurden, nehmen wir als Beispiel die US-Immobilien- und Derivatekrise. Und selbst da lagen die wenigen Analysten, die davor gewarnt haben, vom Timing her meist um Jahre daneben. Und sie haben die unglaubliche Rally bis 2007 somit einfach verpasst.

Was nützen also all diese Szenarien, was nützt es, schlussendlich Recht gehabt zu haben? Nicht viel. Sinnvoller war es in all diesen Phasen, sich einfach hinter den Markt zu stellen und entsprechend den weiteren Reaktionen des Marktes Positionen aufzulösen oder wieder einzusteigen, egal, was man persönlich auch für eine Meinung gehabt haben mag. Wir haben es mit unseren Börsendiensten in den vergangenen 10 Jahren seit 2005 in all diesen Krisen, Crashs und Rallys vorgemacht. Es funktioniert – unsere Meinung sogar am nachhaltigsten. Denn unsere Börsendienste gehören nicht umsonst zu den wenigen, die nicht nur in dieser Zeit überlebt haben, sondern immer wieder gute Rendite ohne große Verlustrisiken erwirtschaftet haben.

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens


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