In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Gold steigt seit einigen Handelstagen steil nach oben. Reicht es für das erste bullishe Signal seit Jahren ...
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Kurzer Hinweis: Aufgrund eines familiären Anlasses kann ich Ihnen noch nicht genau sagen, ob ich am morgigen Donnerstag schreiben kann – angesichts der Wichtigkeit der EZB-Sitzung werde ich mein Bestes geben. Am Freitag muss der Steffens-Daily aber leider auf jeden Fall ausfallen.

Und darum auch vorab, bevor ich auf Gold zu sprechen komme, erst einmal folgende Nachricht, die gerade über die Ticker gekommen ist:

„Das Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) wird dem EZB-Rat am Donnerstag nach Aussage informierter Personen vorschlagen, für mindestens ein Jahr monatlich Anleihen für 50 Milliarden Euro aufzukaufen. Das wären in Summe 600 Milliarden Euro. Dieses Programm habe das Direktorium am Dienstag beschlossen und werde es dem Rat am Donnerstag zur Beratung vorlegen, der noch Änderungen vornehmen könne, hieß es weiter. Die Vorstellungen des EZB-Direktoriums liegen damit am oberen Ende der Markterwartungen. Die EZB lehnte einen Kommentar ab.“

Quelle: „Dow Jones Newswires“

Damit werden die Erwartungen der Märkte also weiter hochgeschraubt. Wie gestern schon ausführlich beschrieben, bleibt jedoch weiterhin abzuwarten, was am Ende tatsächlich beschlossen wird und wie die Börsen das Ergebnis schlussendlich umsetzen werden.

Erste bullishe Signale beim Gold?

Während also alles auf die EZB-Sitzung wartet, nutzen wir die Zeit, um uns die Entwicklung beim Gold anzuschauen. Sie wissen, ich gehe seit vielen Jahren davon aus, dass Gold eigentlich noch einmal unter die 1.000-Dollar-Marke fallen wird. Das vor dem Hintergrund, dass die Kurse gerne noch einmal derart psychologisch wichtige Marken testen.

Wir sahen allerdings in den vergangenen Tagen einen starken Anstieg. Wenn dieser weitergehen sollte, muss ich diese Prognose vielleicht sogar revidieren – zumindest sinkt die Eintrittswahrscheinlichkeit dafür dann erheblich.

 

In obigen Chart erkennen Sie den starken Anstieg der vergangenen Tage. Mittlerweile steht der Goldpreis wieder an der sehr wichtigen 1.300er Marke, mit der er schon 2013 und 2014 heftig gekämpft hatte. Gleichzeitig notiert er zudem an der oberen Abwärtstrendlinie der Formation, die sich seit Mitte 2013 gebildet hat (obere blaue Linien).

Solange weder die 1.300er Marke noch die Abwärtstrendlinie nach oben gebrochen werden, bleibt das Bild aus charttechnischer Sicht noch bearish. Ein nachhaltiger Ausbruch wäre hingegen ein erstes bullishe Signal für das Edelmetall. Insbesondere, wenn sich die Dynamik, die wir seit einigen Handelstagen sehen, fortsetzen sollte.

Gold als Absicherung (Hedge)

Und natürlich wäre es schön, wenn Gold einen Boden ausbildet. Bei einem fallenden Euro wäre es eine Möglichkeit, die Währungsrisiken zumindest teilweise abzufedern. Und das könnte eben einer der Gründe für die aktuelle Stärke sein. Wobei ich mir auch vorstellen kann, dass die SNB nun Euro verkauft und Gold kauft, aber das ist nur Spekulation.

Allerdings sollten Sie es nicht mit Investitionen im Gold übertreiben und insbesondere nichts überstürzen. Selbst wenn die 1.300er Marke und die Abwärtstrendlinie nachhaltig überwunden werden, könnte es immer noch zu einer Seitwärtsbewegung zwischen ca. 1.200 und 1.400 Dollar kommen. Die 1.300er Marke würde dann als Mittellinie fungieren. Und so sollte man überlegen, ob man nicht auch in andere Edelmetalle (zum Beispiel Silber) und zudem in Rohstoffe investiert, um sich ein wenig breiter aufzustellen.

Aber auch eine andere Strategie macht als Hedge durchaus Sinn: Bei einem fallenden Euro sind auch europäische Aktien eine gute Alternative, insbesondere die von exportorientierten Unternehmen. Sie sollten also, wie eigentlich immer an den Börsen, breit diversifizieren, um Risiken zu minimieren. Denn schlussendlich weiß niemand, was wirklich geschehen wird. Bekannt ist aber, dass zu einseitige Investitionen ein grundlegend höheres Risiko beinhalten als eine breite Diversifikation.

Und damit zum Abschluss zum DAX

Ich habe mehrere E-Mails zu der Frage erhalten, ob der DAX, da er gerade die nächste rote Konsolidierungslinie erreicht, nicht wie im Sommer vergangenen Jahres erneut eine große Konsolidierung einleitet (Sie erinnern sich, ich hatte damals davor gewarnt, dass das geschehen könnte).

Nur ist die Situation diesmal eine etwas andere. Als der DAX Mitte vergangenen Jahres die Konsolidierungslinie erreichte, stand er zudem noch an der 10.000er Marke und am oberen Ende des grünen Aufwärtstrendkanals. Hier gab es also direkt mehrere Hinweise auf eine größere Konsolidierung.

In der aktuellen Situation haben wir um den Jahreswechsel bereits eine größere Konsolidierung gesehen, die interessanterweise auf der Oberseite fast die gleiche Abwärtsdynamik hatte, wie die rote Konsolidierungslinie (vergleichen Sie die blaue Abwärtstrendlinie mit der rot gestrichelten Konsolidierungslinie). Und damit ist das Konsolidierungsrisiko bei weitem nicht so hoch, wie damals.

Da wir gleichzeitig seit einem Jahr mit der 10.000er Marke beschäftigt sind, verringert sich die Wahrscheinlichkeit noch einmal um einige Prozentpunkte. Schließlich ist diese ganze Seitwärtsbewegung des DAX unterhalb dieser Marke bereits schon eine Konsolidierung.

Langer Rede, kurzer Sinn: Die Wahrscheinlichkeit, dass es jetzt erneut an dieser Linie zu einer längeren Konsolidierung kommen wird, notiert nahe Zufallsniveau. Und deswegen hatte ich auch noch nichts dazu geschrieben.

Wichtiger wird sein, wie sich der DAX nach der EZB-Sitzung und nach der Wahl in Griechenland verhält. Sollte er dann weiter steigen und auch noch die 10.345er Marke überwinden, wäre dies ein schon sehr bullishes Zeichen. Die Rally könnte dann zumindest in einer ersten dynamischen Bewegung bis zur 11.000er Marke weitergehen. Und dann wird die nähere Zukunft des DAX von der Entwicklung der US-Indizes abhängen.

Auf der Unterseite wäre ein Rückfall unter die 10.000er Marke (nach der Target-Trend-Methode unter die 9.862er Marke), wie gestern schon geschrieben, ein wieder ein tendenziell bearishes Signal.

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

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