In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Der Bund-Future erreicht unvorstellbare Höhen, das Ende der Blase könnte nahe sein. ...
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Inhaltsverzeichnis

Was ist eigentlich die größte Blase zurzeit?

Tja, und da steigt der DAX wieder, heute knapp 3,5 Prozent – sind die Neuwahlen in Griechenland etwa abgesagt? Fällt der Euro nicht weiter? Ist die Deflation besiegt? Sind die Krisen vorbei? Was ist also mit all den Begründungen, die sie zu den fallenden Kursen gelesen haben. Nur ein einziger Punkt bleibt: Der Ölpreis stabilisiert sich über der 50-Dollar-Marke (wie auch von mir erwartet). Also wird nun das als Grund für den DAX-Anstieg genannt. Das ist nicht nur argumentativ sehr dünn, sondern auch irgendwie Unsinn.

Ich bleibe dabei: Der stark fallende Euro und der schwache Ölpreis unterstützen den Markt. Hinzu kommt, dass es einfach keine Alternativen zu Aktien gibt. Und so steigen Anleger ein, auch wenn die möglichen Krisenszenarien eigentlich eher zum Aussteigen verleiten. In den vergangenen Tagen und besonders heute ist tatsächlich wieder eine gewisse Stärke des DAX zu erkennen. Sie erinnern sich, darauf hatte ich schon im vergangenen Jahr hingewiesen. Noch sind das sehr zarte Hinweise, die aber dem geneigten Beobachter auffallen.

Eine Frage, der Attraktivität

Doch all das belegt nur, was ich hier seit Tagen versuche zu beschreiben – es sind nicht die Nachrichten, welche die Kurse (über ein sehr kurzes Maß hinaus) beeinträchtigen! Es geht immer nur um die Frage, welche Anlageklasse die attraktivste ist. Und das große Geld fließt immer in Richtung der Anlageklasse, welche die höchste Rendite bei kalkulierbarem Risiko verspricht.

Anleihen können Sie da im Moment geflissentlich vergessen. Mit Immobilien wirklich Geld zu verdienen ist (hier in Deutschland) auch sehr schwer geworden. Gold ist etwas aus dem Fokus gerückt und als Markt sowieso zu klein. Also fließt das Geld in Aktien. Hier kann man die Dividenden abgreifen und hoffen, dass die Aktienmärkte in 10 Jahre mindestens genauso hoch stehen wir heute. Denn selbst dann hätte man immer noch ein gutes Geschäft gemacht. Allerdings investieren zurzeit hauptsächlich institutionelle Anleger und vermögende Anleger. Die Kleinanleger stehen Aktien noch zu skeptisch gegenüber – wahrscheinlich ein Fehler (auf Sicht von 10 Jahren).

Anleihen auf Rekordtief

Bleiben wir aber bei den Anleihen. Was ist im Moment die größte Blase? Ich will sie Ihnen zeigen:

Ein unglaublicher Aufwärtstrend, oder? Es handelt sich um den Bund-Future, eine fiktive 10jährige Bundesanleihe mit einem Coupon von 6 Prozent. Wenn der Bund-Future steigt, sinkt die Rendite. Rein rechnerisch hat diese Anleihe bei einem Kurs von 160 Euro eine Rendite von Null. Null Prozent Rendite bei einer Anleihe auf 10 Jahre. Niemand konnte sich jemals vorstellen, dass der Bund-Future auf ein solches Niveau steigt. Und doch, auch hier ist wieder einmal das Unvorstellbare geschehen, wie so oft an den Börsen. Und es würde mich nicht wundern, wenn wir die 160 Euro sogar noch kurz überwinden, auch wenn das völlig absurd wäre.

Hinweise auf das Ende der Blase

Aber Vorsicht! In diesem Chart sind nun klare Anzeichen einer Blasenbildung zu erkennen. Schauen Sie sich dazu die Dynamik der letzten Aufwärtsbewegung auf, die sich aktuell sogar noch verschärft. Es geht fast senkrecht nach oben. Und genau das ist meistens (!) ein deutlicher Hinweis auf das Ende  einer Blase – diese steilen Anstiege werden als Fahnenstange bezeichnet.

Passt die Stimmung zur Blase?

Nun können Kleinanleger nicht so einfach auf den Bund-Future setzen, beziehungsweise das tun eher erfahrene Trader und deswegen ist es bei dieser Blase auch schwer, die für eine Blase  typisch „euphorische“ Stimmung abzulesen (siehe auch den Steffens Daily von gestern).

Das Ende eines großen Trends

Doch selbst wenn man das Sentiment außen vor lässt, gibt es auch noch weitere Hinweise.

Große Trends laufen gerne in drei Aufwärtswellen ab, die von zwei Konsolidierungen unterbrochen werden. Oft sind dabei die erste und die dritte Welle gleich groß.

Im folgenden Chart habe ich Ihnen diese möglichen Wellen eingezeichnet:

Die erste und dritte Aufwärtswelle sind durch zwei blaue Rechtecke eingezeichnet, welche die gleiche Höhe haben. Wenn also die dritte Aufwärtswelle so groß wird, wie die erste, dann ist noch Platz bis leicht über 160 Euro. Die zweite Aufwärtswelle ist grün eingezeichnet und diese ist idealtypisch auch größer als die erste und die dritte. Dazwischen sehen Sie die beiden kleinen Konsolidierungen (rot).

Wir können also festhalten, dass wir uns am Ende dieses großen Aufwärtstrends befinden. Noch ist ein wenig Platz, aber viel wird da nicht mehr geschehen.

Jetzt schon auf steigende Zinsen wetten?

Sollte man also jetzt short gehen? Nein, das ist zu früh, eben weil solche großen Aufwärtstrends gerne zunächst in eine größere Seitwärtsbewegung im Bereich der Hochs übergehen, bevor sie einbrechen. Diese Entwicklung muss man insbesondere im Bund-Future als Möglichkeit einbeziehen, weil hier eben nicht die Masse der Anleger (direkt) investiert ist und somit keine Euphorie vorhanden ist. Es ist also wahrscheinlich, dass der Bund-Future irgendwann in eine Seitwärtsbewegung übergeht, um dann im weiteren Verlauf (ich denke, es könnte sich sogar um Jahre handeln), dann nach und nach wieder in Richtung 140 Euro und tiefer zu laufen.

Zum Abschluss noch einen kurzer Blick in die USA

Morgen wird der US-Arbeitsmarktbericht erwartet. Die Prognosen gehen von 314.000 neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft aus, nach 230.000 Stellen im Vormonat.

Mehr dazu, weiter unten unter bei den US-Konjunkturdaten.

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

 


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US-Konjunkturdaten

Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind um 4.000 auf 294.000 Anträge gesunken. Analysten hatten allerdings mit einem noch stärkeren Rückgang auf 290.000 gerechnet. Der Wert für den gleitenden Vierwochendurchschnitt fiel gegenüber der Vorwoche auf 290.500.

Nach der Entwicklung der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist es fragtlich, ob der US-Arbeitsmarkt die hohe Prognose von 314.000 neu geschaffenen Stellen halten kann.


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