In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Der DAX brach nach einem neuen Allzeithoch wieder ein. Ist dies ein Fehlsignal dem eine längere Konsolidierung folgen wird? ...
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Heute richtet sich der Blick auf die US-Arbeitsmarktdaten und die EZB-Sitzung. Wie schon geschrieben, wird morgen der offizielle US-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht. Werfen wir dazu zunächst einen Blick zurück:

Nach dem ADP-Bericht, der immer am Mittwoch vor dem offiziellen US-Arbeitsmarktbericht veröffentlich wird, sind im November 208.000 neue Stellen geschaffen worden. Analysten hatten hingegen mit einem Plus von 223.000 Stellen gerechnet, nach 233.000 zuvor. Generell geht man davon aus, dass Werte über 200.000 auf ein solides Wachstum hindeuten:

Sie sehen unten an den grauen Balken, dass die Zahl der Beschäftigten wächst. Und dieses Wachstum geht bei Werten von 200.000 neu geschaffenen Stellen pro Monat gleichmäßig weiter. Nun wird immer wieder versucht, aus dem ADP-Bericht eine direkte Tendenz für den darauffolgenden offiziellen US-Arbeitsmarktbericht abzuleiten. Das ist allerdings, wie hier schon mehrfach belegt, nicht möglich. Man kann lediglich die übergeordneten Tendenzen auf längere Sicht erkennen.

Trotzdem, der Markt hatte die leicht schwächere Entwicklung des ADP-Berichts als Hinweis interpretiert, dass die Prognose für den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht von 230.000 Stellen zu hoch gegriffen sei. Der Vormonatswert lag noch bei 214.00 Stellen.

Erstanträge als weiterer Maßstab

In diese Überlegung floss mit ein, dass die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche deutlich auf 314.000 gestiegen waren und beim Vierwochenschnitt seit einiger Zeit eine klar ansteigende Tendenz zu erkennen gewesen war. Ich hatte davon berichtet. Beides sprach also bisher für eine tendenzielle Verschlechterung auf dem US-Arbeitsmarkt.

 

Heute um 14:30 Uhr wurden die neuen Daten dazu veröffentlich, und demnach sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 17.000 auf 297.000 Stellen gefallen. Analysten hatten allerdings mit einem Wert von 295.000 Stellen gerechnet.

Mit dem heutigen Wert scheint diese aufwärtsgerichtete Tendenz bei den Erstanträgen zunächst unterbrochen, zumal der Wert erneut unter der 300.000er Marke liegt.

Während also bis heute einige Faktoren dafür sprachen, dass die „hohe“ Prognose für den morgigen offiziellen US-Arbeitsmarktbericht zu hoch angesetzt war, ist durch diesen Wert alles wieder offen.

Das ist aus folgendem Grund wichtig: Ein starker US-Arbeitsmarkt erhöht die Gefahr, dass die Fed die Zinsen doch früher erhöht. Der Markt preist diese Risiken ein. Starke Arbeitsmarktdaten führen somit tendenziell zu fallenden Kursen. Und genau das geschah auch in den USA. Die US-Futures brachen nach der Veröffentlichung der Erstanträge ein.

EZB oder US-Arbeitsmarkt

Aber es gab noch einen weiteren wichtigen Termin um die gleiche Uhrzeit: Die Zinssitzung der EZB. Im Anschluss enttäuschte EZB-Präsident Mario Draghi die Hoffnungen auf kurzfristige weitere Lockerungen der EZB. Er sagte, dass erst einmal die Wirkungen der aktuellen Maßnahmen abgewartet werden sollen. Gleichzeitig kassierte er aber die Wachstumsprognosen für 2015.

Die Reaktionen waren eindeutig: Der Euro stieg und mit dem steigenden Euro zeigte der DAX wieder einmal diese in diesem Jahr so typische Schwäche zu den US-Indizes (den Zusammenhang hatte ich hier im Steffens Daily in den vergangenen Wochen beschrieben). Das geschah, kurz nach dem der DAX ein neues Allzeithoch bei 10.083 Punkten ausgebildet hatte. Und damit könnte dieser kleine Ausbruch mit anschließendem Rückfall ein typisches und starkes Fehlsignal sein, das eine Konsolidierung einleitet. Hier sollten Sie nun Vorsicht walten lassen!  

Allerdings gibt es noch einen anderen Aspekt, den man beachten muss: Sie erinnern sich sicherlich an die These, dass die Stillhalter den DAX zum Verfallstag im Bereich der 10.000er-Marke halten wollen. (siehe Steffens Daily vom 26.November) Auch das könnte eine Rolle gespielt haben. Schließlich war die Zinssitzung eine gute Gelegenheit, den Ausbruch zu negieren und ein Verkaufssignal zu generieren. Inwieweit das aber wirklich mit „Absicht“ geschah, weiß wohl niemand. Insofern ist das zurzeit nichts weiter, als eine „wilde Theorie“. Ich bin aber dieses Mal äußerst gespannt, wo der DAX zum Verfallstag am 19.12.2014 steht!

Viele Grüße

Jochen Steffens


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