In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Kann wieder einmal eine neue Technologie die Weltmärkte retten? ...
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Hinweis: Da ich am Freitag zu WOT nach Frankfurt fahre, erscheint der nächste Steffens Daily am Montag, den 24.11.2014

Das Wichtigste in dem Protokoll der Fed-Sitzung zur Zinspolitik ist wohl der Satz, dass die Mitglieder noch eine „geraume Zeit“ an den niedrigen Zinsen festhalten wollen. Hier spiegeln sich die jetzt wieder etwas zunehmenden Sorgen der Fed-Mitglieder vor eine Deflation wider. Und damit treten Befürchtungen, dass die Fed doch früher die Zinsen anheben könnte, wieder etwas in den Hintergrund.

Es ist eben das, was ich schon seit vielen Jahren schreibe: Die USA (und nicht nur die USA) hat ein Deflationsproblem (übrigens auch schon, als alle Welt noch seltsamerweise über Inflationsgefahren spekulierte). Deflation ist das, was sich niemand vorstellen konnte, in Japan allerdings seit 1990 ein Thema ist.

Bisher gibt es in der Volkswirtschaftslehre noch keine praktikable Lösung, wie man diese deflationären Tendenzen bekämpft, denn man hat einfach noch keine Erfahrungen sammeln können. Und so geht das riesige Experiment der Fed weiter. Ein Experiment, das überhaupt nur entstanden ist, weil die Ökonomen bis in die 1990er Jahre hinein von der nun offensichtlich falschen Annahme ausgegangen sind, dass man Deflation ganz einfach bekämpfen kann, in dem man wie verrückt Geld druckt.

Wir wissen heute, dass es nicht ganz so einfach ist. Aber wir wissen noch nicht, was denn schlussendlich funktionieren würde - da bräuchte man eine Kristallkugel.

Die Hoffnung auf eine neue Hochtechnologie – ein Ausblick

Es gibt aber eine Hoffnung, die zurzeit die wenigsten Ökonomen auf dem Schirm haben. Es ist wie so oft ein Weg, den man weder forcieren noch beeinflussen kann.

Es müsste eine neue Technologie entstehen, die in der Lage ist, das alltägliche Leben bis hin zu den modernen Produktions- und Serviceprozessen nachhaltig zu verändern. Nachhaltig verändern heißt eigentlich: komplett zu ersetzen.

Das letzte Mal ist das gelungen: Ende der 1970 Jahre als der Computer anfing, die Welt zu verändern. Ich hatte schon häufiger hier geschrieben: Die aktuelle Börsenentwicklung ist mit der Entwicklung der 1960 bis 1980er Jahre zu vergleichen. Auch damals verharrte die Welt knapp 20 Jahre in einer Krise welche die Börse in eine Seitwärtsbewegung zwang.

Und nichts konnte in dieser Zeit diese Krise beseitigen. Nicht die Politik, nicht die Notenbanken. Wenn man ganz ehrlich ist, und das wird den Ökonomen nicht gefallen, war es etwas ganz anderes, was zum Ende der Krise führte.

Zunächst revolutionierte der Computer ab Ende der 70er Jahre die Produktionsprozesse, dann die Serviceprozesse (Büro, etc) und schlussendlich den Alltag. Alles wurde anders, alte Gepflogenheiten wurden durch neue Abläufe ersetzt. Und dieses Neue musste produziert und geschaffen werden, es musste vermarktet und verkauft werden. Es musste gelehrt, gelernt und verarbeitet werden. Das alles trieb die Wirtschaft an und führte zu einem Boom, der erst mit dem Jahr 2000 sein Ende fand.

Und es war auch nicht das erste Mal, dass eine Technologie einen irren Wirtschaftsboom auslöste. Man denke an die Dampfmaschine, den Verbrennungsmotor, etc.

Eine neue Technologie, die ähnlichen Prozess einleiten kann, würde also auch die zurzeit hohen deflationären Tendenzen quasi aufsaugen.

Was aber kann das sein?

Im Moment ist noch nicht wirklich abzusehen, was für eine Technologie dies sein kann. Es gibt aber eine Vielzahl von Technologien, die das theoretische Potenzial haben.

Ein Beispiel ist die Nano-Technologie, auch wenn sie zurzeit wieder etwas aus dem Fokus geraten ist.

Ebenso diskutiert und bereits als "dritte industrielle Revolution" bezeichnet wird der 3-D-Drucker. Hierzu ist schon viel geschrieben worden. Logisch, wenn Produktionsprozesse sich derart drastisch vereinfachen, dass ortsunabhängig oder sogar zu Hause produziert werden kann, wäre das tatsächlich eine industrielle Revolution. Diese Technik könnte erneut alle Produktions- und Serviceprozesse revolutionieren.

Doch wirklich interessant wird es, seitdem sich diese beiden Entwicklungen verbinden. Bereits jetzt ist es möglich, in Minuten Objekte im Mikro- und Nanobereich mit Hilfe von 3-D-Drucken zu erstellen. Auch der 3-D-Druck mit Molekülen gelingt bereits. Allein hieraus ergeben sich weitere, unvorstellbare Möglichkeiten.

Es ist dann auch nicht mehr weit bis zu der Frage, wann der Mensch in der Lage sein wird, in hoher Geschwindigkeit Moleküle auf atomarer Ebene zu bauen. Und dann sind theoretisch alle Rohstoffe nahezu unbegrenzt vorhanden. Das ist sicherlich bis jetzt noch eine Utopie - aber sie rückt näher...

Als Anleger vorbereitet sein - ist schwer!

Eines ist sicher: Wenn es zu einem neuen Technologieboom kommen wird, ist genau dies die Möglichkeit, von der jeder Anleger träumt. Und der Zeitpunkt ist günstig. Schaut man sich die Historie an, so sind diese oft nach langen Seitwärtsbewegungen und Krisenzeiten entstanden. Wir müssen also die Augen aufhalten.

Den Anfang wird man dabei verpassen. Niemand weiß am Anfang, dass eine technologische Revolution bevorsteht, einfach weil solche Revolutionen für den menschlichen Verstand nicht vorstellbar sind. Das glauben Sie mir nicht? Dann lesen Sie mal folgende Aussagen, die teilweise von den Mitbegründern einer neuen Technologie stammen:

"Die weltweite Nachfrage nach Kraftfahrzeugen wird eine Million nicht überschreiten - allein schon aus Mangel an verfügbaren Chauffeuren." Gottlieb Daimler 1901

"Es gibt keinen Grund dafür, dass jemand einen Computer (Zentralrechner) zu Hause haben wollte." Ken Olson, Präsident von Digital Equipment Corp., 1977

„Ich denke, dass es einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer gibt.“ Thomas Watson, Geschäftsführer IBM (allerdings 1943).

"Schön, aber wozu ist das Ding gut?" Ein Ingenieur der Forschungsabteilung Advanced Computing Systems Division von IBM zu einem Mikrochip, 1968

„640 Kilobyte sind genug für jeden.“ Bill Gates, 1981

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„No, Sir. Die Amerikaner brauchen vielleicht das Telefon, wir aber nicht. Wir haben sehr viele Eilboten!“ Sir William Preece, Chefingenieur der britischen Post 1896

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"Das Radio hat absolut keine Zukunft." Lord Kelvin, Mathematiker und Erfinder, Präsident der Royal Society, 1897

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"Das Pferd wird es immer geben, Automobile hingegen sind lediglich eine vorübergehende Modeerscheinung." Der Präsident der Michigan Savings Bank, 1903

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"Auf das Fernsehen sollten wir keine Träume vergeuden, weil es sich einfach nicht finanzieren lässt." Lee De Forest, Erfinder des Radios, 1926

"Wer zum Teufel, will denn Schauspieler sprechen hören?" Harry M. Warner, Chef von Warner Brothers, 1927

"Der Fernseher wird sich auf dem Markt nicht durchsetzen. Die Menschen werden sehr bald müde sein, jeden Abend auf eine Sperrholzkiste zu starren." Darryl F. Zanuck, Chef der Filmgesellschaft 20th Century-Fox, 1946

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Und auch wirklich kluge Köpfe haben sich getäuscht:

"Es gibt nicht das geringste Anzeichen, dass wir jemals Atomenergie entwickeln können." Albert Einstein, Entdecker der Relativitätstheorie, 1932

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Wenn schon die Experten unter „völliger Fehleinschätzung“ leiden, kann man sich vorstellen, wie schwer es ist, als Anleger eine Technologie einzuschätzen. Und dann muss man noch die richtigen Unternehmen finden. Es gab in den 1970er, 1980er Jahren so viele Computerfirmen, die heute keiner mehr kennt. Man hätte also so viel Geld auch komplett falsch investieren können, obwohl man in der Sache richtig gelegen hätte.

Aber es reicht eben auch, wenn ein solcher Boom die Welt aus der Krise ziehen würde, man muss schließlich nicht immer die neue Microsoft im Depot haben. Schauen wir also wie es weiter geht, in unserem ganz persönlichen Kinosaal namens Leben.

Viele Grüße

Jochen Steffens


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