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Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

in der vorigen Woche gab es vergleichsweise wenige Konjunkturdaten. Das ändert sich massiv in den kommenden Tagen – es stehen wieder wichtige  Zahlen auf dem Programm. Und danach kommt sogar eine wahre Zahlenflut auf die Anleger zu. Und auch die Notenbanken werden wieder im Fokus der Aufmerksamkeit stehen.

Wichtige Konjunkturdaten  bestimmen diese Woche

In den USA geht es am Mittwoch mit dem ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe los. Sein Pendant für das Dienstleistungsgewerbe folgt am Freitag. Beide Konjunkturbarometer stehen mit knapp 60 Punkten auf oder nahe ihren Höchstständen seit 2009. Sie signalisieren damit nicht nur eine robuste, sondern auch eine weiter wachsende US-Konjunktur.

In ähnliche Richtung deuten die Auftragseingänge für Investitionsgüter, die in der vergangenen Woche veröffentlicht wurden. Ökonomen erwarten daher, dass die ISM-Daten für September auf hohem Niveau bleiben. Das könnte dann der bislang ausstehende Hinweis dafür sein, dass die US-Wirtschaft tatsächlich Fahrt aufnimmt. Denn im ersten Quartal gab es (witterungsbedingt) kräftige Bremsspuren, die im zweiten Quartal zwar mehr als wettgemacht wurden. In der Summe war aber von einem starken Wachstum in diesem Jahr noch wenig zu spüren.

Daher wird auch der Arbeitsmarktbericht am Freitag wieder mit Spannung erwartet. Hier hatte es im August eine Enttäuschung gegeben (siehe Steffens Daily vom 09. September 2014). Aufgrund der genannten vielversprechenden US-Frühindikatoren sowie der Arbeitslosenanträge, die sich inzwischen auf einem niedrigen Niveau eingependelt haben, rechnen Analysten wieder mit einem deutlichen Anstieg der neu geschaffenen Stellen im September.

Auch die Notenbanken dürften wieder Aufmerksamkeit erhalten

Damit würde natürlich die Fed wieder in den Blickpunkt des Interesses rücken, die  im September noch jeglichen Hinweis auf die erste Zinserhöhung  vermieden hatte. Falls also die Konjunktur im dritten Quartal weiter zugelegt hat, könnte die Fed bei ihrer Sitzung Ende Oktober einen ersten Hinweis auf die Zinserhöhung im kommenden Jahr geben.

Beobachter rechnen in diesem Fall damit, dass die Formulierung, „die Leitzinsen [werden] eine beträchtliche Zeitspanne, nachdem das Wertpapierkaufprogramm endet“ auf dem aktuellen Niveau bleiben, entfällt. Auf diese Möglichkeit deuten auch die erhöhten Erwartungen der Fed-Mitglieder zur künftigen Leitzinsentwicklung, die die Fed nach ihrer September-Sitzung veröffentlicht hat (siehe Steffens Daily vom 18. September 2014).

Zuvor werden sich die Augen der Börsianer noch kurz auf die EZB richten, die am Donnerstag ihre nächste Ratssitzung durchführt. Überraschungen sind jedoch nicht zu erwarten, insbesondere wenn die Preisentwicklung in der Eurozone, wie von Ökonomen erwartet, wieder leicht steigt. (Die Daten dazu werden am morgigen Dienstag veröffentlicht.) Die EZB dürfte daher erst einmal ihre jüngsten Maßnahmen auf den Weg bringen und deren Auswirkungen abwarten. Mit neuen Schritten – zum Beispiel dem in Aussicht gestellten Ankaufprogramm für Staatsanleihen – ist daher frühestens im kommenden Jahr zu rechnen.

Und dann beginnt bald die Quartalsberichtssaison

Viel wichtiger für die Börsen wird die neue Berichtssaison zum dritten Quartal sein. Die beginnt „offiziell“ am kommenden Dienstag – traditionell mit den Zahlen des Rohstoffkonzerns Alcoa. Hier ist die Ausgangsituation ähnlich wie bei den Konjunkturdaten: Das erste Quartal fiel äußerst schwach aus, das zweite dafür umso stärker. Da es auch bei den Unternehmensgewinnen einen Nachholeffekt nach dem schwachen ersten Quartal gab, lässt sich aus diesen beiden Quartalen keine klare Tendenz erkennen. Diese erhoffen sich die Anleger aber jetzt.

Zudem ist das dritte Quartal ist traditionell ein sehr wichtiges Quartal für die Börsen, wenn nicht sogar das wichtigste. Denn nun haben die Unternehmen keine Ausreden mehr, was ihre selbst gesteckten Ziele fürs Jahresende betrifft. Außerdem liegen zu diesem Zeitpunkt meist rund drei Viertel der Umsätze und Gewinne fest, auch wenn in einigen Branchen natürlich das vierte Quartal (Weihnachtsgeschäft!) häufig das stärkste ist. Trotzdem gilt: An den Ergebnissen des dritten Quartals lassen sich die Ergebnisse des Gesamtjahres schon recht zuverlässig ablesen.

Außerdem richten die Anleger spätestens nach dem dritten Quartal die Augen  auf das kommende Jahr. 2014 ist de facto schon abgehakt und mit den Informationen der Berichtssaison sowie den Konjunkturtendenzen insgesamt lassen sich erste vernünftige Prognosen für die folgenden zwölf bis 15 Monate erstellen.

Warum der Oktober mitunter ein „Crash-Monat ist“

Das ist auch der Grund, warum der Oktober crashgefährdet ist. Denn wenn die Ergebnisse des dritten Quartals enttäuschend ausfallen, dann reagieren die Börsen darauf natürlich mit Kursverlusten, insbesondere wenn die Erwartungen zuvor recht hoch waren.

Derzeit schwanken die Börsianer zwischen Hoffen und Bangen. So hegen sie sicherlich die Hoffnung, dass die beginnende Berichtssaison ähnlich überzeugende Ergebnisse liefert wie das Vorquartal und damit die Aufwärtstrendenz bestätigt, die die Konjunkturindikatoren vermuten lassen. Andererseits haben die Analysten aufgrund der bislang wenig überzeugenden Unternehmenszahlen auch im Vorfeld dieser Berichtssaison ihre Schätzungen erneut reduziert (siehe folgende Grafik):

Standard & Poors

Quelle: Standard & Poor‘s

Aus den oben genannten Gründen fiel der Rückgang aber nicht mehr ganz so stark aus wie noch nach dem zweiten Quartal. Denn der Blick auf das Gesamtjahr wird eben klarer und damit der Korrekturbedarf kleiner. Insofern sehen wir bei den Analystenschätzungen inzwischen eine Bodenbildung (grüne Linien), die erfreulicherweise auch für 2015 (dunkelblaue Kurve) zu verzeichnen ist.

Trügerische fundamentale Ruhe

Aber das ist eine trügerische Konsolidierung. Denn solche „Plateaus“ gab es auch schon in den Quartalen zuvor (siehe rote Linien). Und als dann die Quartalsergebnisse und insbesondere die Ausblicke der Unternehmen doch wieder schwächer ausfielen, sackten die Schätzungen schnell  wieder ab.

Während des gesamten hier abgebildeten Zeitraums stiegen jedoch die Aktienmärkte und damit auch die Diskrepanz zwischen  Gewinnerwartungen (Kurven in der Grafik) und steigenden  Bewertungen. Das kann sich nicht endlos fortsetzen.

Ihr Börsenfahrplan für die kommenden Wochen

Möglicherweise drücken die Turbulenzen der vergangenen Woche die Unsicherheit der Anleger aus. . Aber warten wir einfach die weitere Kursentwicklung ab. Dabei ist es aus Anlegersicht recht einfach: Bleiben die Märkte – insbesondere der S&P 500 – in einer Konsolidierung mit überschaubarer Spanne unterhalb der 2.000 Marke, sind die Bedenken der Börsianer offenbar nicht allzu groß und wir haben es weiterhin „nur“ mit dem Kampf um eben diese runde Marke zu tun. Dann können Sie investiert bleiben bzw. falls noch Nachholbedarf haben, in den Schwächephasen vorsichtig Positionen aufbauen.

Das gilt auch im Fall eines Ausbruchs, bei dem dann klar ist, dass die fundamentalen Bedenken spielen keine Rolle spielen. Nur bei Etablierung einer hartnäckigen Abwärtsbewegung könnten die Anleger auf diese Bedenken reagieren – vor allem natürlich, wenn die Quartalszahlen enttäuschen. Dann ist es an der Zeit, über eine schrittweise Reduzierung der Aktienquote nachzudenken bzw. Neuengagements zurückzustellen.

Damit ist Ihr Fahrplan für die kommenden Wochen abgesteckt und ich wünsche Ihnen in dieser Zeit erfolgreiche Investments!

Ihr Torsten Ewert


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