In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Warum man zurzeit keine guten Prognosen erstellen kann. ...
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Und da waren sie wieder, die Leser-Reaktionen, mit der ich nach dem gestrigen Steffens Daily fast gerechnet habe. Offensichtlich fehlten die klare Aussage und das kräftige Statement. Einer schrieb sogar, es wäre eine Analyse gewesen, die jedermann hätte schreiben können. Er hat nicht einmal Unrecht damit. 

Klar kann das jeder schreiben. Doch der Unterschied zwischen anderen Börsennewsletter und dem Steffens Daily ist, dass alle anderen genau das nicht tun. Die einen versuchen Sie zu überzeugen, dass es weiter nach oben geht, die anderen schreiben, dass nun der Crash folgt. Wenige trauen sich aber zuzugeben, dass man es im Moment nicht so recht sagen kann. Dabei ist letzteres an den Börsen viel häufiger der Fall, als die meisten Börsianer denken.

Aber schauen wir uns doch mal eine Auswahl der zurzeit wesentlichen Argumente von Bullen und Bären an.

Die Bullen

Für weiter steigende Kurse spricht, dass der DAX nach einer langen Aufwärtsbewegung seitwärts konsolidiert und der große Aufwärtstrendkanal noch vollkommen intakt ist. In den meisten Fällen stellen Seitwärtsbewegungen in einem Aufwärtstrendkanal lediglich eine Konsolidierung dar, der weiter steigende Kurse folgen:

Bullish ist auch, dass die Kurse trotz aller Krisen und Sorgen nicht deutlicher fallen. Das hat unter anderem damit zu tun, dass sowohl die EZB als auch die Fed eine extrem expansive Geldpolitik fahren. Und gegen sehr niedrige Zinsen sollte man eigentlich nie auf fallende Kurse setzen, es sei denn, es zeichnet sich eine starke Deflation ab. Auch der nun wieder stärker fallende Euro könnte zumindest die europäischen Aktienmärkte befeuern.

Ein letzter Punkt ist, dass insbesondere die US-Indizes aus ihren großen Seitwärtsbewegungen der vergangenen Jahre nach oben ausgebrochen sind, und dass dies meist zu starken, hoch dynamischen Aufwärtstrends führt. Dazu hatte ich bereits Ende vergangenen Jahres einen Steffens Daily geschrieben:

Nachzulesen hier!

Hinzu kommt der Präsidentschaftszyklus, nachdem wir in dem Vorwahljahr (2015) und Wahljahr (2016) mit stärkeren Aufwärtstrends rechnen sollten.

Die Bären

Aber es gibt natürlich auch Argumente auf der Bärenseite.

So entwickelt sich die Wirtschaft in der EU nicht wirklich gut. Die Krise ist noch nicht vorbei und durch die neuen geopolitischen Risiken entstehen große Unwägbarkeiten. Des Weiteren sind die US-Indizes schon stark überkauft und auch in der US-Wirtschaft lassen sich erste kleine Schwächeanzeichen erkennen.

Ein wichtiger Punkt ist zudem, dass die US-Anleger ab Oktober auf die Jahresendrally setzen wollen, also das Weihnachtsgeschäft. Nun sind die US-Indizes in diesem Jahr schon gut gelaufen, die Wirtschaft zeigt kleine Schwächesignale und die Fed fährt ihr Anleihenkaufprogramm auf null. Damit entstehen natürlich Risiken. Denn wenn die Jahresendrally ausbleiben sollte, könnte es schlimmstenfalls einen Enttäuschungseinbruch geben. Das ist ein Grund, warum der Oktober so crashgefährdet ist.

Und auch aus charttechnischer Sicht gibt es, zumindest aus Sicht der US-Indizes, bearishe Szenarien. Dazu ein Vergleich:

 

In den 1960er -1980er Jahren hatte es schon einmal eine große Seitwärtsbewegung gegeben (siehe unterer Chart) - damals im S&P500 an der 100er Marke. Der S&P500 ist dann nach oben ausgebrochen, erreichte die 140er Marke und fiel dann mehrere Jahre wieder zurück in die Richtung der 100er Marke. Er brach also um knapp 30 Prozent ein (unterer roter Pfeil).

Dieser Rückfall an das Ausbruchsniveau ist nicht ungewöhnlich bei einem Ausbruch aus einer derart langjährigen Seitwärtsbewegung.

Aktuell (oberer Chart) ist der S&P500 nach dem Ausbruch aus seiner Seitwärtsbewegung von 1.500 auf 2.000 Punkte gestiegen. Es könnte natürlich sein, dass auch dieses Mal ein solcher Retest des Ausbruchsniveaus ansteht. Dabei würde der S&P500 bisher nur 25 Prozent an Wert verlieren. Also auch nichts Ungewöhnliches.

Und was passiert jetzt?

Dies war nun sicher keine abschließende und vollständige Analyse aller Argumente der Bullen und Bären. Aber allein diese Auswahl zeigt schon, dass es eben die verschiedensten Argumente gibt, aus denen sich sowohl die Bullen als auch die Bären bedienen können und das auch ausgiebig tun.

Wir bewerten nun viele dieser Aspekte, mehr als man hier in einem Newsletter darstellen kann (Dazu empfehle ich Ihnen als Einblick zum Beispiel unseren alljährlichen Jahresausblick. Auf ca. 30 Seiten stellen wir eine wesentlich umfangreichere Übersicht vor. Aber selbst diese ist bei weitem nicht vollständig.)  

Wenn wir jedoch ein starkes Übergewicht auf einer Seite erkennen, dann lesen Sie das hier im Steffens Daily. Wenn hingegen die Analysen zeigen, dass die Tendenzen nicht eindeutig sind, dann lesen Sie eben auch genau das hier. Und dazu stehe ich.

Und deswegen: Wir sind nach wie vor für bullish für den DAX, würden unsere Meinungen aber auch sehr schnell ändern, wenn der Markt etwas Gegenteiliges signalisiert. Die Seitwärtsbewegung im DAX bis September unter der 10.000er Marke haben wir ebenfalls so prognostiziert.

Einfach geht immer

Und das Schöne ist doch, dass wir es uns mit dem Wissen um die Seitwärtsbewegungen einfach machen können: Achten Sie doch einfach darauf, in welche Richtung der DAX aus seiner Seitwärtsbewegung nachhaltig ausbricht. Dazu zwei idealisierte Kursverläufe:

Da die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass bei einem Ausbruch die Trendrichtung längere Zeit fortgesetzt wird, bleibt viel Zeit einzusteigen.

Und natürlich kann es auch hier zu starken Fehlsignalen kommen oder auch zu gänzlich anderen Entwicklungen. Doch wir können eben nur Wahrscheinlichkeiten handeln, das ist bei der fundamentalen Analyse genauso, wie bei der charttechnischen.

Börse wäre nicht Börse, wenn sie einfach wäre…

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende

Ihr

Jochen Steffens


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