In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Die Geldpolitik der Fed und der EZB ändern sich, so dass mit einem weiter fallenden Euro zu rechnen ist. Führt das zu einer Rally im DAX? ...
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Nachdem die Fed Ende 2013 angekündigt hatte, schrittweise und vorsichtig aus der extrem expansiven Geldpolitik auszusteigen, eben weil sich die US-Wirtschaft sowie der US-Arbeitsmarkt langsam erholen, kommt allmählich die Stunde der EZB:

Die EZB hatte zuvor keine Chance, gegen den massiven Ankauf von Staatsanleihen seitens der Fed anzukommen. Sie musste es also hinnehmen, dass der Euro in den vergangenen beiden Jahren zum Dollar aufwertete. Doch bald nach der Ankündigung der Fed, den Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik zu beginnen, hörte man von der EZB, dass ein Wechselkurs Euro/Dollar bei 1,40 deutlich zu hoch sei. Auch aus mehreren EU-Ländern äußerten sich Politiker und Notenbanker, dass eine Erholung der Wirtschaft bei diesem Wechselkurs kaum möglich sei.

Der Euro muss weiter abwerten, um die Wirtschaft zu stützen

Die EZB kündigte dementsprechend weitere Maßnahmen an, und der Euro reagierte prompt. Seit Mai dieses Jahres fällt er. Begründet werden diese Maßnahmen offiziell natürlich mit den nach wie vor existenten deflationären Tendenzen (auch Disinflation genannt, also ein Abnehmen der Geschwindigkeit des Preisanstiegs) da die eigentliche Aufgabe der EZB die Geldwertstabilität ist, muss sie das in den Vordergrund stellen. Da die Inflation noch weit entfernt von der 2 Prozent liegt, ist das auch unproblematisch. Aber schlussendlich geht es dabei um eine Schwächung des Euros.  

Wie weit wird der Euro fallen?

Wenn nun aber die Fed mit ihrem Ausstieg aus der geldpolitischen Lockerung weitermacht, die EZB tendenziell die Geldpolitik weiter locker halten will oder sie sogar noch weiter lockert, müsste der Euro gegenüber dem Dollar weiter abwerten. Auch wenn die Unterschiede zwischen der Geldpolitik der Fed und der EZB nicht so wirklich groß sind. Und somit lohnt ein Blick auf die langfristigen Charts, denn hier fällt etwas auf.

Eigentlich spricht die ähnliche Geldpolitik für eine Seitwärtsbewegung

Sie erinnern sich, ich gehe seit einigen Jahren von einer großen Seitwärtsbewegung zwischen 1,20 und 1,50 Dollar aus. Kurz: Seitwärtsbewegung deswegen, weil die Zinsen in der EU und in den USA ähnlich niedrig sind.

Und diese Prognose ist größtenteils so auch bisher eingetroffen. Lediglich der vergangene Anstieg erreichte nicht mehr die 1,50er Marke, sondern scheiterte bereits an der 1,40er Marke. Und damit könnte sich nun eine neue Situation ergeben (man beachte den Konjunktiv):

In diesem Chart sehen Sie die Entwicklung des Euro/Dollars seit ca. 2005. Mittlerweile zeichnet sich auf der Oberseite eine abwärtsgerichtete Trendlinie ab. Diese ergibt mit der unteren Begrenzung der  ehemaligen Seitwärtsbewegung bei 1,20 (bis 1,21) Dollar ein absteigendes Rechteck.

Bevor ich darauf weiter eingehe, möchte ich Verwirrung vermeiden: Vor kurzem hatte ich geschrieben, dass das nächste Kursziel bei 1,266 Dollar liegt. Das stimmt auch weiterhin, es ist eine Analyse im kurzfristigeren Bereich. Aber wenn diese Unterstützung  auch noch fällt, werden die Kurse in Richtung 1,20 Dollar laufen. Damit stünde der Euro wieder am unteren Ende der übergeordneten Seitwärtsbewegung.

Normalerweise ist in diesem Fall die Wahrscheinlichkeit höher, dass es zu einer Erholung kommt und die Kurse wieder in Richtung der oberen Begrenzung der Seitwärtsbewegung laufen. Doch mit dieser neuen Entwicklung, also der absteigende Trendlinie auf der Oberseite, neutralisiert sich das Bild. Die Wahrscheinlichkeit sinkt auf Zufallsniveau. Dazu der folgende Chart:

 

Wir hatten es in diesem Devisenpaar allerdings schon einmal mit einem solchen absteigenden Dreieck zu tun. Das war im (zurückberechneten) Euro/Dollar Verhältnis in den 90 Jahren der Fall. Und bei den Dreiecken gilt die Regel: Wird die untere horizontale Linie  bei einem absteigenden Dreieck nach unten gebrochen, so ergibt sich daraus ein Kursziel, das der Spanne des Dreiecks von der Spitze bis zur Basis entspricht, die vom Ausbruchsniveau nach unten abgetragen wird. Im Chart ist das durch die farbigen Rechtecke kenntlich gemacht. Ende der 90er hat diese Regel (ungefähr) gepasst. Und in der heutigen Situation ergäbe sich daraus grob ein Kursziel von 0,91 Dollar.

Das große Aber

Wir wissen aber noch nicht, ob diese 1,20er Marke tatsächlich nachhaltig unterschritten wird. Das einzige, was sich verändert hat, ist vorerst die Wahrscheinlichkeit für eine große Gegenbewegung in Richtung 1,50 USD. Diese ist auf 50:50 gesunken. Das ist bisher alles. Eigentlich schade, es hätte ein lukrativer Trade werden können.

Nun muss man also erst einmal abwarten, ob die Marke von 1,20 überhaupt erreicht wird (wie gesagt, das kurzfristige Kursziel liegt zunächst bei 1,266 USD). Wenn das geschieht, dann müssen wir die jeweilige Politik von Fed und EZB neu analysieren. Im Bereich der 1,20er Marke könnte es dann aber zu einer Art Showdown im Euro/Dollar kommen.

Und was macht der DAX dann?

Und das führt zu der letzten These des heutigen Tages, die allerdings viel Geld einbringen könnte: Denn was geschieht mit dem DAX, wenn der Euro auf unter einen Dollar fällt? Wenn man sich anschaut, was der DAX in den Jahren 1999 und Jahr 2000 gemacht hat, dann könnte es sein, dass sich – parallel zu einem neuerlichen Verfall des Euro – auch die Entwicklung des DAX in etwa wiederholt.  Und dafür sprechen noch einige andere Gründe.

Damit könnte, zumindest aus Sicht der Börsianer, die Phase eines extrem schwachen Euro eine sehr lohnenswerte Zeit werden. Es wäre eine gute Prognosegrundlage, für den, der sie sieht. Wenn man die beiden Formationen im Euro vergleicht, dann befinden wir uns derzeit in einer vergleichbaren Situation wie Anfang 1999.

Aber gut, man sollte jetzt noch nicht zu viel spekulieren, warten wir erst einmal, was der Euro im Bereich der 1,26er Marke macht.

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

www.stockstreet.de


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