In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Die Notenbanksitzung der Fed wird mit Spannung erwartet, dabei gibt es keinen Grund für die Fed ihre Geldpolitik zu ändern. ...
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Heute wird das Sitzungsergebnis der Fed-Zinssitzung erwartet. Wie immer werden die Marktteilnehmer das offizielle Statement der Fed und die Aussagen der Notenbankchefin Janet Yellen auf die berüchtigte Goldwaage legen. Im Vorfeld gibt es, wie jedes Mal, viele Vermutungen und Analysen. Doch wie hier schon beschrieben, gehe ich nicht davon aus, dass die Fed maßgeblich von ihrem bisherigen Kurs abweichen wird. Das wäre tatsächlich gefährlicher als alles andere.

US-Verbraucherpreise sinken

Da die US-Verbraucherpreise immer noch niedrig und im August sogar um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken sind, gibt es auch noch keine Gründe, den geldpolitischen Kurs zu hektisch zu straffen. Zumal das der erste Rückgang seit April 2013 gewesen ist und die Analysten davon ausgegangen waren, dass die Preise lediglich stagnieren.

Weitere Anzeichen eine Wachstumsdelle zu erkennen

Diese Daten passen zu den US-Arbeitsmarktdaten, die in den vergangenen Wochen eine eher schwächere Tendenz zeigten. Es sieht, wie hier schon angedeutet, also tatsächlich danach aus, als würden wir eine kleine Wachstumsdelle in den USA sehen. Warum sollte die Fed, die sehr genau auf die Zahlen achtet, in so einer Situation irgendwelche „waghalsigen“ Änderungen in ihrer Geldpolitik verkünden oder sogar diese schneller straffen als bisher? Das wäre meines Erachtens Unsinn.

Normale konjunkturelle Entwicklung oder/und Folge der gelpolitischen Straffung

Im Prinzip muss dazu erst einmal die Frage geklärt werden, ob diese sich abzeichnende leichte Wachstumsdelle eine ganz normale Delle (Konsolidierung) in einem Aufwärtstrend des US-Wirtschaftswachstum ist oder sogar bereits eine Folge der bisherigen Straffung. Im letzteren Fall wäre sogar davon auszugehen, dass die Fed die Straffung eher verlangsamt.

Man sollte also, wie eigentlich immer an den Börsen, ruhig abwarten, wie sich die wirtschaftliche Situation in den USA weiterentwickelt und wie die bisherige Straffung von der Wirtschaft vertragen wird. Lassen Sie sich von verschiedenen marktschreierischen Analysen nicht beeinflussen.

DAX im Aufwärtsmodus, wie geht es weiter?

Kommen wir damit abschließend zu unserem guten alten DAX. Nach dem Einbruch an die 9.000er Marke kam es zu einer dynamischen Aufwärtsbewegung, die in den vergangenen Handelstagen in eine kleine Konsolidierung übergegangen ist. Dabei ist die charttechnische Welt dieser Aufwärtsbewegung zurzeit noch in Ordnung:

 

Die entscheidende Linie ist die blaue, leicht abwärts gerichtete Trendlinie. Dort kam es, wie bereits beschrieben, zu einem Test von unten (roter Pfeil), der die Relevanz dieser Linie bestätigte. Anschließend wurde diese Linie überwunden und nun kam es zu einem Test dieser Linie von oben (schwarzer Pfeil) der allerdings etwas frühzeitig abgebrochen wurde. Das sind alles ganz normale Ereignisse.

Gleichzeitig kämpft der Kurs, und auch das wäre normal, mit der schwarzen, strichpunktierten Mittellinie des breiten Aufwärtstrends (grüner Trendkanal – aber Achtung, diesen werde ich heute  leicht anpassen und damit wird sich auch die Mittellinie verändern -  mehr dazu weiter unten).

Und damit sieht der weitere Fahrplan wie folgt aus:

So lange die blaue Trendlinie hält, bleibt das Bild bullish. Wird diese wieder nach unten gebrochen, wäre das ein neuer bearisher Hinweis. Erst wenn die Kurse wieder in das untere Rechteck, also unter die 9.379er Marke fallen sollten, würde dieser bestätigt.

Auf der Oberseite kann es jetzt zu einer leicht ansteigenden Fluktuation um die Mittellinie herum kommen. Ein erstes bullishes Signal wäre, wenn die neue Mittellinie (siehe unten) nach oben überwunden wird. Die nächste entscheidende Marke ist aber die 9.862er Marke. Schafft es der DAX diese Marke zu überwinden, wäre das ein weiterer bullisher Hinweis in der übergeordneten Konsolidierung. Und diese Konsolidierung wird natürlich erst dann aufgelöst, wenn die 10.000-Punkte-Marke und die bisherigen Allzeithochs im DAX nach oben übertroffen werden.

Das ist es, was mir an der Charttechnik gefällt: Während die halbe Welt über all die wichtigen Themen, die in dieser Woche auf uns warten, sorgenvoll diskutiert und fachsimpelt, braucht man als Charttechniker lediglich auf die Charts zu schauen. Und da sieht man folgendes:

Beim DAX handelt es sich im großen Bild nach wie vor um eine Konsolidierung im Bereich der psychologisch hoch relevanten 10.000er Marke. Diese Konsolidierung habe ich Ihnen schon angekündigt, als ich noch nichts von der Ukrainekrise und alle den anderen Nachrichten wusste.

Ein neuer Trendkanal

Um zu zeigen, wie „verrückt“ das alles ist, folgendes: Nehmen wir an, Sie hätten ein Jahr im Dschungel verbracht, ohne Anschluss an die Zivilisation – Sie hätten keine Nachrichten und schon gar keine Börsenkurse gesehen. Heute würde ich Sie dort besuchen. Ihre erste Frage als alter Börsianer wäre natürlich: Wo steht der DAX? Und dann würde ich Ihnen den folgenden Chart vorlegen und Sie fragen, in welchem geopolitischen Umfeld wir uns wohl befinden. Sie würden niemals auf die Idee kommen, dass es größere geopolitische Krisen gegeben hätte und noch gibt! Und wenn ich Ihnen dann erzählen würde, was alles passiert ist, würden Sie verwundert fragen: Und der DAX hat darauf nicht reagiert? Verrückt oder?

Das Beispiel zeigt, dass es sich immer mal wieder lohnt, sich zurückzulehnen und das große Bild zu betrachten – auch um hin und wieder für eine kurze Weile aus dem emotionalen Sumpf der täglichen Horrormeldungen herauszufinden.

Es handelt sich beim DAX tatsächlich nach wie vor um einen mittlerweile perfekten Aufwärtstrend. Eine Konsolidierung im Bereich der 10.000er Marke hätte jeder Chartanfänger erwartet. Und diese hat zumindest bis jetzt noch nicht einmal dazu geführt, dass dieser Aufwärtstrend gebrochen wurde. (Aber selbst das wäre angesichts der Relevanz dieser 10.000er Marke normal).

Die neue Mittellinie liefert ihr erstes gutes Signal

Allerdings ist dieser Aufwärtstrend nun etwas breiter eingezeichnet, als der bisherige im oberen Chart (die alte obere Begrenzungslinie ist hier blau gestrichelt dargestellt). Zudem habe ich den Anstiegswinkel des Trends ganz leicht verändert, um ihn an das vergangene Tief anzupassen – aber wirklich kaum messbar.

Wichtiger ist, dass sich durch die breitere Darstellung dieses Trend seine Mittellinie, von der ich oben bereits geschrieben hatte, verschiebt (siehe rot Linie). Dieser neue, breitere Trend hat eine etwas höhere Relevanz als der alte und damit natürlich auch die Mittellinie. Und jetzt sieht man auch, was der DAX jüngst widerfuhr: Er prallte nahezu punktgenau an dieser Mittellinie ab. Das ist bisher alles…

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

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