In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Im Moment wird der DAX von zwei wichtigen Widerständen begrenzt. Hier wird eine erste und wichtige Entscheidung fallen ...
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Heute müssen wir uns wieder den Charts widmen. Im DAX zeichnet sich ab, dass die hier als wesentlich benannten Widerstand- und Unterstützungslinien weiterhin Bestand haben. An diesen muss in den kommenden Tagen eine Entscheidung fallen.

Im Dreieck

Und damit zu der bekannten und seit Monaten unveränderten Chartanalyse nach der Target-Trend-Methode des DAX:

 

 

Sie sehen, dass der DAX zurzeit zwischen der blauen Abwärtstrendlinie und der Rechteckunterkante bei 9.379 Punkten gefangen ist – beide Linien hatten wir schon besprochen. Damit es deutlicher wird habe ich Ihnen im folgenden Chart nur die beiden entscheidenden Linien dargestellt:

 

Sie sehen: Die Kurse laufen trotz kleiner Fehlsignale, zwischen diesen beiden Linien hin und her. Insofern ist davon auszugehen, dass im kurzfristigen Bereich bald eine Entscheidung fällt, zumal diese Linien ein Dreieck bilden, d.h. sich irgendwann auch treffen werden. Die möglichen Gründe für diese Entscheidung hat mein Kollege Torsten Ewert Ihnen bereits gestern genannt: Zum einen wird am Donnerstag die EZB-Entscheidung bekannt gegeben, zum anderen am Freitag der US-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht.

Und so werden wir bald eine erste kleine Entscheidung für den weiteren Chartverlauf sehen: Wird die blaue Linie nach oben gebrochen, wird es bullisher. Wird hingegen die schwarze Linie, die Unterstützung, nach unten verlassen, wird es bearisher. Wenn die Entscheidung hingegen weiter vertagt wird und die Kurse in die Spitze dieses Dreiecks vordringen, sinkt die Signalqualität wieder auf Zufallsniveau. Das ist typisch bei Dreiecken.  

Zeit für Fehlsignale

Das kleine Fehlsignal beim Test der Unterseite des aktuellen Rechtecks bei 9.379 Punkten wurde am Freitagnachmittag ausgebildet. Der DAX unterschritt diese Unterstützung um 16:25 Uhr um knapp 10 Punkte mit einem Tagestief bei 9369,40 Punkten. Damit wurde gleichzeitig auch die rote Konsolidierungslinie erreicht und auch ganz leicht unterschritten (siehe Chart 1).

Dazu folgende Information: Es gibt im DAX zwei Zeiträume, in der Signale eine deutlich niedrigere Relevanz haben, als zu den gewöhnlichen Handelszeiten. Das ist auf der einen Seite der Wochenanfang: Also Montagsmorgens bis zum Start der US-Indizes und Freitags im späteren Handel so ab 16 Uhr. Das sollte man wissen, insbesondere wenn man als Daytrader unterwegs ist.

Grundsätzlich sind aber solche Fehlsignale in volatilen Märkten leider nicht ungewöhnlich. Und zehn Punkte liegt nur um vielleicht zwei bis drei Punkte über der normalen Toleranz. Deswegen war es eben auch nur ein „kleines“ Fehlsignal.

Nicht nur die US-Anleger verkaufen europäische Aktien

Ich hatte vor einiger Zeit berichtet, dass der eigentlich Grund für die Schwäche des DAX im Vergleich zu den US-Indizes nicht (nur) die Krise in der Ukraine sei, sondern eben auch im erheblichen Maße US-Anleger daran beteiligt sind. Da diese aufgrund des fallenden Euros zusehen mussten und müssen, wie ihre Positionen trotz Seitwärtsbewegung des DAX seit Anfang des Jahres zunehmend an Wert verlieren, während die US-Indizes immer weiter stiegen, schichteten viele nun frustriert aus dem DAX in US-Werte um. Das kann man mittlerweile anhand der Geldströme belegen (diese Daten werden deutlich zeitversetzt veröffentlicht). Interessanterweise wurden jetzt Daten veröffentlich, die belegen, dass auch europäische Anleger zunehmend US-Papiere erwerben. Und auch das macht Sinn. Diese profitieren nämlich direkt sogar zweifach: Aufgrund des stärkeren Dollars zum Euro haben Sie einen Währungsgewinn bei gleichzeitig weiter steigenden US-Aktien.

Wenn die Masse etwas entdeckt, muss man vorsichtig werden

Allerdings muss man mittlerweile vorsichtig werden. Da dieses Ungleichgewicht nun schon eine Weile anhält und nun offensichtlich von einer breiteren Masse entdeckt wurde, die jetzt darauf spekuliert, steigt gleichzeitig die Gefahr, dass diese Entwicklung kurz davor steht, zu kippen. Wir kennen das Prozedere: Die Masse entdeckt Chance meistens am Ende eines Trends.

Und diese Sorge macht auch aus fundamentaler Sicht Sinn: Die Börse wettet im Vorfeld auf ein anstehendes Ereignis. In dieser Woche findet, wie gestern schon beschrieben, die EZB-Sitzung statt. Der Markt rechnet mit weiteren Maßnahmen der EZB. Also setzten die Devisenhändler im Vorfeld auf einen fallenden Euro. Wird die EZB nun Maßnahmen beschließen, ist das Ereignis, auf das gewettet wird, eingetreten. Das könnte dann, nach den ersten hektischen Reaktionen, zu einer schärferen Aufwärts-Korrektur im Abwärtstrend des Euros führen. Aber auch wenn solche Maßnahmen ausbleiben, könnte es zu einer solchen Reaktion kommen – das wäre dann eine Art Enttäuschungsrally. Lediglich die Dauer und die Intensität dieses Kursanstiegs würden sich unterscheiden.

Es ist als nicht unwahrscheinlich, dass der Abwärtstrend des Euro aus Sicht von einigen Wochen ein Ende findet. Und wenn der Euro zum Dollar wieder steigen sollte, verringern sich die Chancen der europäischen Anleger in den USA. Also, jetzt noch auf diesen Deal einsteigen zu wollen, ist zumindest aus kurzfristiger Sicht eher riskant. Langfristig wird die Schwäche des Euros zum Dollar jedoch weitergehen und zwar so lange, bis die EZB wieder tendenziell  stabilisierende Maßnahmen beschließen wird.

Viele Grüße

Jochen Steffens

PS Ich möchte mich an dieser Stelle für die vielen positiven Mails auf den Steffens Daily vom Freitag: „Was am Ende übrig bleibt oder der Abschied von einer Illusion“, bedanken. Es freut mich, dass Ehrlichkeit noch gefragt ist. Besonderer Dank geht auch an die langjährigen Trader, die mit ihren offenen Geschichten zu diesem Thema den beschriebenen Eindruck noch vertieften.


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