In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: EZB-Sitzung und US-Arbeitsmarktbericht, diese beiden Punkte werden die kommende Börsenwoche entscheiden. ...
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Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

in der vorigen Woche übersprang der S&P 500 erstmals die Marke von 2.000 Punkten. Allerdings stahlen ihm die europäischen Indizes in gewisser Weise die Show. Denn während der S&P 500 und die anderen großen US-Indizes über ein mickriges Dreiviertelprozentpünktchen im Wochenverlauf nicht hinauskamen, legten die Indizes von Frankreich, Italien und Spanien zwischen 2,2 und drei Prozent zu.

Draghi-Rede unterstützte Aktienkurse

Und auch in dieser Woche werden vor allem die europäischen Märkte im Visier der Anleger stehen. Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen bleiben die US-Börsen aufgrund des Labor Day (Tag der Arbeit) heute geschlossen. Und zum anderen findet am Donnerstag die nächste EZB-Sitzung statt.

Darauf dürften die Börsianer mit einer gewissen Spannung warten, nachdem EZB-Präsident Draghi am Freitag vor einer Woche in seiner Rede auf dem Notenbankertreffen in Jackson Hole, USA, einen weiteren verbalen Schritt zu neuen Lockerungsmaßnahmen der europäischen Notenbank getan hat.

Im Kern seiner Rede wendete er sich von dem bislang eingeforderten Sparkurs der Euroländer ab und forderte die Politik zu umfassenden Konjunkturprogrammen auf. Seiner Meinung nach sei dabei das Risiko „zu wenig zu tun“ inzwischen größer als „zu viel zu tun“. Er zeigte sich aber auch erneut besorgt über die niedrige Inflation im Euroraum und verwies auf die dadurch vermeintlich möglichen Deflationsgefahren. Dagegen werden die EZB „alle zur Verfügung stehenden Instrumente“ einsetzen, führte Draghi aus.

EZB-Sitzung birgt Gefahren für die Anleger

Am Freitag bestätigte sich, dass sich die Inflationsrate im Euroraum vom Zielwert der EZB – knapp unter 2 % - weiter entfernt. Wie bereits zuvor von den Ökonomen erwartet, fiel sie laut der ersten Schnellschätzung von Eurostat im August auf 0,3 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Juli lag sie noch bei 0,4 %.

Nach der Zinssenkung der EZB im Juni, die von der Ankündigung begleitet wurde, notfalls auch Staatsanleihen und andere Wertpapiere über die EZB aufzukaufen, scheint ein solcher Schritt für die Märkte am kommenden Donnerstag offenbar eine beschlossene Sache zu sein. Das zeigen nicht nur die deutlich gestiegenen Aktienkurse, sondern auch die zunehmende Schwäche des Euro.

Das birgt natürlich Gefahren. Zum einen natürlich, dass diese Erwartung enttäuscht wird. Denn wenn die EZB doch nicht handelt, sondern es z.B. nur bei weiteren vagen Absichtserklärungen belässt, dürften die Kurse genauso schnell wieder zurückfallen. Angesichts der jüngsten Rede Draghis und der unmittelbar danach erfolgten Bestätigung seiner Deflationsbefürchtungen durch die Inflationsdaten (die Draghi tendenziell sicherlich gekannt haben dürfte) ist die Wahrscheinlichkeit dafür aber eher gering.

Doppelte Rückfallgefahr für die Märkte

Der Druck auf die EZB – insbesondere aus Richtung der südlichen Euroländer – war vorher schon gewachsen. Nach seiner indirekten Ankündigung von Jackson Hole würde er zweifellos an Glaubwürdigkeit einbüßen, wenn er keine Taten folgen lässt.

Aber auch wenn die EZB ein Ankaufprogramm beschließt, könnten die Märkte erneut zurückfallen. Denn gerade Draghis Rede war für viele Trader ein (weiteres) Signal, auf eine solche Entscheidung zu setzen. Wenn die EZB also am Donnerstag Anleihekäufe beschließt, sind diese Trades aufgegangen und könnten zum Großteil beendet werden.

Das kann zu Kursrückschlägen führen, es sei denn; andere Anlegergruppen steigen daraufhin ein. Das ist aber eher weniger wahrscheinlich, denn am Freitag, also nur einen Tag später, wird der US-Arbeitsmarktbericht für August veröffentlicht, der wie immer in letzter Zeit ebenfalls mit Spannung erwartet wird. Und Fed-Chefin Yellen hat in Jackson Hole erneut auf die große Bedeutung des Arbeitsmarkts für die Fed-Entscheidungen verwiesen.

Steht uns eine "gedämpfte" Tradingwoche bevor?

Für August wird mit einem weiteren Anstieg der neu geschaffenen Stellen gerechnet. Fällt dieser stärker aus als erwartet, könnte die Fed bei ihrer nächsten Sitzung Mitte September Andeutungen in Richtung möglicher Zinserhöhungen machen. Auch das würde die Aktienmärkte vermutlich schwächen.

Obwohl also der S&P 500 die wichtige Marke von 2.000 Punkten erreicht und sogar knapp überwunden hat, werden die Kurse in den nächsten Tagen wohl kaum durch die Decke gehen. Die Anleger dürften im Laufe der Woche eher zurückhaltend bleiben und die Entscheidungen vor dem Wochenende abwarten. Der heutige Feiertag in den USA ist dabei ein zusätzlicher Dämpfungsfaktor.

Uns könnte daher eine ereignisreiche und spannende, aus Trading-Sicht allerdings eine etwas zähe Woche bevorstehen. Lassen Sie sich davon nicht die Laune verderben, sondern freuen Sie sich über die jüngste kräftige Erholung z.B. auch im DAX und über die hoffentlich erfreulichen Gewinne, die sie Ihnen gebracht hat.

Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert


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