In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: US-Anleger verlieren mit ihren Euro-Positionen Geld und steigen aus... ...
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Mittlerweile bestätigt sich immer mehr, was ich hier im Steffens Daily bereits vor einigen Wochen geschrieben hatte. Einer der Gründe, warum sich der DAX trotz steigender US-Indizes nicht positiver entwickelt, ist, dass die US-Anleger bei europäischen Aktien klar auf der Netto-Verkäuferseite stehen. Sicherlich, Sie lesen in den Medien viel davon, dass die Ukraine-Krise einer der Hauptursachen ist, aber Sie wissen auch, dass ich diese Meinung nicht teile. Diese Krise führt ohne Frage zu kleinen Kurseinbrüchen, insbesondere dadurch, dass sehr kurzfristig orientierte Trader auf Nachrichten reagieren und sich zudem „normale“ Anleger auch immer wieder verunsichern lassen. Aber das Kernproblem ist ein anderes.

Zunächst einmal war und ist natürlich die 10.000-Punkte-Marke zu nennen. Sie wissen, dass wir schon im vergangenen Jahr prognostiziert haben, dass es im Umfeld dieser Marke zu einer mehrmonatigen Seitwärtsbewegung kommen könnte und da war von der Ukraine-Krise noch nichts zu sehen.

Die unterschiedliche Entwicklung der Geldpolitik

Hinzu kam aber im weiteren Verlauf ein zusätzlicher, gewichtiger Faktor. Die Fed befindet sich in dem Prozess, ihre ehemals extrem expansive Geldpolitik langsam zurückzufahren. Die Börse nimmt Ereignisse vorweg und das bedeutet, dass sich gerade der Dollar, der zuvor sehr geschwächt war, wieder erholen konnte. Gleichzeitig ist aber die EZB dabei, ihre Geldpolitik noch weiter zu lockern und damit tendenziell den Euro zu schwächen. Diese beiden Punkte führen dazu (wie auch schon hier prognostiziert), dass der Euro zum Dollar fällt.

Geld ist ein scheues Reh

Und nun versetzen Sie sich in die Lage eines institutionellen US-Investors, der eben mit diesen beiden Faktoren rechnet – der also davon ausgeht, dass der DAX mit der 10.000-Punkte-Marke kämpfen wird und gleichzeitig mit einem Euro-Abwärtstrend im Verhältnis zum Dollar rechnet. Es sind diese beiden Faktoren, die aus Sicht eines US-Anlegers zurzeit gegen eine Anlage in Europa sprechen. Da Geld das Risiko scheut, werden gerade institutionelle US-Anleger ihre Positionen in Europa reduziert haben als sich diese Entwicklung abgezeichnet hat.

Und das lässt sich sogar nachvollziehen, wie man in dem folgenden Chart erkennen kann, der den DAX-Verlauf in US-Dollar, also aus Sicht eines US-Investors, mit dem S&P500 vergleicht:

Man kann sehr schön erkennen, dass sich der DAX in Dollar (blau) seit Ende Februar zunächst nur leicht, dann immer deutlicher schlechter entwickelt hat als der S&P500 (rot).

Wie gesagt, zunächst haben die institutionellen Anleger ihre Positionen verringert. Als dann jedoch US-Anleger zusehen mussten, wie ihre Anlagen in Euro Geld verloren und im Gegenzug die US-Indizes immer weiter gestiegen sind, sahen sich immer mehr Anleger dazu veranlasst, umzuschichten. Diese Entwicklung beschleunigte diesen Effekt zusätzlich, und auch das kann man hier schön erkennen.

Sie sehen, selbst wenn man die Ukraine-Krise nicht in die Überlegungen mit einbezieht, könnte man die Entwicklung in den vergangenen Monaten sehr schön erklären. Aber, wie gesagt, ohne Frage haben die Anleger sowohl in den USA als auch in Europa natürlich auch aufgrund der Ukraine-Krise Positionen abgestoßen. Aber mit hoher Wahrscheinlichkeit liegt der eigentliche Grund für die gegensätzliche Entwicklung  in den USA und Europa in der unterschiedlichen Geldpolitik begründet.

Wie geht es jetzt weiter?

Nun wird es spannend: Die US-Indizes sind inzwischen weit vorgerannt. Damit wird der DAX im Vergleich tendenziell immer billiger. Das wäre für sich genommen jedoch noch kein Grund, um als US-Anleger wieder in den DAX zu investieren. Aber der schwache Euro hat natürlich noch einen weiteren Effekt: Er wird die exportorientierte deutsche Wirtschaft wieder mehr unterstützen. Und das wiederum wäre ein Treiber, der den DAX dann doch noch über die 10.000-Punkte-Marke hieven könnte.

Das bedeutet: Mit dem immer schwächer werdenden Euro entsteht nun ein Potenzial, mit dem der DAX seine Schwäche-Phase der vergangenen Monate zu den US-Indizes wieder abbauen kann. Die Frage ist nur, wann die ersten Anleger beginnen,  auf diese Verbesserung der wirtschaftlichen Situation hier in Europa durch den schwachen Euro zu setzen. Das wissen wir nicht. Wir wissen nur, wann das spätestens geschehen wird. Nämlich ungefähr ca. drei bis sechs Monate, bevor sich abzeichnet, dass auch die EZB anfängt, ihre expansive Geldpolitik wieder vorsichtig zurückzuführen. In diesem Fall würde dann die Abwärtsbewegung des Euros wahrscheinlich (erst einmal) gestoppt.

Einfach beobachten, was passiert

Hier können Sie und ich nun viel rätseln, diskutieren, analysieren und forschen, um dann ein paar gewichtige Thesen aufstellen. Einfacher ist es aber, einfach abzuwarten, bis sich diese Stärke in den Charts zeigt und dann nach und nach, sofern sie sich weiter bestätigt, nachhaltiger darauf zu setzen. Warum die Mühe machen, wenn doch alles in den Charts vergleichsweise früh zu erkennen ist. So werden Sie zwar nie der erste sein, der auf eine solche Entwicklung setzt, aber sicherlich auch nur sehr selten der einzige … (kleiner Scherz).

DAX erreicht Target

Und wenn wir schon bei den Charts sind - zum Abschluss noch der Rückblick auf den DAX nach der Target-Trend-Methode:

Sie sehen, der DAX hat genau wie erwartet an der 8.896er-Marke gedreht (roter Pfeil) und ist dann in das gelbe Beta-Target hineingelaufen. Mit dem anschließenden Eindringen in das obere Rechteck, also über die 9.379er-Marke hinaus, hat er ein erstes bullishes Signal ausgebildet. Es ist ein Hinweis, dass die aktuelle Erholung vielleicht nicht nur eine Gegenbewegung in einem weitergehenden Abwärtstrend ist.

Ein weiterer Hinweis wird das Verhalten des DAX an der blauen flach abwärtsgerichteten Linie liefern. Hier kreuzen sich einige Linien (siehe grüner Kreis). Wird dieser Kreuzwiderstand und damit die blaue Linien nachhaltig überwunden, wäre dies eine erste Bestätigung des bisher zarten bullishen Signals.

Doch wirklich bullish wird es natürlich erst, wenn die alten Hochs nach oben überwunden werden und der DAX sich nachhaltig über die 10.000-Punkte-Marke schwingen kann. Wie schon vor der Sommerpause geschrieben: Ungeachtet aller Analysen, Krisen und Hiobsbotschaften handelt es sich beim DAX seit dem Jahreswechsel bisher nur um den ganz normalen Kampf mit einer psychologisch höchst wichtigen Marke. Ein Kampf, den wir an solchen Widerständen immer und immer wieder erlebt haben.

Viele Grüße

Jochen Steffens


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