In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Jede Börsenkrise verläuft in bestimmten, immer wiederkehrenden Phasen. Wenn Sie diese kennen, können Sie besser einschätzen, was zu tun ist. ...
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Inhaltsverzeichnis

Börsenkrisen und deren Ablauf

Bei der EZB-Sitzung blieb erwartungsgemäß alles beim Alten, sprich der Zinssatz wurde bei 0,5 Prozent belassen. Wichtiger waren aber die Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi. Er sagte, dass die Ukraine-Krise auf die Eurozone eine größere Auswirkung haben werde, als auf den Rest der Welt. Er führte fort, dass es schwer abzuschätzen sei, wie die Auswirkungen ausfallen werden, wenn erst einmal Sanktionen auf der einen Seite und Gegensanktionen auf der anderen Seite ergriffen werden.  

Es ist eben das, wovor die Anleger hier in Europa Angst haben und weswegen sie den Verkaufen-Button drücken. Aber es gibt eben auch immer zwei Seiten der Medaille. Und somit muss man sich mit dem „typischen“ Prozedere der Börsen bei einer Krise beschäftigen.

Der „typische“ Krisenablauf

Phase 1

Wenn sich eine Krise, welche das Potenzial hat, die Wirtschaft nachhaltig zu schädigen, am Horizont abzeichnet und zwar derart, dass gerade die institutionellen Anleger anfangen, ihre Positionen abzusichern, werden die Kurse anfangen zu fallen.

Phase 2

Mit den fallenden Kursen werden die aktiven Börsianer hellhörig und entsprechend reagieren. Ungefähr zu diesem Zeitpunkt werden auch erste Analysten „aufwachen“ und Gründe für die fallenden Kurse suchen und natürlich auch finden – schließlich gibt es immer vernünftig klingende Gründe.

Irgendwann bildet sich dann eine Art medialer Konsens, was denn der Grund für die Konsolidierung sei (und dieser mediale Konsens muss nicht einmal der Wahrheit entsprechen). Aber mit diesem medialen Konsens wird dann die Masse der aktiveren Börsenteilnehmer auf dieses Problem aufmerksam. Während der gesamten Phase 2 fallen die Kurse natürlich weiter.

Phase 3

Die Krise manifestiert sich. Wirklich jeder hat über die Medien mittlerweile mitbekommen, dass es ein Problem gibt. Aber mit dieser breiten medialen Aufmerksamkeit über den Tellerrand der Börsenmedien hinaus erreicht die Krise ihren „medialen“ Höhepunkt.

Nun verkaufen auch die Kleinanleger. Damit kann es in dieser Phase auch zu Panik-Verkäufen kommen – das muss aber nicht sein (je nach Dauer und Art der Krise). Aber dann passiert Folgendes: Mitten in der Krise verlieren die Kurse ihre Abwärtsdynamik und damit gehen wir in Phase 4 über:

Phase 4

Die Abwärtsdynamik geht verloren, wenn die institutionellen Anleger eben diesen Kleinanlegern ihre Aktien abkaufen. Und das nicht, weil sie das lustig finden. Nein, zu diesem Zeitpunkt setzen die erfahrenen großen Händler bereits auf das mögliche Ende der Krise. Der Unterschied dieser Händler zu den Kleinanlegern liegt darin, dass es ihnen egal ist, wenn die Kurse doch noch weiter fallen. In diesem Fall würden sie einfach nachkaufen, um den Einstiegskurs zu verbilligen – und sonst durchhalten. Deswegen nennt man diese Händler auch die „starken“ Hände. Wenn das geschieht, fallen die Kurse nicht mehr, sondern steigen vorsichtig.

Phase 5

Die aktiveren Börsenteilnehmer entdecken mit den steigenden Kursen erste Kaufsignale und fangen ebenfalls an zu kaufen. So entstehen substanziellere Aufwärtstrends, die nachhaltige Kursgewinne bringen. Nachdem die Kurse steigen und steigen, verbessert sich auch die Nachrichtenlage. Schließlich brauchen die Börsenjournalisten Gründe dafür, dass die Kurse steigen und werden diese auch finden. Und dabei ist es wiederum egal, ob diese Gründe richtig oder falsch sind. In dieser Situation sind sie fast immer falsch, denn der eigentliche Grund ist der Trade auf das Ende der Krise, aber das nur nebenbei.

Phase 6

Diese vermeintlichen Gründe,  erreichen in Phase 6 schließlich nach und nach die Massen, und das mediale Börsenbild hellt sich entsprechend auf. Spätestens, wenn wirklich jeder davon überzeugt ist, dass die Krise sei vorbei (was sie nicht mal sein muss), steigt die Masse der Kleinanleger wieder ein.

Die Lehren aus diesen Phasen

Es gibt drei wichtige Lehren, die Sie aus diesem Szenario ziehen können:

1. Die Masse ist immer zu spät. Hören Sie also nicht auf die medialen Einflüsterungen – egal was Sie in den Massenmedien und teilweise auch in den Börsenmedien lesen – diese Nachrichten sind in den allermeisten Fällen bereits zu alt, um darauf noch zu traden.

2. Sie können in 70 bis 80 Prozent der Fälle vollkommen sicher sein, dass Sie die erste Phase verpassen und – bestenfalls (!) erst in der Mitte der 2. Phase verstehen, was da gespielt wird.

Wenn man das versteht, gibt es nur eine Schlussfolgerung daraus: Es hilft nicht, besser sein zu wollen, als die sehr gut informierten Kreise. Der Versuch, das zu tun, führt in den meisten Fällen zu teuren Fehleinschätzungen.

Aber wir haben die Charttechnik, an der die Sicherungsverkäufe der institutionellen Anleger eben nicht spurlos vorbeigehen. Mit etwas Erfahrung wird ein guter Chartist merken, dass etwas nicht stimmt und entsprechend vorsichtiger vorgehen (denken Sie an die Warnungen hier im Steffens Daily). Wenn Sie dann noch mit den fallenden Kursen sukzessive verkaufen, wie hier immer wieder als Strategie vorgeschlagen, werden Sie vergleichsweise schadlos eine solche Konsolidierung überstehen.

Und genau das kann man dann an der Unterseite wiederholen. Stellt man fest, dass schlechte Nachrichten nicht mehr zu fallenden Kursen führen oder sieht man eine gewisse Stärke bei einer Bodenbildung, kann man wieder vorsichtig beginnen einzusteigen. Zu diesem Zeitpunkt weiß man aber nicht, ob das Tief der Krise wirklich schon überschritten ist. Und auch hier zeigen sich oft (natürlich nicht immer) die entsprechenden Signale in den Charts  - z.B. in Form einer Bodenformation.

3. In jeder Krise steckt eine Chance – eine Chance große Gewinne zu machen. Nehmen wir das aktuelle Beispiel. Sollte sich irgendwann eine Beruhigung der Ukraine-Krise abzeichnen, so dass man vielleicht sogar davon ausgehen kann, dass die Sanktionen zurückgenommen werden, könnte das zu sogenannten Nachholeffekten führen – also zu einem kurzfristig stärkeren Wirtschaftswachstum. Die meisten Anleger sind bei Krisen derart auf die Risiken fixiert, dass sie die Chancen nicht oder erst viel zu spät sehen. Natürlich müssen Sie als Trader die Risiken für Ihr Depot gering halten, viel wichtiger ist aber, sich immer, gerade in den Krisen, auf die Chancen zu konzentrieren.

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

www.stockstreet.de


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US-Konjunkturdaten

Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sind um 14.000 auf 289.000 Anträge gefallen. Analysten hatten lediglich einen Rückgang auf 300.000 vorhergesagt. Der Wert für den gleitenden Vierwochendurchschnitt fiel gegenüber der Vorwoche um 4.000 auf 293.500. Das ist der niedrigste Wert seit Februar 2006.

Wir sehen weiterhin eine stabile Erholung auf dem US-Arbeitsmarkt, die sich insbesondere an der fallenden Kurve des Vier-Wochen-Schnitts zeigt. Das lässt aber auch, wie gehabt, die Risiken für Zinserhöhungen in den USA ansteigen, so dass der Markt eher negativ auf diese Zahlen reagiert.

 


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