In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Der ewige Kampf zwischen Bullen und Bären. ...
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Nun befinden wir uns in Mitten einer Konsolidierung. Folgendes habe ich schon geschrieben: Niemand, wirklich niemand, weiß, wie weit diese Konsolidierung noch gehen wird. Zumal jederzeit neue Nachrichten auf die Märkte einprasseln können, die jede noch so gute Analyse in einer Sekunde zunichtemachen.

Da Sie, selbst wenn man all diese „zufälligen“ Nachrichten außen vor lassen würde, niemals alle den Kurs beeinflussenden Faktoren kennen können, ist es eigentlich auch müßig, zumindest im kurzfristigeren Bereich einer Konsolidierung, sich darüber Gedanken zu machen. Ich weiß, es gibt aktuell viele Meinungen dazu, die jene und diese Gründe anführen, warum die Konsolidierung weitergehen muss oder eben nicht – doch all die Gründe, die dort angeführt werden, sind nur ein klitzekleiner Teil der unglaublich vielen Faktoren, die in der aktuellen Entwicklung relevant sind. Und somit gibt es auch niemanden, der in seinen Analysen all diese Faktoren berücksichtigen könnte. Es liegt also tatsächlich nur an der Hybris des Menschen, zu meinen, er könne sich mit seinem Verstand ein Bild von der Börse machen, ohne zu erkennen, wie wenig dieses Bild der „Wahrheit“ entspricht. Und so ist es eben diese Hybris, die gerne auch einmal in den Ruin führt. Aber geschenkt.

Wie reagiert der Markt?

Gewinnbringender ist es demnach, besonders im kurzfristigen Bereich, sich die Marktsituation anzuschauen und das Verhalten der Teilnehme zu analysieren. Aber was heißt das? Um verständlicher zu machen, wie sich aufgrund der Kursbewegungen, bestimmte Prognosen ableiten, hilft ein einfaches Bild:

Im Prinzip ist der Chart nichts anderes als eine Art „Schlachtfeld“ zwischen zwei kämpfenden Parteien, den Bullen und Bären. Stellen Sie sich einfach vor, Sie schauen von oben auf dieses Schlachtfeld und der aktuelle Kurs entspricht der „Frontlinie“. Fallen die Kurse erzielen die Bären einen „Landgewinn“, steigen sie, die Bullen.

 

Die bisherige Kursentwicklung zeigt damit an, wie die Frontlinie bis dato verlaufen ist. 

Bildlich die Stärke der beteiligten Parteien sehen

Beim Blick auf den Chart können Sie nun etwas über die Stärke und Schwäche der beteiligten Parteien herausfinden. Wenn Sie sich anschauen, wie diese Front bisher verlaufen ist, und das auf eine Kampfsituation übertragen, wird eins deutlich:  Die Bullen haben seit einigen Wochen keine wirkliche Stärke mehr gezeigt, sie sind quasi von den Bären überrannt worden. Sie konnten lediglich hin und wieder mal dagegenhalten, aber auch in diesen Phasen konnten sie zwar ein wenig Raum zurückgewinnen, aber im Schnitt verloren sie immer weiter an Boden (so entstehen über den Hochs Abwärtstrendlinien, die nichts anderes als eben diese Schwäche verdeutlichen).

Patt-Situation

Und nun sehen wir seit einigen wenigen Handelstagen, dass der „Vormarsch“ der Bären kurzfristig erst einmal gestoppt werden konnte. Doch mehr ist es noch nicht. Noch konnten die „Angriffe“ der Bullen nicht überzeugen. Vielmehr scheint eine Art Patt zu herrschen – die Kräfteverteilung ist ausgeglichen. Dabei werden natürlich Kräfte verbraucht und so wird, sofern das Patt in die ein oder andere Richtung aufgelöst wird, wahrscheinlich eine dynamischere Bewegung folgen. Sie sehen, man kann tatsächlich diesen Vergleich gut nutzen, um sich die Situation zu verdeutlichen.

Einfach zu analysieren

Und genau dieses Spiel der Kräfte ist es, welches wir analysieren, um eben Hinweise auf die Stärke oder Schwäche der Märkte zu erhalten. So sehen wir bisher noch nicht den Ansatz von Stärke bei den Bullen. Die bisherigen Gegenbewegungen sind alle nur schwach ausgefallen und das obwohl der Markt schon sehr überverkauft ist. Insoweit ist alles, was im Moment geschieht, noch bearish zu werten.

Selbst wenn die Bullen nun eine Gegenoffensive (in der Charttechnik Gegenbewegung) starten, wäre das nur bedingt ein bullishes Signal. Denn eigentlich müssen Sie erst einmal in den Bereich 9.600 bis 10.000 Punkte vordringen. Erst in diesem Fall hätten die Bullen sozusagen „aufgegebene Stellungen“, an denen es zu heftigeren Kämpfen kam (Widerstände und Unterstützungen), zurückerobert.

Auf die Gegenbewegung kommt es an

Und das ist mit der Aussage gemeint, dass wir uns in den Konsolidierungen auf die Stärke der Gegenbewegungen konzentrieren. Denn genau diese verraten sehr viel über die Marktsituation. Fallen sie eher schwächlich aus, wäre das ein bearishes Zeichen, sehen wir starke Käufe unter zunehmenden Umsätzen, wäre das ein erster Hinweis der Stärke.

Und damit zu den US-Konjunkturdaten:

ISM-Dienstleistungsindex überrascht positiv

Der ISM-Dienstleistungsindex ist auf den höchsten Stand seit der Einführung der an den ISM-Index des verarbeitenden Gewerbes angepassten Berechnung im Januar 2008 gestiegen. Er kletterte von zuvor 56,0 Punkte auf nunmehr 58,7 Punkte. Analysten hatten einen Stand von lediglich 56,1 Punkten erwartet.

Da der Dienstleistungssektor 70- 80 Prozent der US-Wirtschaft ausmacht, wird diesem Index seit seiner Anpassung immer mehr Bedeutung beigemessen. Dieses starke Wachstum ist also ein Hinweis auf eine breitere wirtschaftliche Erholung in den USA, die wir ja auch schon bei anderen US-Konjunkturdaten sehen. Die Frage ist nur, wie gehen die Märkte damit um?

Mal so, mal so und wieder ganz anders

Und hier wird es nun kompliziert. Wie Sie miterlebt haben, führten gute US-Konjunkturdaten in den vergangenen Monaten gerne zu eher fallenden Kursen. Das hängt damit zusammen, dass die Anleger bei einer guten Entwicklung der US-Wirtschaft damit rechnen, dass die Fed die bereits gestartete Straffung der Geldpolitik beschleunigen könnte.

Doch das ist natürlich nur ein Faktor. Auf der anderen Seite wäre ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum in den USA, das vielleicht sogar stärkere Zinserhöhungen überstehen würde, ein weiterer Grund Aktien zu kaufen. Gut, das sehen viele US-Anleger sicherlich jetzt noch nicht, aber es ist ein Faktor, der tatsächlich irgendwann in der kommenden Zukunft relevant werden könnte. Und zwar dann, wenn sich das Wachstum in den USA als nachhaltig herausstellen sollte.

Fazit:

Wie ich es hier schon einmal geschrieben habe, könnte es irgendwann einen Zeitpunkt geben, an dem sich der Markt von der Hoffnung auf niedrige Zinsen verabschiedet und auf ein nachhaltigeres Wirtschaftswachstum setzt. Aber wahrscheinlich ist es noch viel zu früh, davon schon jetzt auszugehen. Sie sollten aber diese Möglichkeit im Hinterkopf behalten – insbesondere dann, wenn gute Nachrichten von der US-Konjunktur nicht mehr abverkauft werden sollten.

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

www.stockstreet.de


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