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Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

heute markierte der DAX ein neues Allzeithoch. Mit einer großen Kurslücke übersprang er dabei das bisherige Hoch bei 9.810 Punkten, das Mitte Mai kurzzeitig erreicht wurde. Das könnte die Initialzündung für weiter nachhaltig steigende Kurse sein.

Nicht die Politik, sondern die US-Börsen treiben den DAX

Der DAX blieb von den politischen Ereignissen am Wochenende, den Wahlen in der EU und der Ukraine, nahezu unbeeindruckt. Allerdings waren deren Ergebnisse im Vorfeld bereits in etwa so erwartet worden und damit keine Überraschungen für die Märkte. Zudem haben politische Ereignisse ohnehin selten nachhaltige Auswirkungen auf die Börsen.

So konnte der DAX einfach die guten Vorgaben aus den USA vom Freitag umsetzen. Dort stiegen die Verkäufe neuer Häuser im April um 6,4 % im Vergleich zum Vormonat und damit um zwei Prozentpunkte stärker als von den Analysten erwartet. Außerdem wurde der Rückgang im Vormonat deutlich nach oben korrigiert, so dass statt eines Einbruchs um 14,5 % nur noch ein Minus von 6,9 % verbleibt.

Als Folge dieser guten Zahlen schloss der S&P 500 am Freitag erstmals über 1.900 Punkten, verpasste damit aber knapp ein neues Allzeithoch.

Reagieren DAX und S&P 500 widersprüchlich?

Jochen Steffens wies am Freitag angesichts eines unerwartet schwachen ifo-Geschäftsklimas darauf hin, dass schlechte Konjunkturdaten gute Nachrichten für die Börse sind – in diesem Fall für den DAX. Erhöhen sie doch die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die EZB auf ihrer Juni-Sitzung in der kommenden Woche erneut die Leitzinsen senkt und womöglich noch weitere geldpolitische Lockerungen beschließt.

Umgekehrt müssten demnach eigentlich gute Konjunkturdaten, wie die genannten Hausverkäufe, eine Kursschwäche nach sich ziehen. Steht also die Stärke des S&P 500 im Widerspruch zu dieser Aussage? Nein, und dafür gibt es mehrere Gründe.

Zunächst sind die hohen Neubauverkäufe ein weiteres Zeichen des Wiedererstarkens des US-Immobilienmarktes nach der Krise. Und der Hausbausektor hat traditionell eine hohe Bedeutung für die US-Wirtschaft. Auch das hat Jochen Steffens hier schon mehrfach ausführlich erläutert. Damit sind diese Zahlen vor allem ein weiteres Indiz dafür, dass die Krise überwunden wird und Normalität einkehrt. Das ist rundherum positiv, auch für die Börsen.

Der entscheidende Punkt bei der Lagebeurteilung

Entscheidend ist aber, dass die Geldpolitik der Fed in den USA inzwischen eine völlig andere Richtung einschlägt als die der EZB in der Eurozone. Während hier noch weitere Lockerungsmaßnahmen diskutiert werden, ist die Fed seit Ende 2013 auf dem Weg zu einer allmählichen Straffung oder besser Normalisierung: Die Anleihekäufe werden schrittweise reduziert und für Anfang oder Mitte 2015 wird die erste Zinserhöhung nach der Krise erwartet.

Die Rally der vergangenen Monate und Jahre ist zu einem Gutteil der lockeren Geldpolitik der Fed zu verdanken. „Logisch“ wäre also, dass eine Rückführung der entsprechenden Maßnahmen die Aufwärtstendenz der US-Indizes schwächt. Und Sie erinnern sich vermutlich: Genau das war eine der wesentlichen Befürchtungen im vergangenen Jahr – dass die Fed zu früh und zu schnell den Fuß vom Gaspedal nehmen könnte.

Seit Ende 2013 tut sie das und seitdem sehen wir an den Aktienmärkten de facto eine Seitwärtsbewegung. Diese ist damit letztlich ein Ausdruck der Unsicherheit der Anleger, welche Wirkungen die Rückführung der Fed-Maßnahmen haben wird. Dadurch könnte z.B. eine kleine Wachstumsdelle in der US-Wirtschaft entstehen (siehe Steffens Daily vom Freitag).

Ein neuer Kurstreiber muss her!

Das Ende aller Lockerungsmaßnahmen der Fed ist absehbar und eine Wiederaufnahme ist unter normalen Umständen unwahrscheinlich. Damit die Kurse nicht doch noch stärker fallen, ist ein anderer Kurstreiber nötig. Und dieser Kurstreiber kann nur eine stärkere Konjunktur sein.

Aber selbst wenn zwischenzeitlich eine Wachstumsdelle eintritt, sollten Sie nicht vergessen, dass eine erstarkende Gesamtkonjunktur genau der Grund ist, warum die Fed ihre Maßnahmen zurückführt bzw. beendet. So war z.B. die Verbesserung der Lage auf dem US-Arbeitsmarkt ein wichtiges Kriterium für sie. Nachdem diese eingetreten war, handelte die Fed. Für die US-Märkte sind daher gute Konjunkturdaten eine Bestätigung dafür, dass die Fed Recht hatte, die Beendigung ihrer Lockerungsmaßnahmen zu beginnen. Und da eine anziehende Konjunktur letztlich auch zu steigenden Umsätzen und Gewinnen der Unternehmen führt, sind gute Zahlen also durchaus ein Grund zum Jubeln für die Börsianer. Vor allem, wenn sie einen so wichtigen Sektor wie den Häusermarkt betreffen.

Ein interessanter Effekt und Ihre Chance

Und so werden wir gerade Zeuge eines interessanten Effekts: Zunächst führten schlechte Konjunkturdaten in den USA zu stärkeren Kursen, in der Hoffnung, dass dadurch das Ende der geldpolitischen Lockerung der Fed hinausgezögert wird. Jetzt führen schlechte Konjunkturdaten in der EU zu stärkeren Kursen im DAX, weil diese die Wahrscheinlichkeit für weitere Lockerungsmaßnahmen der EZB erhöht. Und vielleicht können wir bald in den USA sehen, dass gute Wirtschaftsdaten zu steigenden Kursen führen, da nur eine starke Wirtschaft die Straffung der Geldpolitik der Fed kompensieren kann.

Vor allem wenn wir Letzteres (steigende Kurse nach guten US-Konjunkturzahlen) nun häufiger beobachten können, dann wäre das ein eindeutiger Hinweis darauf, dass die fundamentalen Voraussetzungen für eine Fortsetzung der Rally sich merklich verbessert haben. Klappt es also diesmal noch nicht mit dem endgültigen Ausbruch, dann ist das kein Beinbruch. Dann erhalten Sie vermutlich in den kommenden Wochen nochmals Gelegenheit zu einem günstigen Einstieg vor dem Start der nächsten Rallystufe.

Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert


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