In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Warum tauchen Krisen, wie die Krise in der Ukraine, scheinbar immer dann auf, wenn große, wichtige Widerstände (10000-Punkte-Marke) im DAX anstehen? ...
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Der DAX startete heute freundlich in den Tag. Hintergrund ist, dass die russischen Truppen ihr Manöver an der Grenze zur Ukraine beendet haben. Das wird von Beobachtern als Zeichen der Entspannung gewertet. Hinzu kommt, dass heute eine Vielzahl von Unternehmensberichten, unter anderem auch von DAX-Unternehmen, veröffentlicht wurden, die insgesamt eher positiv aufgenommen wurden. Dazu der DAX-Chart:

Sie sehen, der DAX hat erneut im Bereich der 9.279er Marke einen Richtungswechsel vollzogen. Das ist ein weiterer Hinweis für die hohe Relevanz dieser Unterstützung, die nach der Target-Trend-Methode als Rechteckkante eben eine hohe Bedeutung hat.

Es bleibt bei der alten Prognose. Kursziel ist nach wie vor die blau gestrichelte Mittellinie des aktuellen hellblauen Rechtecks bei 9.862 Punkten. Ganz leicht bearisher wird es, wenn die 9.379er Marke nach unten gebrochen wird. Auch das etwas größere Bild bleibt unverändert, denn die aktuelle Seitwärtsbewegung verläuft zwischen den Mittellinien bei 8.896 und eben 9862 Punkten. Damit sind eben diese Marken für den weiteren Verlauf richtungsweisend.

Die 10.000er Marke

Doch letzten Endes ist das alles, was wir nun schon seit Monaten sehen, nichts anderes als der Kampf um die 10.000er Marke. Das, was ich daran wieder einmal so spannend finde, ist Folgendes: Sehr häufig habe ich auf diese großen Widerstände und die Tatsache, dass es an diesen zu großen Konsolidierungen kommen kann, hingewiesen. Und sehr häufig kam es dann auch an diesen Linien zu größeren Korrekturen oder länger andauernden Konsolidierungen. Und oft sind es eben Krisen, die diese Konsolidierungen an diesen wichtigen Marken auslösen. Aber warum tauchen diese immer genau zur „richtigen“ Zeit auf?

Interessanterweise ist ja auch dieses Mal wieder eine Krise, die Krise in der Ukraine, die als wichtiger Faktor genannt werden kann, der den DAX in diese Seitwärtsbewegung zwingt.

Woher wusste aber die Krise in der Ukraine, wann sie beginnen muss, damit der DAX mit der 10.000-Punkte-Marke kämpft?

Diese Frage ist bewusst so „seltsam“ gestellt, um dieses Phänomen zu verdeutlichen. Auf den ersten Blick könnte man, wenn man sich diesen seltsamen Zusammenhang anschaut, paranoid werden. Tatsächlich ist die Erklärung viel einfacher – auch wenn das nicht so spannend ist.

Untersucht man dieses Phänomen genauer, stellt man fest, dass in einem normalen Aufwärtstrend viele externe Nachrichten oder Krisen auf den Markt treffen. Diese führen dann zu Konsolidierungen, nach denen aber der vorherige Aufwärtstrend fortgesetzt wird.

Wenn aber der Markt an einer wichtigen Widerstandslinie steht, und dann eine Krise auftaucht, wird es eben erheblich länger dauern, bis der Aufwärtstrend wieder aufgenommen wird. Und das wiederum liegt daran, dass jetzt zwei verschiedene Gruppen von Verkäufern aussteigen:

Zunächst gibt es viele Anleger, die unterhalb solcher wichtigen Marken Gewinne oder Teilgewinne mitnehmen. Die einen hatten ihr Kursziel in diesen Bereich gelegt. Andere warten, ob diese Marke überwunden wird. Geschieht das, steigen diese Anleger zum Teil wieder neu ein. Mit dem Verkauf unter dieser Marke nehmen sie das Risiko heraus und können die Wahrscheinlichkeiten besser nutzen. Diese „Widerstandsverkäufer“ sind ein ganz normales Phänomen, das an jedem größeren Widerstand auftaucht – genau deswegen sind es eben auch „Widerstände“.

Kommt es gleichzeitig im Umfeld eines Widerstandes zu einer Krise, gesellen sich dann noch die Marktteilnehmer hinzu, die Positionen verkaufen, weil sie durch die Krise verunsichert sind. Kurz: Zu den normalen Widerstandsverkäufern gesellen sich noch die „Krisenverkäufer“ hinzu.

Und so kommt es, dass Krisen, die in der Nähe sehr wichtiger Widerstände auftauchen, einen größere und oft nachhaltigere Auswirkung auf den Trendverlauf haben, als  Krisen, die mitten in einer starken dynamischen Bewegung entstehen.

Externe Krisen treffen den Markt rein zufällig

Grundsätzlich treffen Krisen völlig zufällig einen Markt. Das gilt auch für diejenigen Krisen, die im Bereich eines Widertandes auftauchen.  Von „Wissen“ oder vorsätzlichem Handeln der Beteiligten kann dabei also gar keine Rede sein. Aber Krisen, die eben im Umfeld solch wichtiger Chartmarken auftreten, werden zu wesentlich nachhaltigeren Konsolidierungen führen und damit deutlich tiefere Spuren in der Wahrnehmung der Anleger hinterlassen. Sie erinnern sich als Anleger also besser daran, weil die Erfahrung mit dieser Krise bzw. der Chartmarke so zäh und damit so intensiv sind. Und genau dieses intensive Erlebnis könnte einen Anleger zu dem falschen Umkehrschluss verleiten, dass die Krisen wissen, wann der Markt an einem wichtigen Widerstand notiert.

Der Nutzen

Das Wissen darum, das Krisen eigentlich immer wieder auf einen Markt treffen, aber in der Nähe von Widerständen eine höhere Bedeutung erlangen, können Sie jedoch nutzen. Es erhöht nämlich auf lange Sicht ganz einfach die Wahrscheinlichkeit, dass es im Bereich solcher wichtigen Widerstände zu nachhaltigeren Konsolidierung kommt. Und genau das war, neben vielen anderen Faktoren, einer der Gründe, warum wir in unserem Jahresausblick 2014 geschrieben haben, dass wir mit einer Seitwärtsbewegung im Bereich der 10.000er Marke bis in den Sommer hinein rechnen. Alles eine Frage der Wahrscheinlichkeit.

Fazit:

ES ist wichtig zu wissen, dass Krisen grundsätzlich „natürliche“ Ursachen haben und zeitlich zufällig ausbrechen. Trotzdem sind sie ein Phänomen, das man in seine Strategie und sein Handeln einbeziehen muss. Niemand weiß, welche Krise den Markt trifft, nicht mal ob das an der nächsten wichtigen Widerstandsmarke geschieht. Da aber die Wahrscheinlichkeit signifikant höher ist, dass es geschieht, reicht es, sein Trading nach den dadurch resultierenden Folgen auszurichten. Das wiederum ist auch der Grund warum einige Anleger in der Nähe solcher Widerstände ihre Positionen verringern und darauf warten, ob und wann diese nachhaltig gebrochen werden, um dann Schritt für Schritt weiter einzusteigen. So schließt sich der Kreis…

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

www.stockstreet.de


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