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Seltsame Nachrichten sind das, die durch die Medien geistern. Angeblich hätten Äußerungen von Janet Yellen die US-Kurse ins Rutschen gebracht. Hintergrund soll eine Antwort auf die Frage eines Reporters gewesen sein: Er hatte gefragt, wann nach dem Ende von QE3 mit dem Beginn der Zinserhöhungen zu rechnen sei. Yellen antwortete, dass es "geraume Zeit" brauchen würde und fügte hinzu, dass es wahrscheinlich so in etwa sechs Monate nach dem Ende von QE3-Abschluss zu Zinserhöhungen kommen könnte. Und nun wird angenommen, dass die Zinserhöhung doch zügiger über die Bühne gehen, als zuvor gedacht.  Analysten gehen mittlerweile davon aus, dass der Zinssatz Ende 2015 bei 1 Prozent liegen wird. Bisher waren sie von 0,75 Prozent ausgegangen.

Der DAX sackte zwischenzeitlich auf 9.156 Punkte ab, erholte sich aber mit steigenden US-Kursen auf knapp 9.300 Punkte. Das sind sie wieder, die 9.300 Punkte, die wir zum Verfall erwarten.

Hysterie bleibt Hysterie

Eigentlich kann man über dieses Theater nur grinsen - der Markt reagiert wie immer hysterisch. Bei solchen Reaktionen wird übersehen, dass Yellen ein Neuling ist und vielleicht gerade die erste „schlechte“ Erfahrung mit der Presse macht. Dieses Prozedere haben alle Notenbankchef durchgemacht. Sie müssen tatsächlich erst lernen, dass die Presse jede noch so kleine, abweichend akzentuierte Äußerung überinterpretiert. Und das wiederum kann zu „fatalen“ Folgen führen kann. Ein vergleichbares Beispiel hatten wir im vergangenen Jahr mit fehlinterpretierten Äußerungen der Fed, die anschließend wieder eiligst zurückgenommen wurden.

Nichts wirklich Neues

Dabei gab es eigentlich eher Positives von der ersten Fed-Sitzung und Janet Yellens Leitung zu berichten: Die Fed hat nun sogar auch offiziell die bisher als Richtwert für eine Zinserhöhung genannten 6,5 Prozent Arbeitslosenquote einkassiert. Sie will sich nun bei ihren Entscheidungen auf weitere Faktoren, wie dem Inflationsziel von zwei Prozent und Fortschritten in Richtung Vollbeschäftigung, konzentrieren.  

Wie erwartet wurden die monatlichen Anleihekäufe zur Stützung der Konjunktur erneut um zehn Milliarden Dollar auf nun 55 Milliarden Dollar pro Monat reduziert. Außerdem senkte die Fed die Wachstumsprognosen für die USA leicht. Da aber Zinserhöhungen letzten Endes auch von der Entwicklung der US-Wirtschaft abhängen werden, ist kaum anzunehmen, dass die Fed einerseits die Wachstumsprognosen senkt und andererseits einen schnelleren Zinsanstieg andeuten will. Das wäre doch unlogisch und nicht nachvollziehbar, auch wenn Yellen erst kurz im Amt ist.

Da Yellen bisher eins zu eins den Kurs von Ben Bernanke fortführt, wird sie die Zinsen erst anheben, wenn die Fed den Eindruck gewinnt, dass das amerikanische Wirtschaftswachstum diese Zinserhöhungen verkraften könne. Und tatsächlich, heute erholen sich die US-Kurse wieder.

Steigende Zinsen und fallende Kurse

Blicken wir doch einmal in die Vergangenheit und fragen uns:  Führen steigende Zinsen unweigerlich zu fallenden Märkten? Schaut man sich die Historie der vergangenen 30 Jahre an, kann davon keine Rede sein:

Seit den 1980ern sind die Kurse bei steigenden Zinsen ebenfalls weiter mit angestiegen sind. (Die Phasen steigender Zinsen sind hier blau hinterlegt). Lediglich um 1994 führten steigende Zinsen zu einer Seitwärtsbewegung – aber keinesfalls zu einem Kurseinbruch. Von Mitte 2004 bis Mitte 2006 könnte man eine vermeintlich schwächere Kursentwicklung erkennen. Vor den Zinserhöhungen stieg der Markt dynamisch an, während der steigenden Zinsen etwas weniger dynamisch und nach dem Ende der Zinserhöhung wurde die alte Dynamik wieder aufgenommen. Aber das ist schon alles.

Und wahrscheinlich wird Vergleichbares in der aktuellen Situation auch geschehen. Das bedeutet: Sofern man lediglich die Zinsentwicklung im Vergleich zur Kursentwicklung analysiert, können wir bis weit in das Jahr 2015 hinein mit weiter stark steigenden Märkten rechnen. Anschließend – mit steigenden Zinsen – könnte sich der Kursanstieg höchstens verlangsamen. Und dann kommt es eben darauf an, wie weit die Fed die Zinsen anhebt. Wirklich kritisch wird es erst, wenn die Zinsen auf ein Niveau steigen, das zu Geldabflüssen aus dem Aktienmarkt in den Anleihemarkt führt. Wo genau dieses Niveau liegen wird, hängt mit weiteren Faktoren wie der Inflation u.a. zusammen.

Zusammengefasst kann man aus dem historischen Kontext heraus schließen, dass sich Anleger wegen der Zinserhöhungen erst im Jahr 2016 oder sogar 2017 Sorgen machen müssen.

Lediglich auf einen Aspekt sei hingewiesen: In den Monaten, bevor der erste Zinsschritt dann auch tatsächlich kommt, kann der Markt kurz einbrechen oder seitwärts laufen. Mit dem ersten Zinsschritt wird der Mark tendenziell wieder weiter steigen.

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

www.stockstreet.de

PS Wenigstens reagierte der Dollar und damit auch der Euro nach der Pressekonferenz der Fed-Chefin. Der Euro sank von 1,393 auf 1,3757 Dollar. Die EZB wird es freuen. 


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