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Nachdem die US-Börsen gestern geschlossen hatten, müssen sich die Märkte erst einmal orientieren. Und so bleibt ein wenig Zeit, sich die Entwicklung des Goldpreises näher anzusehen.

Die US-Notenbankchefin Janet Yellen will die lockere Geldpolitik ihres Vorgängers Ben Bernanke fortsetzen. Das hat, so zumindest die Meinung vieler Kommentatoren, dazu geführt, dass der Goldpreis wieder ansteigt.

Aber auch mit dieser Interpretation habe ich so meine Probleme. Natürlich kann und wird die Aussicht auf eine weiterhin sehr lockere Geldpolitik der Fed unter Janet Yellen vielleicht einige Anleger dazu verleitet haben, Gold zu kaufen.

Aber schaut man sich den Hintergrund etwas genauer an, muss man feststellen, dass sich durch den Wechsel an der Fed-Spitze auch in Bezug zum Gold wirklich NICHTS verändert hat. Für sich genommen ist dieses Argument, das in den Medien bereits mit dem „Yellen-Effekt“ betitelt wird, ohne nachhaltige Substanz.  Sollte sich der kleine Kursanstieg im Gold lediglich als kurzfristiger Effekt entpuppen?

Charttechnische Analyse des Goldpreises

Dazu ein Blick auf den Gold-Chart nach der Target-Trend-Methode:

Klar zu erkennen ist zunächst einmal die große Abwärtsbewegung des Goldpreises. Nach der Target-Trend-Methode sollte der Rückfall unter die 1.265er-Marke, also in das nächsttiefere Rechteck, eigentlich einen weiteren Kursverfall zur Folge haben. Doch das geschah nicht.

In der Target-Trend-Methode gilt: Wenn das Kurspotenzial in einem Abwärtstrend nicht nach unten ausgeschöpft wird, ist das meistens ein Zeichen für eine kurz- bis mittelfristige Gegenbewegung oder sogar eine Trendwende!

Das minimale Kurspotenzial beim Bruch der 1.265-Punkte-Marke nach unten hätte hier bei der Mittellinie des unteren Rechtecks, also bei 1132,5 Punkten gelegen. Und genau diese wurde zwei Mal hintereinander NICHT ausgeschöpft. Stattdessen drehten die Kurse nach dem kurzen Abtauchen unter die 1.200er-Marke (siehe Pfeile) jeweils wieder nach oben.

Was nicht fällt, steigt

Es gibt eine alte Regel: Wenn die Kurse nicht mehr nach unten wollen, steigen sie eben.

Und genau das macht der Goldpreis. Er steigt wieder. Auch wenn dieser zweimalig gescheiterte Versuch, die 1.200er Marke nach unten zu brechen, ein erstes bullishes Signal ist, so muss dieses doch erst durch weitere Signale bestätigt werden. Schließlich lautet die mittel- bis langfristige Prognose nach wie vor: Gold fällt kurzfristig unter die 1000-Dollar-Marke.

Doch bis dahin kann Gold auch noch einige Kapriolen schlagen. Demnach stellt man sich einfach hinter den Markt: So existiert eine Abwärtstrendlinie durch die vergangenen Bewegungshochs (hier schwarz). Überwindet der Goldpreis diese wäre es ein Zeichen dafür, dass der Verkaufsdruck, der die Bullen bisher auf einem immer tieferen Niveau zurückgeschlagen hat, nicht mehr so stark ist. Das ist der Grund, warum das Überwinden dieser Linie eine erste Bestätigung der oben genannten busllishen Signale wäre.

Das Problem ist: Wenn der Goldpreis diese Linie überwindet, wartet sogleich der nächste Widerstand bei 1.360 Punkten.

Eine abgeschlossene Bodenbildung

Als abgeschlossen kann man diesen Bodenbildungsversuch allerdings erst bezeichnen, wenn auch die Mittellinie des nächst höheren Rechtes bei 1397,5 Punkten überwunden wird – beziehungsweise die aus psychologischer Sicht wichtigere 1.400er Marke nachhaltig (!) zurückerobert wird.

Erst wenn das geschieht, können die Bullen wieder etwas aufatmen. Wirklich bullish wird es aber natürlich erst wieder wenn Gold ein neues Allzeithoch aufweist. Aber wer will schon so lange auf einen Einstieg warten?

Wie tradet man also ein charttechnisches Bild?

Nun stellt sich die Frage, wie man diese hier beschriebene charttechnische Analyse umsetzt, wenn man denn in Gold einsteigen will. Und dabei werden die meisten Fehler gemacht. Viele Anleger denken in nur einer Position. Wo soll ich denn jetzt genau einsteigen, wann ist es sicher?

Die Frage allein ist schon der falsche Ansatz!

Es geht nicht darum, den richtigen Einstiegszeitpunkt zu finden, um eine große Position zu investieren. Die Ausgangslage ist doch, dass wir uns in einem Abwärtstrend befinden. Also eigentlich ist die vorrangige Trendrichtung auf der Short-Seite. Hier muss man also vorsichtig bleiben.

Aber gehen wir nun einmal davon aus, man würde diesen Bodenversuch erkennen und auf eben diesen Boden traden wollen. Dann muss man sich zuerst darüber bewusst sein, dass aufgrund der vorherrschenden Abwärtsbewegung die Positionsgröße entsprechend niedrig sein muss.

Im Prinzip konnte man also beim erneuten Überwinden der 1.265er-Marke im Februar dieses Jahres im Bereich der 1.280er Marke eine erste, sehr kleine Position aufbauen. Aber dabei im Hinterkopf behalten: Wir befinden uns in einem Abwärtstrend. Also muss die Bereitschaft vorhanden sein, diese kleine Position für den Fall, dass die Kurse doch wieder abtauchen, möglichst schnell wieder zu verkaufen. Doch nehmen wir an, es geht anschließend weiter nach oben.

Beim Überwinden der schwarzen Abwärtstrendlinie kann man diese Position aufstocken – aber nur leicht, schließlich wartet unmittelbar danach die 1.360er-Marke.  Und genau hier befindet sich der nächste Einstiegspunkt, mit einer etwas größeren Position. Das Schöne ist, dass die Gesamtposition sich in diesem Moment bereits im Plus befindet und man für den Fall, dass es nicht so läuft wie erhofft, ohne größere Blessuren wieder aussteigen kann. Das sollte man aber dann auch konsequent tun!

Um mich zu wiederholen: Wir befinden uns nach wie vor in einem Abwärtstrend!!! Aber stellen wir uns dennoch vor, die Kurse klettern weiter.

Sobald die nächste wichtige charttechnische Marke überwunden wird, in diesem Fall die 1.400er Marke, kann man die Position weiter ausbauen.

Und dann muss man abwarten, wie sich der Goldpreis an den kommenden wichtigen Chartmarken, wie zum Beispiel dem großen Widerstand bei 1.530 Punkten, verhält. Zeigt er hier Schwäche kann man die Position vorsichthalber wieder verringern. Sollte er sie dann doch überwinden, muss man nur konsequent wieder zurückkaufen.

So geht das Spiel immer weiter

Mit einer derartigen Taktik passen Sie Ihre Positionsgröße zu jeder Zeit an die entsprechende Marktsituation und die Wahrscheinlichkeiten an. Das ist immer besser, als zu irgendeinem Zeitpunkt voll mit einer einzigen Position in den Markt zu gehen. In diesem Fall setzen Sie sich ohne Sicherung in eine Achterbahn und wissen nicht, wohin die Reise geht.

Leider, und das wird der Abschluss des heutigen Textes, erfordert dieses Vorgehen bereits ein vertieftes Verständnis von der Art und Weise, wie Charttechnik funktioniert und was bestimmte Kursbewegungen und Kursniveaus für eine Bedeutung haben. Hier muss man sich immer wieder den ewigen Kampf der Bullen und Bären vorstellen, um die Bewegungen richtig zu analysieren.

Und dann kann man erkennen, wie sich die Wahrscheinlichkeiten bei den jeweiligen Kursentwicklungen verändern. Das erfordert ohne Frage viel Erfahrung. Doch selbst als Anfänger ist so ein gestaffelter Einstieg sicherlich viel besser, da dadurch die Verluste in den meisten Fällen deutlich niedriger ausfallen, als wenn man direkt  volles Risiko geht.

Viele Grüße

Jochen Steffens

PS & Hinweis: Das Alpha-Target ist in diesem Chart nicht eingezeichnet, da es in dem heute beschriebenen Zusammenhang nur verwirren würde.

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