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Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

am vergangenen Montag verloren die US-Börsen deutlich und verbuchten damit die stärksten Kursrückgänge seit Juni vergangenen Jahres. Ein Auslöser für diese Schwäche war die Veröffentlichung des ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe in den USA. Dieser wichtige Frühindikator sackte von 56,5 Punkten auf 51,3 Punkte regelrecht ab (erwartet wurde nur ein leichter Rückgang um 0,6 Punkte).

Löste der ISM-Index den Kursrutsch aus?

Das war der stärkste Rückgang seit Mai 2011. Für die Teilkomponente der Auftragseingänge gab es sogar den stärksten Rückgang seit Dezember 1980 und den fünftstärksten seit Beginn der Erhebung 1948! Das Institute for Supply Management (ISM), das diesen Index herausgibt, verwies in seiner Erläuterung auf die Witterungsverhältnisse, insbesondere die Kältewelle in der ersten Januarhälfte, als Grund für den Rückgang. Aber das ist sicherlich nur eine Erklärung.

Denn trotz des Wetters zeigte der ebenfalls vom ISM erhobene Einkaufsmanagerindex für das Dienstleistungsgewerbe, der zwei Tage später veröffentlicht wurde, keinen witterungsbedingten Effekt. Im Gegenteil, dieser Indikator stieg sogar, und das auch noch stärker als erwartet. Eine derartige Robustheit bei voraussehbar vorübergehenden Einflüssen – wie es Wetterphänomene nun einmal sind –  ist eher das typische Verhalten der ISM-Indizes. Insofern verweisen Ökonomen immer wieder darauf, dass diese Indizes in der Vergangenheit witterungsbedingte Belastungen weitgehend ignorierten.

Zudem zeigten auch verschiedene regionale Umfragewerte, z.B. die von einzelnen Federal Reserve Banken erhobenen Indizes, für den Januar keine derartigen Besonderheiten. Und auch der am Freitag veröffentlichte US-Arbeitsmarktbericht lässt keine Rückschlüsse darauf zu, dass die kalte Witterung speziell im Januar besonders gravierende Auswirkungen hatte.

Erst Übertreibung...

Der Einbruch des ISM-Index hat daher möglicherweise andere Ursachen. Dazu ein Blick auf den entsprechenden Chart.

ISM

Quelle: Institute for Supply Management

Seit 2011 fielen die Werte nach der ersten Erholung nach der Krise wieder in Richtung der 50-Punkte-Marke (gestrichelt) zurück. Im November 2012 gab es sogar einen Wert knapp unter dieser Marke, der auf eine Abschwächung der Industrietätigkeit hindeutete. Dieser dürfte jedoch hauptsächlich der damals drohenden Fiskalklippe geschuldet gewesen sein, denn danach erholte sich der ISM-Index merklich.

Bis Mitte 2013 repräsentierten die Werte innerhalb des gelben Rechtecks also eine moderat, aber keineswegs überschäumend wachsende US-Wirtschaft. Dieser Eindruck wurde parallel dazu von den Quartalsberichten der Unternehmen und später durch die tatsächlichen Wachstumswerte des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bestätigt.

Auffallend war aber seitdem der starke Anstieg des ISM (rote Markierung), der im November 2013 mit einem Wert um 57 Punkte laut ISM einem Wirtschaftswachstum von 4,7 % p.a. entsprochen hätte. Das war erheblich mehr als tatsächlich erreicht wurde. (Die erste BIP-Schätzung für das vierte Quartal von Ende Januar liegt bei „nur“ 3,2 % p.a.) Und auch die zurückhaltenden Prognosen der Unternehmen, die wir auch in der aktuell laufenden Quartalsberichtssaison wieder erleben, zeigten eine Diskrepanz zum äußerst optimistischen ISM-Index.

...dann Normalisierung

Der ISM-Index überzeichnete offenbar – aus bislang unbekannten Gründen – die tatsächliche Entwicklung in der Wirtschaft. Insofern ist der aktuelle Rückfall eigentlich nur eine Rückkehr zur Normalität bzw. zur tatsächlichen Lage.

Immerhin: Der am vergangenen Montag gemeldete Wert von 51,3 Punkten entspricht laut ISM einem jährlichen Wirtschaftswachstum von 2,7 %. Das ist immer noch höher als von vielen Ökonomen für das erste Halbjahr 2014 erwartet und liegt nur geringfügig unter dem für das Gesamtjahr erwarteten Wert vieler Bankvolkswirte (ca. 3 %). Damit reflektiert der ISM-Index den zweifellos vorhandenen Einfluss des kalten Winters durchaus angemessen.

Zu dieser Einschätzung sind offenbar im Verlauf der vergangenen Woche auch viele Anleger gekommen, denn am Donnerstag und Freitag gab es insbesondere an den US-Börsen eine deutliche und vor allem dynamische Gegenbewegung. Sie wissen, dass wir den Charakter von Gegenbewegungen nach Kurskorrekturen aufmerksam beobachten, denn sie liefern meist sehr gute Hinweise auf das Kräfteverhältnis von Bullen und Bären.

Die Märkte starteten eine dynamische Gegenbewegung

Die aktuelle Gegenbewegung startete nun zwar dynamisch, aber sie hat erst rund 50 % der vorherigen Abwärtsbewegung wettgemacht (siehe folgender Chart).

SP500

Sie stoppte am Freitag kurz vor dem Niveau bei 1.800 Punkten. Im Bereich dieser runden Marke befindet sich ein ganzes Widerstandsbündel: zum einen das Zwischenhoch von Ende Januar bei 1.798,77 Punkten (hellgrüne Linie) und zum anderen der vielbeachtete gleitenden exponentielle Durchschnitt der vergangene 50 Handelstage (dicke dunkelgrüne Kurve) bei 1.797,03 Punkten. Kurz darüber bei rund 1.810 Punkten warten sogleich weitere Widerstände (gelbes Rechteck, 61,8%-Fibonacci-Niveau).

Am wahrscheinlichsten ist nun kurzfristig ein Gegenschlag der Bären, der aber im Idealfall die Kurse nicht mehr unter 1.770 Punkte zurückwirft. Danach sollten – eine entsprechende Stärke der Bullen vorausgesetzt – die genannten Widerstände attackiert bzw. überwunden werden. Je eher und klarer das gelingt, umso wahrscheinlicher werden ein Ende der Korrektur und baldige neue Hochs. Kurse unter 1.798 Punkten lassen hingegen eine Fortsetzung der Korrektur wahrscheinlicher werden. Wenn die Bären sogar ein baldiges neues Tief schaffen, dann könnten die Kurse bis auf 1.685 Punkte fallen.

Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert

PS: Wie diese Konsolidierung zu unseren Erwartungen für das gesamte Jahr 2014 passt, erfahren Sie in unserem Jahresausblick, der im Januar erschienen ist.


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