In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Der DAX ist heute deutlich ins Minus gerutscht. In den Medien wurden als möglicher Grund Währungsturbulenzen durch Probleme in Argentinien genann ...
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Der DAX ist heute deutlich ins Minus gerutscht. In den Medien wurden als möglicher Grund Währungsturbulenzen durch Probleme in Argentinien genannt. Die Sorge vor einer erneuten Staatspleite in Argentinien hat die Währungsmärkte und damit auch die Aktienkurse belastet. Für mich ist dies eher eine weitere Nachricht, die in einer Situation auftaucht, in der den Bullen sowieso schon langsam die Luft ausging.

Nun muss natürlich nicht jeder Kursrückgang zu einer großen Konsolidierung führen. Doch Sie wissen, wir halten eine solche für längst überfällig. Aber offensichtlich fehlte bisher nur noch der Auslöser. Mal schauen, ob diese Nachricht schon für sich genommen ausreicht, oder ob noch weitere den Markt verunsichern müssen.

Damit entsteht ein typisches Problem: Ab wann weiß man, dass aus einfachen Kursrücksetzern eine große Konsolidierung wird?

Die Antwort ist so einfach wie unbefriedigend: Erst im Nachhinein…

Na, toll…

Nun gut, Sie werden, wenn die Kursverluste noch einige Tage anhalten, viele überzeugte Kommentare finden, dass das jetzt die große Konsolidierung sei oder sogar der Anfang eines Crash. Genauso werden Sie Analysten finden, die Ihnen erzählen, Sie müssen sich keine Sorgen machen, der Markt wird weiter steigen. Aber wem folgen Sie? Niemanden...

Es ist eben das, was man mir so häufig vorwirft: Solange ich keine klaren Topformationen oder andere hilfreiche Hinweise erkenne, bleibe ich dabei, dass alles möglich ist. Mir schreiben dann immer wieder Leser, dass ich doch klar Stellung beziehen soll, und ich müsse unbedingt diesen oder jenen Kommentar lesen, dann würde mir schon ein Licht aufgehen.

Leider täuschen sich diese Leser nicht nur in ihrer Behauptung, dass mir ein Licht aufgehen wird, sondern auch in der Überzeugung, dass das, was sie dort gelesen haben, Hand und Fuß hat. Es braucht einige Jahre intensiver Erfahrung an den Börsen und eine gehörige Portion an Selbstreflektion, bis man begreift, dass niemand wirklich etwas zu den weiteren Ereignissen an der Börse sagen kann.

Es gibt keine Sicherheit, es gibt kein „Wissen“ und es gibt auch keine sicheren Prognosen, so logisch sich auch manche Argumentationsstrukturen anhören. Börse wird mit dem Maß der Erfahrung zu einer Kalkulation mit den Wahrscheinlichkeiten in Abhängigkeit der täglichen Beobachtung der Ereignisse. Ich weiß, dass dies für einige unbefriedigend ist, aber dadurch wird es nicht weniger wahr.

Beobachten Sie nun genussvoll das Medientheater!

Doch tun Sie sich den Gefallen und beobachten Sie, sofern die Kurse weiter fallen, wie sich die Stimmung in den Medien verfärben wird. Es ist ein Genuss, das bewusst mitzuerleben!

Im Moment sind viele Journalisten, Analysten und Trader noch bullish. Wenn die Kurse nun weiter fallen, werden diese jedoch immer mehr Gründe finden, warum die Kurse fallen. Je weiter die Kurse einbrechen, um so mehr wird sich somit der Tenor in den Medien dunkel färben.

Wenn Sie einmal damit angefangen haben, die Börse aus diesem Blickwinkel zu sehen, werden Sie das ganze Medientheater anfangen zu enttarnen. Sie werden verstehen, dass die Journalisten auch nur einfache Menschen sind, die im Trüben der Börse fischen, dies aber nicht so darstellen – schon allein deshalb, weil die Leser klare Antworten fordern. Sie können in bestimmten Zeitungen als Redakteur nicht einfach schreiben: „Wir wissen es nicht!“

Das gilt natürlich umso mehr für Fondsverwalter, institutionelle Analysten etc., etc.

Vieles geschieht auch unbewusst

Und vielen Journalisten und Redakteuren ist das nicht einmal bewusst. Sie sind natürlich - so wie wir alle - den Mainstreamstimmungen unterworfen. Und auch wenn sie Teil des Medientheaters sind, so werden sie doch auch selbst von diesem beeinflusst.

Aber nur so entwickeln sich die Hausse- und Baissephasen, eben weil immer mehr Menschen nach und nach von einer gewissen Kursrichtung überzeugt werden. Und deswegen sind auch die kleinen Anleger, die sich nicht so intensiv mit den Börsen beschäftigen, auch immer die letzten, die auf einen Zug auf- oder abspringen. Eben weil die großen Medien, die sich ansonsten nicht so sehr mit Börse beschäftigen, immer erst dann anfangen, das Thema Börse aufzugreifen, wenn eine extrem Färbung der Stimmung zu erkennen ist.

Wie dagegen stellen?

Es ist selbst für mich schwer, nach all den Jahren, die ich schon antizyklisch zu diesen Krisen oder euphorischen Stimmungen schreibe, mich immer wieder der Massenmeinung oder sogar -hysterie zu entziehen.

Aber das ist die eigentliche Aufgabe des Traders, Spekulanten und Anlegers: Er muss dieses Systematik durchschauen. Er muss sich selbst zugestehen, dass es keine Überzeugungen an den Börsen geben darf. Er muss sich demütig hinter die Kursbewegung stellen, auch wenn sein Verstand ihm einflüstern will, dass diese Bewegung gerade höchst irrational ist.

Er muss dabei immer im Kopf behalten, dass er nicht weiß, was morgen geschieht, denn nur dann wird er so vorsichtig vorgehen, dass die Börse ihn nicht auf dem falschen Fuß einer Überzeugung erwischen kann. Und das sind die eigentlichen „Geheimnisse“ des erfolgreichen Agierens als Börsianer.

Wo geht die Reise nun hin?

Wie gesagt, es gibt noch keine klare Topformation. Im S&P500 sieht es jedoch nicht gut aus:

So wurde das letzte Allzeithoch (Punkt 1) an Punkt 2 nur leicht überschritten. Dieser Ausbruch stellte sich dann als Fehlsignal heraus. Und wie Sie wissen, leiten genau solche Fehlsignale gerne Konsolidierungen ein. Zudem bildeten sich in den vergangenen Wochen mehrere tiefere Tiefs aus, hier durch die Punkte 1 bis 3 gekennzeichnet. Auch das kein gutes Zeichen.

Im Moment wird die Unterstützung bei 1.813 Punkten getestet, und hier ergibt sich auch der weitere Hinweis: Hält diese Unterstützung, muss man von einer Seitwärtsbewegung ausgehen, die in den meisten Fällen eher bullish ist. Fällt sie, wäre dies ein weiterer bearisher Hinweis, der sicherlich auch zu Kursen unter 1.800er Punkten führen wird.

Dow Jones am Trend

Doch das eigentliche große Bild wird im Dow Jones deutlich:

Wir sehen hier, dass der Dow Jones an einer großen Trendlinien der vergangenen 14 Jahre angelangt ist. Dass hier eine Konsolidierung beginnt, ist durchaus nicht ungewöhnlich. Und somit lässt sich hieraus noch nicht ableiten, wie groß diese Konsolidierung wird – leider.

Einzig die Tatsache, dass es auch an dieser Linien zu einem kleinen Fehlsignal gekommen ist, muss als ein weiterer bearisher Hinweis auf eine etwas größere Konsolidierung gewertet werden. Doch dazu müssten sich noch weitere gesellen, bevor man hier klarere Aussagen treffen kann. Wie gesagt, mir fehlt noch die Topformation. Wobei nicht jeder Trend durch eine solche beendet wird. Findet sich jedoch eine, hat man eine prognoserelevante Wahrscheinlichkeit zur Hand. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Viele Grüße

Jochen Steffens

www.stockstreet.de


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