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Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

das Jahr 2014 ist gestartet, und Sie hatten hoffentlich einen guten Rutsch in dieses sicherlich wieder sehr spannende und aufregende Börsenjahr. Im Namen des gesamten Stockstreet-Team unter Leitung von Jochen Steffens wünsche ich Ihnen und Ihren Lieben für das neue Jahr alles Gute, vor allem natürlich Gesundheit sowie viel Freude und Zufriedenheit im Privaten und Beruflichen – und natürlich viel Erfolg an den Börsen!

Vielversprechende Jahresendrally, aber schwacher Jahresstart

Die Märkte beendeten das Jahr 2013 vielversprechend, aber der Beginn des neuen Jahres fiel an den Börsen eher ernüchternd aus. Die Volatilität der Kurse in den ersten Tagen deutet darauf hin, dass die Anleger – wie so häufig zu Jahresbeginn – erst ein wenig die Orientierung suchen, wie sie sich am besten positionieren. Geben wir ihnen die Zeit und wenden  uns heute einem anderen Thema zu.

Während in Deutschland derzeit vielfach fast frühlingshafte Temperaturen herrschen, ächzen weite Teile in den USA und Kanada unter einer extremen Kältewelle sowie heftigen Schneefällen, die zum Teil schon seit Anfang Dezember anhalten. Sie haben davon sicherlich schon gehört, schließlich berichten die Medien auch hierzulande ausgiebig darüber.

Momentan beherrschen noch Meldungen über neue Rekordtemperaturen, die Opfer und Beeinträchtigungen im Alltagsleben die Schlagzeilen. Aber schon versuchen erste Ökonomen und Analysten die Schäden dieser Laune der Natur zu beziffern. Und dann beginnt das alte Spiel: Die Kommentatoren möchten – um der Aufmerksamkeit willen – möglichst große Zahlen melden, Versicherungen und Betroffene hoffen auf möglichst geringe Auswirkungen.

Warum eine Volkswirtschaft Extreme schnell wegsteckt

Da stets auch Betriebe von derartigen Naturereignissen betroffen sind, werden solche „Zahlenspielereien“ auch für die Börsen und die Investoren relevant. So leiden beispielsweise nach bedeutenden Naturkatastrophen zeitweilig die Aktien großer Versicherungsunternehmen, da die Schäden häufig Versicherungszahlungen nach sich ziehen, welche die Gewinne der Versicherer schmälern. Aber grundsätzlich lassen Witterungsextreme und Katastrophen die Börsen kalt.

Der Grund dafür ist weniger zynisch als Kritiker den Börsianern gerne unterstellen: Es ist einfach so, dass die Auswirkungen für die Entwicklung einer Volkswirtschaft niemals in den Größenordnungen liegen, die vielfach genannt werden. Mehr noch: Bei der überwiegenden Zahl von Extremereignissen fallen sie letztlich kaum ins Gewicht.

Natürlich wird jeder, der individuell betroffen ist, das völlig anders sehen. Und Aktien einzelner Unternehmen, die konkrete und beträchtliche Schäden verkraften müssen, z.B. einen Ausfall der Produktion oder gar eines kompletten Werkes, werden an der Börse fallen. Aber jeder Einzelne, jedes Unternehmen und damit die Volkswirtschaften, die von Katastrophen heimgesucht werden, werden sich zumeist nach Kräften bemühen, diesen Ausfall wieder wettzumachen.

Schadensbeseitigung als Wirtschaftsfaktor

Das geschieht auf den verschiedensten Ebenen: Ein Betrieb, dessen Beschäftigte wegen eines Schneesturms nicht zur Arbeit kommen können, wird versuchen, diesen Produktionsverlust durch Mehrarbeit auszugleichen. Lieferungen gehen vielleicht später heraus, aber fallen nur selten komplett aus. Die Transportunternehmen, die nach der Entspannung der Lage diese „Bugwelle“ abarbeiten müssen, werden – wie zu anderen Stoßzeiten auch, z.B. vor Weihnachten – zusätzliche Kapazitäten mobilisieren.

Gleiches gilt für andere Bereiche, z.B. die Bauwirtschaft: Nach Sturmschäden können sich Dachdecker vor Aufträgen kaum retten und müssen in der Regel zusätzliche Leute einstellen. Und selbst vermeintliche Zusatzkosten sind aus volkswirtschaftlicher Sicht häufig ein Nullsummenspiel: Die hohen (zusätzlichen) Schneeräumungskosten, unter denen die betroffenen Kommunen stöhnen, tragen letztlich zur Wirtschaftsentwicklung bei – jemand verkauft dafür Streusalz und wird für die Räumdienste bezahlt. Mitunter sind dabei sogar Personen tätig, die sonst – witterungsbedingt! –arbeitslos wären, z.B. Bauarbeiter.

Horrende Schadensschätzungen, moderate Auswirkungen

Ähnliches gilt für andere Schäden: PKW-Reparaturen, die durch Glatteisunfälle nötig werden, bescheren den Kfz-Werkstätten Zusatzaufträge. Die Liste ließe sich für fast Ereignisse fast beliebig fortsetzen. Am Ende erweisen sich dann die vorab „geschätzten“ horrenden Schadenssummen regelmäßig als viel zu hoch gegriffen.

So bezifferte ein britischer Versicherungsökonom im Dezember 2010 den möglichen Schaden durch die damalige, mehrwöchige historische Kältewelle im Vereinigten Königreich (inzwischen als „The Big Freeze“, der „Große Frost“, bezeichnet) auf umgerechnet mehr als 1,6 Milliarden Euro pro Tag. also bis zu 64 Milliarden Euro. Letztlich lagen die tatsächlichen Gesamtschäden jedoch nur bei rund 1,9 Milliarden Euro bzw. 3 % dieser Schätzung.

„Schadenskompensation“ in der Praxis

Solche „Schadenskompensationen“ sind keineswegs nur idealisierte ökonomische Vorstellungen. Sie lassen sich recht einfach konkret nachweisen, weil sie sich meist zeitversetzt durch Nachholeffekte äußern. Die folgende Grafik zeigt die vierteljährlichen Änderungen des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland seit 1971.

BIP DE 

Quellen: Statistisches Bundesamt, Deutscher Wetterdienst

Die roten Säulen markieren dabei die Quartale, in denen „Extremwinter“ mit ungewöhnlich tiefen Temperaturen und/oder viel Schnee über mehrere Wochen auftraten. Das reicht von der Schneekatastrophe 1978/79 bis zum zähen Frost des vergangenen Jahres. Außer 1998 kam es nach der durchaus deutlichen Wirtschaftsschwäche im betreffenden Quartal zu einem auffallend starken Folgequartal (grüne Säulen). Die 1998er Ausnahme war übrigens unter anderem durch ein außergewöhnliches Wachstum im Vorjahresquartal (gelbe Säule) bedingt, wodurch der Vergleich verzerrt wurde.

Andere Themen werden 2014 für die Börsen bestimmend sein

Natürlich sind weder der jeweilige Einbruch noch die nachfolgende Erholung ausschließlich auf die extremen Witterungseinflüsse zurückzuführen. Stets wirken auch die „normalen“ Konjunkturfaktoren, so dass z.B. 2006, dem Jahr der Schneekatastrophe in Bayern mit dem tragischen Einsturz der Sporthalle in Bad Reichenhall, oder 2010 die volkswirtschaftlichen Einflüsse faktisch unsichtbar blieben (siehe hellblaue Säulen).

Und so wird auch der diesjährige strenge Winter in Nordamerika die Börsen wieder weitgehend kalt lassen. Ob die Kurse 2014 also weiter steigen oder nach der Rally des vergangenen Jahres eine Verschnaufpause einlegen, werden andere Themen entscheiden. Welche das sein könnten, erläutern wir Ihnen auch diesmal in unserem aktuellen Jahresausblick. Mehr dazu in Kürze, hier in Ihrem Steffens Daily.

Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert


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