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Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

Auf die überraschend guten US-Arbeitsmarktdaten für November reagierten die Märkte  überraschend positiv (siehe Steffens Daily vom Freitag). Auch heute startete der DAX zunächst freundlich in die Woche. Das sind eigentlich beste Voraussetzungen für die Fortsetzung der Jahresendrally. Mit Blick auf den großen Verfallstag am 20. Dezember spricht jedoch einiges dafür, dass sie schon vorüber ist.

Die Unsicherheit nimmt vor der Fed-Sitzung zu

Die guten Arbeitsmarktdaten und insbesondere die deutlich stärker als erwartet gesunkene Arbeitslosenquote (ein wichtiges Kriterium der Fed!), haben die Diskussion um den Beginn der Reduzierung der Anleihekäufe durch die Fed wieder angeheizt. Zweifellos ist die Wahrscheinlichkeit deutlich gestiegen, dass dies schon auf der bevorstehenden Fed-Sitzung am 17./18.12.2013 geschieht.

Nun mag es einige Investoren geben, die sich damit bereits abgefunden haben. Andere hoffen immer noch, dass der Startzeitpunkt ins Jahr 2014 geschoben wird. Dennoch dürften die jüngsten Arbeitsmarktdaten viele Anleger zumindest vorsichtig werden lassen. Schließlich ist derzeit noch völlig unklar, wie die Märkte – und zwar nicht nur die Aktienmärkte! – auf einen eventuellen Ausstieg der Fed in der kommenden Woche reagieren werden. (So blieb z.B. der Euro weiterhin stark, obwohl die gestiegene Wahrscheinlichkeit eines schnelleren Fed-Ausstiegs eigentlich den Dollar stärken sollte.)

Diese potenzielle Unsicherheit spricht dafür, dass die Märkte bis zur Fed-Sitzung eher seitwärts laufen werden. Und das spielt den Stillhaltern an der Terminbörse in die Hände, die aufgrund der aktuellen Positionierungen wie immer ganz bestimmte Kursniveaus für die Abrechnung am großen Dezember-Verfallstag bevorzugen würden. Vorteilhaft ist dabei natürlich auch, dass dieser Verfallstag nur zwei Tage nach der Fed-Sitzung liegt…

Die aktuellen Positionierungen zum Verfallstag

Werfen wir dazu einen Blick auf die aktuellen Eurex-Positionierungen für den DAX:

Eurex

Quelle: Eurex (Stand 06.12.2013)

Die jeweils größten Positionen im aktuellen Kursfenster liegen sowohl bei den Calls als auch den Puts bei 9.000 Punkten. Das wäre also aus Sicht der Stillhalter der ideale Abrechnungskurs. Aktuell stehen die Kurse deutlich darüber, und zwar auf dem Niveau der nächstgrößeren Call-Position bei 9.200 Punkten. Bleiben die Kurse über 9.000 Punkten, sind die Stillhalter daran interessiert, den DAX wenigstens nicht über 9.200 Punkte zu lassen.

Aufgrund der oben beschriebenen Ausgangssituation ist also eine allgemeine Zurückhaltung der Börsianer in dieser Woche zu erwarten, zumal auch keine entscheidenden Konjunkturdaten veröffentlicht werden. Die Stillhalter sollten daher keine Probleme haben, die Kurse zwischen 9.200 und 9.000 Punkten zu halten. Wir erwarten daher in den kommenden Tagen eine Seitwärtsbewegung innerhalb dieser Grenzen.

Bei Ausbruch wird’s dynamisch

Offen bleibt natürlich, was ab Donnerstag kommender Woche geschieht, nachdem die Fed-Entscheidung bekanntgegeben wurde und Ben Bernanke in der turnusmäßigen Pressekonferenz danach zusätzliche Erläuterungen abgegeben hat. Das dürfte Turbulenzen geben, die zu einem Ausbruch des DAX in die eine oder Richtung führen könnten.

Bricht der DAX dann oder auch vorher über die genannten Grenzen nach oben oder unten aus, kann es sehr dynamisch werden. Einen Vorgeschmack darauf bekamen wir vermutlich bereits in der letzten Novemberwoche (siehe folgender Chart): Mit dem Sprung auf das neue Hoch am Montag jener Woche (unter Bildung einer markanten Kurslücke; siehe grünes Rechteck) schossen die Kurse förmlich nach oben (grüne Kerzen) und erreichten kurz darauf die 9.400er Marke.

DAX

Die Stillhalter waren nämlich gezwungen, erste Absicherungsmaßnahmen zu ergreifen. (Diese sind stets kurstreibend in Richtung des Ausbruchs.) Damals waren es aber bis zum Verfallstag noch fast vier Wochen Zeit, das heißt, die Absicherungsmaßnahmen dürften noch eher verhalten gewesen sein. Und außerdem gingen die Kurse nach oben und erzeugten daher einen vergleichsweise geringen zusätzlichen Druck am Kassamarkt.

Die Gefahr lauert unterhalb von 9.000 Punkten

Was das bedeutet, wird klar, wenn Sie sich vorstellen, was geschieht, wenn diese „Absicherungsdynamik“ bei Kursen unter 9.000 Punkten nach unten aufkommt. Sie trifft dann nämlich auf die zusätzlichen (Aktien-)Verkäufe der Anleger, die ihre Gewinne sichern wollen. Und diese erfolgen in Frankfurt oder auf XETRA, also am sogenannten Kassamarkt. In jedem Fall verstärken sie aber den Abwärtsdruck. Gleiches gilt für die spekulativen Short-Positionen, welche die Bären dann eingehen werden.

Nachdem der Ausbruch des DAX über 9.200 Punkte unlängst scheiterte, ist die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Kursrutsch bis zu Fed-Sitzung eindeutig höher als für einen nachhaltigen Anstieg über 9.200 Punkte. Selbst wenn es dazu käme, sind Kurse über 9.400 Punkte in dieser und der nächsten Woche äußerst unwahrscheinlich. Denn dort liegt die nächsthöhere Call-Position der Stillhalter, die diese nicht auch noch ins Geld laufen lassen wollen. Da müssten die Bullen schon völlig aus dem Häuschen geraten, wenn sie den damit verbundenen Absicherungsdruck überwinden wollten.

Nach dem Verfallstag droht die Feiertagsruhe

Und sofern die Börsianer auch nach der Fed-Sitzung nicht in stürmischen Jubel ausbrechen werden, könnte es eben bedeuten, dass die Jahresendrally bereits in der Vorwoche endete. Denn selbst wenn der DAX bis nach dem Verfallstag sein aktuelles Niveau hält, ist zu erwarten, dass die dann einsetzende Feiertagsruhe an den Börsen weitere Aufwärtssprünge verhindert.

Für Ihre aktuellen Investments bedeutet das, dass Sie sich nun eher um deren Absicherung kümmern sollten, als weitere Gewinne zu erwarten. Allerdings gilt: Vorsicht mit Stoppkursen! Die zu erwartende Dynamik unterhalb von 9.000 Punkten (wo sowieso schon sehr viele Stopps liegen dürften) kann dazu führen, dass Stop-Loss-Orders einfach überrannt und zu erheblich tieferen Kursen ausgeführt werden.

Dessen müssen Sie sich bewusst sein, wenn Sie damit arbeiten. Verhindern bzw. eindämmen können Sie das nur, wenn Sie Ihrerseits mit Absicherungsmaßnahmen an der Terminbörse aktiv werden…

Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert


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