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Inhaltsverzeichnis

Bleiben Sie gelassen, reagieren Sie aber konsequent auf die weitere Entwicklung

Man erkennt nun noch deutlicher, wie nervös die Anleger gerade hier im DAX sind. Während es bei den US-Indizes gestern lediglich zu vergleichsweise moderaten Kursrückgängen gekommen ist, sind im DAX bereits jetzt erste panische Reaktionen zu erkennen. Aber das macht auch Sinn: Die eher ängstlich motivierten deutschen Anleger sichern im DAX Gewinne und das forciert den Verkaufsdruck. Hinzu kommt, dass amerikanische Investoren Geld aus dem DAX anziehen, weil sie im Zusammenhang mit der Rückführung der Anleihekäufe in den USA durch die Fed mit einem steigenden Dollar rechnen und dies könnte die in Euro gemachte Performance auffressen.

Auch charttechnisch gibt es scheinbar gute Verkaufsgründe. Wir haben einen Ausbruch am Trendkanal gesehen (Pfeil) und ein Wiedereintritt in eben diesen. Solche Fehlsignale leiten oft Konsolidierungen ein. Im Moment kann es sich bei dem Kursrückgang aber auch nur um den Test des sehr breiten Aufwärtstrendkanals (hier angedeutet durch die dicken schwarzen Linien, die relativ flach verlaufen) handeln. Es ist also noch nichts entschieden. Aus Sicht der Target-Trend-Methode wird es sowieso erst bearisher, wenn nun die Mittellinie bei 8.896 Punkten unterschritten wird.

Aber keine Frage, es wird jetzt mit jedem weiteren Tag, an dem die Kurse fallen,  gefährlicher – nicht nur, weil institutionelle Anleger, aber auch Trader und spekulative Privatanleger alles tun werden, um bei fallenden Kursen vor dem Jahreswechsel ihre Performance zu sichern. Es gibt zudem auch „Selling-Points“ in den computerbasierten Handelssystemen. 

Dazu folgende Erklärung

Egal welchen Algorithmus sie zugrunde legen, egal welches System aufwändig programmiert wurde – alle Handelssysteme müssen, um Gewinne zu sichern, irgendwo aussteigen. Jedes einzelne Handelssystem hat natürlich sehr spezielle Ausstiegsignale, die sich von den meisten anderen unterscheiden werden. Aber in der Masse der vielen Handelssysteme wird es, wenn man die Ausstiegsignale grafisch darstellen würde, zu einer Art von Haufenbildungen der Ausstiegssignale in bestimmen Kursbereichen kommen. Daran führt kein Weg vorbei!

Und wenn die Kurse in diesen „Haufen“ vordringen, wird eine Vielzahl von Verkäufen initiiert. Das ist normalerweise kein Problem, es führt lediglich zu wellenartigem Verkaufsdruck. Problematisch wird es lediglich dann, wenn die Verkäufe eines dieser Haufen dazu führen, dass der Kurs direkt in den nächst tiefer liegenden Haufen vordringt – dann entsteht ein Kaskadeneffekt. Dieser kann auch bei menschlichem Handeln entstehen.

Aber es gibt einen wichtigen Unterschied: Computer resignieren nicht, wie es Menschen zuweilen tun. Wenn die Kurse stark fallen, und man den Ausstieg verpasst hat, reagiert ein Anleger eher wie folgt: „Ach Mist, jetzt hab ich den Ausstieg verpennt, jetzt ist es auch schon egal, ich köpf jetzt ‚ne Flasche billigen Wein (Anm. d. Red.: Den teuren gibt es nur bei Gewinnen!) und schau mal wie die Welt morgen aussieht!“. Oder sie folgen dem Ratschlag Kostolanys. Er bevorzugte es bei Börsen-Crashs einfach alle Nachrichten auszuschalten und irgendwo abseits aller Medien einen Kaffee trinken zu gehen. Die Computer kennen keine solchen Reaktionen, sie werden erbarmungslos bei jedem neuen Verkaufssignal verkaufen. So etwas kann fallende Kurse erheblich beschleunigen.

Also doch Panik? Bleiben Sie gelassen!

Bleiben Sie aber vorerst weiterhin gelassen und befolgen Sie die hier so oft vorgestellte Strategie: Verringern Sie nach und nach Ihre Long-Positionen mit weiter fallenden Kursen – meiden Sie trotz aller Hinweise Short-Positionen! In solchen Aufwärtstrends sind schnelle Konsolidierungen, die von noch schnelleren Aufwärtsbewegungen abgelöst werden (sog. Short-Squeezes) durchaus normal. 

Lassen Sie sich auf der anderen Seite nicht von der nun entstehenden Panik anstecken, sondern bleiben Sie sachlich. Noch sind alle Aufwärtstrends in Ordnung. Rein von der Wahrscheinlichkeit ist die Chance für wieder steigende Kurse damit immer noch eindeutig höher als für fallende Kurse.

Längst überfällig, aber

Diese Konsolidierung ist allerdings lange überfällig. Da sie so lange auf sich hat warten lassen, besteht natürlich die Gefahr, dass sie tiefer geht als wünschenswert. Aber sofern Sie Geld an der Seite haben, freuen Sie sich: Sie bekommen vielleicht bald Aktien deutlich billiger als noch vor zwei Tagen. Und wenn die Konsolidierung tatsächlich noch viel weiter gehen sollte, es vielleicht sogar eine 15-Prozent-Konsolidierung gibt, ist es für Aktionäre eigentlich nur eine Art Schlussverkauf! Lassen Sie die Kurse fallen und halten Sie sich bereit, in wirklicher Panik anderen Tradern die Aktien billig abzukaufen. Es ist das alte Prinzip des erfolgreichen Handels: Kaufe, wenn die Kurse billig sind, verkaufe, wenn sie teuer sind.

Warten Sie die Gegenbewegungen ab

Um die wirkliche Stärke des Marktes zu analysieren, warten wir gewöhnlicherweise die erste ernstzunehmende Gegenbewegung ab. An dieser kann man zumeist gut erkennen, wie stark die Bullen noch sind. Im Moment, während ich diese Zeilen lese, sehen wir eine Erholung. Diese hängt mit dem ISM-Dienstleistungsindex zusammen. Dazu mehr unter US-Konjunkturdaten.

Viele Grüße

Jochen Steffens


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US-Konjunkturdaten

Der ISM-Dienstleisterindex sank von zuvor 55,4 Punkte auf nun auf 53,9 Punkte. Analysten hatten hingegen mit einem Rückgang auf lediglich 55,0 Punkten gerechnet. Interessanter ist aber, dass der Preisindex des ISM-Dienstleistungsindex von zuvor 56,1 auf jetzt 52,2 Punkte gefallen ist.

Der Dienstleistungssektor macht immerhin 80 Prozent der US-Wirtschaft aus. Ein derart deutlich sinkender Preisindex ist ein Hinweis auf weiterhin bestehende deflationäre Tendenzen. Und das wiederum könnte die Fed veranlassen, mit der Straffung ihrer Geldpolitik doch zu warten. Somit führte die Veröffentlichung dieser Zahlen zu einer kleinen Gegenbewegung in den Indizes.

Die Zahl der US-Neubauverkäufe ist im Oktober um 25,4 Prozent gegenüber dem Vormonat auf einen saisonbereinigten Jahreswert von 444.000 angestiegen. Das ist der stärkste Anstieg seit über drei Jahrzehnten. Analysten hatten mit einem Wert von nur 426.000 gerechnet.

Nachdem der US-Immobilienmarkt im Zusammenhang mit der Ankündigung der Fed, die Anleihekäufe zurückzufahren, unter Druck gekommen war, hat er sich nun eindrucksvoll zurückgemeldet. Das wiederum wirkte sich eher belastend aus, der Markt kam wieder zurück.


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