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Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

seit längerem berichten wir hier im Steffens Daily von Warnsignalen an den Aktienmärkten. Diese zeigen sich inzwischen auf verschiedenen Ebenen – in den Charts, in den Fundamentaldaten und in der Stimmungsanalyse. Viele Leser fragen uns daher, wie sie jetzt am besten darauf reagieren.

Vom Einfachen zum Schwierigen

Vergleichsweise einfach haben es diejenigen, die seit längerem ausreichend investiert sind und daher von der laufenden Rally entsprechend profitiert haben. Sie können sich an den markanten charttechnischen Unterstützungen orientieren, bei deren Unterschreiten sie ihre Positionen sukzessive reduzieren. Das könnten z.B. das Zwischenhoch vom September bei 8.770 Punkten (grüne Linie im folgenden Chart) und die Unterkante des aktuellen Aufwärtstrends sein, die zurzeit bei 8.440 Punkten verläuft:

DAX1

Quelle: MarketMaker

Schwieriger haben es dagegen diejenigen Leser, die noch nicht oder nur gering investiert sind. Diese schauen derzeit einer anhaltenden, seit September 2012 laufenden, Rally hinterher. Und angesichts der deutlich gestiegenen Kurse und der diversen Warnsignale tun sie sich natürlich nun mit einem Einstieg schwer.

Wir hatten hier bereits öfter erwähnt, dass man als Langfristanleger in einem solchen Fall schrittweise vorgehen soll und je nach Situation in fallende bzw. weiter steigende Kurse nach und nach Positionen aufbaut. Aber viele Leser bewegt natürlich die berechtigte Frage, wie das konkret aussehen kann. Wie immer gibt es dazu verschiedene Ansätze. Wir wollen Ihnen heute einen möglichst einfachen und dennoch erfolgversprechenden Weg aufzeigen.

Die einfachste Art, komplette Märkte zu handeln

Weil es einfach bleiben soll, beschäftigen wir uns nicht mit der Auswahl von einzelnen Aktien, sondern wählen marktbreite Fonds als Anlageinstrumente. Damit der Markt, den wir damit abdecken, auch wirklich nachgebildet wird, nehmen wir ETFs, die ihrem Vergleichsindex nahezu 1:1 folgen. Unser Vergleichsindex ist im Folgenden natürlich der DAX, aber es spricht grundsätzlich nichts dagegen, wenn Sie dieses Prinzip auch auf einen anderen großen Index anwenden.

Die konkrete Vorgehensweise basiert auf dem allseits bekannten (Fonds-)Sparplan. Dieser wird in seiner einfachsten Form monatlich mit einer konstanten Summe gefüllt, von der – je nach aktuellem Fondskurs – eine entsprechende Zahl von Fondsanteilen gekauft wird. Eine gleichbleibende monatliche Sparsumme hat den Vorteil, dass Sie bei tieferen Kursen automatisch mehr Anteile erwerben als bei höheren Kursen.

Durch diesen sogenannten Cost-Average-Effekt (Kostenmittelungseffekt) sinkt Ihr durchschnittlicher Einstiegskurs überproportional, insbesondere in Baissezeiten. Steigen dann später die Kurse wieder, sind Sie aufgrund dieses niedrigeren Einstiegskurses schneller im Plus. Dazu ein kleines Rechenbeispiel: Angenommen, Sie kaufen Ihre erste Position ausgerechnet zum Höchstkurs von beispielsweise 100 €. Diese 100 € sind gleichzeitig Ihre monatliche Sparsumme. Sie erwerben also anfangs genau einen Anteil (Sparsumme 100 € / Kurs 100 € = 1 Anteil).

Der gute alte Sparplan

Fällt nun der Kurs im nächsten Monat um 10 %, also auf 90 €, dann kaufen Sie zu diesem niedrigeren Kurs entsprechend mehr Anteile, und zwar 1,11. Das ergibt sich daraus, weil Ihre Sparsumme gleich bleibt (Sparsumme 100 € / Kurs 90 € = 1,11 Anteile). Sie haben dann also schon 2,11 Anteile. Bezogen auf Ihre gesamte Anlagesumme (200 €) ergibt das einen durchschnittlichen Einstiegskurs  von 94,74 € (200 / 2,11 = 94,74). Der Durchschnittskurs beider Käufe ist aber 95 € (Mittelwert von 100 und 90).

Sie sehen also, bereits mit dem guten alten Fondsparplan kommen Sie besser und ohne viel Aufwand durch Baissezeiten als mit einer einfachen Buy&Hold-Strategie. Der Nachteil ist, dass ein klassischer Sparplan eher etwas für kleine Beträge ist, die man regelmäßig zusätzlich anlegt. Natürlich könnte man auch sein Gesamtvermögen in entsprechende Teilbeträge aufteilen. Aber dann braucht man relativ konkrete Vorstellungen, wie viele Teilbeträge das sein sollen, also wie lange z.B. eine Durststrecke an der Börse dauern könnte.

Das ist aber natürlich unmöglich im Vorhinein zu bestimmen. Und so wollen wir diese grundlegende Strategie dahingehend verbessern, dass wir mit drei bis vier gleich großen Teilpositionen (in Euro!) flexibel auf die jeweilige Börsenentwicklung reagieren können.

Eine andere einfache Einstiegsstrategie

Wir bleiben dazu bei monatlichen Einstiegspunkten, schließlich verfolgen wir ja eine langfristige Strategie. Allerdings steigen wir nun nicht mehr in jedem Monat ein, sondern nur noch nach bestimmten Kriterien. Diese sind so gewählt, dass Sie selbst in längeren Baissephasen Ihr Pulver nicht zu schnell verschießen. Wie das konkret geschieht, demonstriert der folgende Chart:

DAX2

Quelle: MarketMaker, eigene Berechnungen

Sie sehen im oberen Chartteil den Kursverlauf des DAX auf Basis der Monatsschlusskurse. Im unteren Chartteil werden die monatlichen Gewinn- (grün) bzw. Verlustserien (rot) gezählt. Wenn der DAX also per Monatsultimo vier Monate nacheinander gestiegen ist, steigt das grüne „Treppchen“ bis auf vier an, ist er zwei Monate lang gefallen, fällt das rote „Treppchen auf zwei usw.

Obwohl der DAX neben der Baisse 2000 bis 2003 auch einen veritablen Crash (2008-2009) und darüber hinaus einige weitere kräftige Rückschläge (z.B. 1998, 2011) verzeichnet, fällt sofort auf, dass die Kursrückgänge (rote „Treppchen“) im Durchschnitt kürzer sind als die Kursanstiege (grüne „Treppchen“). Dafür verlaufen Rückschläge dynamischer als die Aufwärtsbewegungen.

So steigen Sie in Konsolidierungen ein!

Dieses Muster kann man bereits für ein passables Timing benutzen. Wenn nach mindestens drei aufeinanderfolgenden Monaten mit Kursverlusten (untere waagerechte gestrichelte blaue Linie) endlich wieder ein positiver Monat abgeschlossen wurde, erfolgt mit einer Teilposition ein Einstieg (senkrechte Linien). Nach dem Hoch im Jahr 2000 trat dieses Signal zum ersten Mal im Juli 2000 auf (linker Rand des gelben Rechtecks).

Fallen die Kurse danach weiter, erfolgt beim nächsten entsprechenden Signal ein weiterer Einstieg mit der nächsten Teilposition. Im Beispiel (gelbes Rechteck) gab es bis April 2003 drei weitere Signale. Wenn Sie damals auf diese Art und Weise vorgegangen wären, hätten Sie die folgende Rally voll investiert mitgemacht!

Obwohl Sie damals mit Ihrer ersten Position nahe dem Hoch eingestiegen wären, läge Ihr durchschnittlicher Einstiegskurs für diese vier Teilpositionen bei 4.133 Punkten. Der Durchschnittskurs des DAX zu diesen vier Einstiegszeitpunkten betrug jedoch 4.601 Punkte. Sie hätten also allein durch diese schrittweisen Einstiege einen Kursvorteil von gut 10 % erzielt und lägen entsprechend früher im Plus! Das bestätigt die alte Kaufmannsregel: Im Einkauf liegt der Gewinn...

Das funktioniert auch in laufenden Rallys

Das Schöne an dieser einfachen Strategie ist, dass sie auch in einer laufenden Rally funktioniert. So traten entsprechende Signale sowohl 1998 als auch 2006 und 2011 nach mehr oder weniger ausgeprägten Kursrückgängen auf. Für „Nachzügler“ boten sich dann jeweils gute Einstiegsgelegenheiten, um den Rest der Rally mitzunehmen.

Wir haben damit bereits eine einfache und funktionierende Strategie, um in Baissephasen und bei kürzeren Rückschlägen einzusteigen. Sicherlich lässt sich diese auch noch weiter optimieren (z.B. mit Methoden der Stoppsetzung), aber fürs Erste ist sie völlig ausreichend.

Wenn aber beim Einstieg unsere drei bis vier Teilpositionen nicht vollständig ausgeschöpft werden, müssen wir diese in der laufenden Rally investieren. Wie Sie das am besten bewerkstelligen und wie wir mit unserer Strategie am Ende einer Rally agieren, dazu mehr in der kommenden Woche an dieser Stelle.

Was Sie jetzt konkret tun können

Was müssen Sie jetzt also konkret tun, wenn Sie noch auf die Rally aufspringen wollen? Idealerweise warten Sie zunächst die nächste Konsolidierung (also drei Verlustmonate in Folge) ab. Das kann Geduld erfordern, währenddessen die Kurse einfach weiterlaufen, z.B. in Richtung 10.000 Punkte. Das erscheint unbefriedigend, weil man dann womöglich wieder etwas verpasst.

Für Ungeduldige daher eine Alternative: Sie steigen jetzt bereits mit Ihrer ersten Teilposition ein. Wie das in die Strategie passt? Gar nicht. Aber als Langfristanleger beherzigen Sie damit einen Ratschlag von Sir John Templeton, dem Gründer des legendären Templeton Growth Fund. Dieser hat mal gesagt: „Die beste Zeit zu investieren ist, wenn Sie das Geld dafür haben.“

 

Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert


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