In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Das ist heute wieder so ein Text, der mir viele böse Mails einbringen wird. Schließlich fällt der Markt endlich mal ein wenig, und schon ...
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Das ist heute wieder so ein Text, der mir viele böse Mails einbringen wird. Schließlich fällt der Markt endlich mal ein wenig, und schon wettere ich gegen Shorts - aber das kennen Sie von mir. Der Hintergrund für die Schwäche ist folgender: Am Donnerstag wird die zukünftige Fed-Chefin Janet Yellen vor dem Bankenausschuss des US-Senats befragt. Davon erwarten sich die Marktteilnehmer weitere Aufschlüsse über die kommende US-Notenbankpolitik. Dieser Unsicherheitsfaktor wird einfach eingepreist.

Manche lernen es nie

Man braucht sehr viele Jahre Erfahrung, um zu verstehen, dass man – selbst wenn die Anzeichen einer Konsolidierung eindeutig erscheinen, wie es zurzeit der Fall ist – nicht gegen einen derart starken Trend auf fallende Kurse setzen darf. Denn solche Trades erfordern ein nahezu perfektes Timing. Und es gibt nur sehr wenige Trader, denen ich ein solches zutraue!

Aber für normaler Trader oder Anleger spricht alles dagegen, gegen den Trend zu traden. Und die Erfahrung zeigt eben, dass in solchen Trends das meiste Geld auf der Short-Seite verbrannt wird.

Leider ist es so unendlich schwierig, das in die Köpfe der Anleger zu kriegen. Und selbst wenn sie es verstanden haben, scheint es immer noch ein Ego-Spielchen zu sein. Das Trader-Ego will es einfach schaffen, gegen einen solchen Trend auf der Short-Seite einen dicken Gewinn gemacht zu haben. Warum? Hm, wollen wir nicht alle mal ein Held sein?

Kein gesundes Chance/Risiko-Verhältnis

Und so wird gerne mal ignoriert, dass das Chance/Risiko-Verhältnis massiv gegen einen steht. Was redet auch dieser Steffens da, schließlich geht es ja an der Börse immer auch um ein wenig Zocken,  Risiko und Spaß. Und schließlich soll noch der Spielleidenschaft Genüge getan werden. Und der Höhenflug des Egos, wenn man nach vielen erfolglosen Versuchen, die nur Geld gekostet haben, endlich doch einmal genau das Hoch erwischt hat und auf der Short-Seite erfolgreich war, lässt einen schließlich genau diese Verluste der anderen Versuche vergessen.

Unsinn, Unsinn, es bleibt Unsinn

Trotzdem versichere ich Ihnen: Auf Dauer werden Sie dabei verlieren. Man betrügt sich unter dem Strich nur um Performance, selbst wenn einige wirklich lukrative und einzigartige Trades dabei sind. Wenn Sie mir nicht glauben, dann sehen Sie sich einfach die möglichen Short-Trades der vergangenen Jahre gegen die Aufwärtstrends objektiv an – und ich meine objektiv!

Ich weiß, jetzt werden viele schreiben: Wieso, ist doch ganz klar gewesen, bei mir hat es funktioniert – ich bin da und da zu dem und dem Kurs eingestiegen! Aber selbst wenn diese Trades aufgehen, ist das lediglich Teil der normalen Wahrscheinlichkeit. Da der Mensch aber gerne das Schlechte verdrängt und das Gute überbewertet, kann hier die eigene Wahrnehmung einem schon böse Streiche spielen.

Natürlich gibt es auch einige Trader, die ein Näschen für Trendwechsel haben – keine Frage. Aber selbst das ändert nichts an der Tatsache, dass die Masse meist falsch liegt.

Warum ist das so?

Dafür gibt es viele Gründe, hier die wichtigsten:

In starken Trends zeigen sich immer wieder anfängliche Konsolidierungshinweise, die aber oft von der stoischen Bullenherde einfach überrannt werden. Da es schwierig ist, zu beschreiben, was anfängliche Konsolidierungshinweise sind, ist es kaum möglich, das sinnvoll in einem Chart darzustellen.

Ein klarer Chart

Aber es gibt auch wesentlich deutlichere Signale. In dem folgenden Chart habe ich Ihnen verschiedene mittlere und große Verkaufssignale seit Herbst vergangenen Jahreseingezeichnet. Die roten Pfeile weisen auf kleinere Verkaufssignale, die schwarzen auf große hin. Um es übersichtlich zu halten sind nur die Verkaufssignale an Unterstützungen eingezeichnet:

 

Sie sehen, wie oft man sich auf der Short-Seite die Finger hätte verbrennen können! Und genau das ist typisch für starke Trends. Aber noch etwas anderes fällt auf: Auf der Oberseite wird immer wieder die obere Begrenzung des Trendkanals angelaufen. Aber auf der Unterseite seit über einem Jahr nicht mehr. Und auch das ist ein wichtiger Hinweis.

Denn wenn man die Konsolidierungen im größeren Rahmen abgreifen will, hat man natürlich auch ein Kursziel vor Augen. Dieses sollte im idealtypischen Fall auf der Unterseite des Trendkanals liegen. Aber diese Unterseite wird aber seit geraumer Zeit nicht erreicht.

Und das ist nicht nur, wie hier erkennbar, im großen Bild so. Nein, in solchen Aufwärtstrends haben Sie mit dem Problem, dass die Abwärtsbewegungen die eigentlichen Kursziele nicht erreichen, auf allen Zeitebenen zu kämpfen! Das geht bis in die Intraday-Charts hinein!

Starke Bullen negieren Kursziele

Und das ist auch nur logisch, schließlich belegt diese Aufwärtsdynamik doch nichts anderes, als dass sich die Bullen in eindeutiger und klarer Überlegenheit befunden haben. Und diese Überlegenheit der Bullen drückt sich einfach darin aus, dass sie die Kurse häufig weit vor den logischen Tiefs wieder nach oben ziehen.

Viele Male, gegen ein einziges Mal…

Um es auf die Spitze zu treiben, so dass es deutlich wird: Wenn Sie sich diesen Chart ansehen, erkennen Sie, dass Sie auf der Short-Seite viele Male in großer Gefahr sind, falsch zu liegen. Und da die Kurse, wenn sie drehen, dies gerne höchst dynamisch tun und dann einfach immer weiter ansteigen, wird Ihnen der Aufwärtstrend auch keinen Fehler auf der Short-Seite verzeihen.

Sie werden andererseits nur wenige Mal, wenn überhaupt, richtig liegen. Und selbst dann ist noch fraglich, ob Sie rechtzeitig einen Ausstieg finden, bevor die Kurse wieder explosionsartig ansteigen.

Drehen Sie das Bild jedoch um, dann sehen Sie, dass es viele Chancen auf der Long-Seite gab, die funktioniert haben. Sicherlich gibt es auch auf der Long-Seite einige Fehlsignale, aber in solchen Fällen wird der Markt Ihnen einige dieser Fehler verzeihen, einfach weil er plötzlich doch wieder ansteigt.

Und das ist es, was ich mit Chance/Risiko-Verhältnis meine – auf der Shortseite haben Sie dieses eindeutig gegen sich. Warum also die Mühe?

Die andere „Denke“

Um dem für das Ego oft problematische Gefühl zu entgehen, dass man in einer Konsolidierung den fallenden Kursen hinterherschaut und ärgerlich die entgangene Gewinne auf der Short-Seite zusammenrechnet, hilft es, sich etwas klar zu machen:

Fallende Kurse sind super! Denn fallende Kurse machen das, was Sie eigentlich die ganze Zeit schon kaufen wollen, nämlich die Aktien, billiger. Und wer hat beim Schlussverkauf schon schlechte Gefühle? Freuen Sie sich also, wenn die Kurse fallen. Nur wenn die Aktien nach einer überhitzten Phase wieder deutlich billiger geworden sind, können schöne und hochlukrative Trades machen.

Das Depot absichern

Wenn Sie ein größeres Depot haben und nicht allzu langfristig ausgerichtet sind, sollten Sie Stopp-Kurse unter einige Positionen legen, so dass sie bei fallenden Kursen langsam die Investitionsquote herabsenken. Dann müssen Sie aber nur noch den Mut finden, etwas später, in der Konsolidierung wieder zu kaufen…

Ein letzter Punkt

Vergessen sollten man auch nicht, dass der Markt vor größeren Konsolidierungen die Bären gerne in ein oder zwei Fallen tappen lässt. Wenn diese dann auf der Short-Seite entmutigt sind und nicht mehr auf fallende Kurse setzen – dann kommt sie, die Konsolidierung…

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens


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