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Hinweis in eigener Sache: Der Steffens Daily macht Herbstferien und erscheint somit wieder am Montag, den 4. November.

Eigentlich lässt sich an dem, was gerade geschieht, schön erklären, warum so viele Anleger scheitern. Wir haben Ihnen in den vergangenen Wochen eine Menge an Gründen angeführt, warum die Aktienmärkte mehr als reif für eine Konsolidierung sind. Und an dem Ergebnis dieser Analysen hat sich auch nichts geändert. Doch diese Konsolidierung muss nicht heute einsetzen. Im Dax ist zum Beispiel aus charttechnischer Sicht, je nach Aufwärtstrend, den man favorisiert, nur noch ein klein wenig oder auch viel Platz nach oben (siehe Chart)

Das neue Thema der Märkte

Ich hatte gestern geschrieben, dass sich nun zeigen muss, auf welches neue Thema die Märkte setzen. Mir sind eher bearishe Themen eingefallen, wie Sie wissen. Offenbar haben die Märkte jedoch noch ein bullishes Thema gefunden, auf dass sie traden. Und so sahen wir in den vergangenen beiden Tagen einen leichten Anstieg an den Märkten.

Wird die Fed zum Warten gezwungen?

In den USA geht nämlich folgendes Gerücht um: Da die Einigung bei der Schuldenobergrenze und dem Haushaltstreit in den USA lediglich auf Januar/Februar verschoben wurde, hat die Fed nun ein Problem. Sie möchte ja gerne die Höhe der monatlichen Anleihekäufe reduzieren, aber kann sie das in diesen unsicheren Zeiten?

Bei der letzten Fed-Sitzung waren sich die Analysten darüber einig, dass die Fed lediglich abwarten wollte, wie der Streit im Kongress ausgehen wird. Das war der Grund, warum diese Analysten mit dem Beginn der Rückführung der Anleihekäufe Ende des Jahres gerechnet haben.

Da aber nach dem nun gefundenen Kompromiss am Anfang des kommenden Jahres bereits wieder ein neuer Streit bevorsteht, wird, folgt man dieser Logik, die Fed die Käufe eben nicht Ende des Jahres 2013 reduzieren können. Sie muss also abwarten, und so könnte sich der Zeitpunkt auch noch weit ins kommende Jahr verschieben. Schließlich wird Anfang 2014 auch noch die neue Fed-Chefin inthronisiert.  

Wenn der Zeitpunkt, an dem die Fed die Anleihekäufe reduziert, weit in das Jahr 2014 verschoben wird, kann man ja jetzt munter weiter einsteigen - so die Theorie, der Anleger.

Die Fed handelt etwas anders

Aber das ist meines Erachtens Unsinn. Die Fed muss langsam die Anleihekäufe zurückführen – und wird es auch tun. Wenn sie den richtigen Ausstiegszeitpunkt verpasst, also zu spät handelt, kann eine Inflationsspirale einsetzen, die sehr gefährlich werden könnte.

Sie darf sich also nicht dauerhaft durch diese parteipolitischen Geplänkel in den USA beeinflussen lassen. Und ich denke, das ist den Fed-Mitgliedern auch klar.

Meines Erachtens ist diese Überlegung also nichts weiter als ein typisches Gerücht – sonst würden die Märkte auch dynamischer ansteigen. Aber gerade in starken Aufwärtstrends stürzen sich die Anleger auf jedes Gerücht, das zu noch weiter steigenden Kursen führen kann. Das ist normal und typisch. Man sollte die Kraft dieser Gerüchte daher nicht unterschätzen.  

Ein Beispiel für ein gefährliches Traderverhalten

Genau an dieser Stelle lässt sich ein typisches Trader-Verhalten durchspielen:

Wir stellen uns vor, der Trader T hat in den vergangenen Wochen viele Analysen erstellt und kam zu den gleichen Ergebnissen, die wir Ihnen hier vorgestellt haben: „Eine Konsolidierung ist überfällig.“ Was macht dieser T also? Er verkauft nicht nur seine Long-Positionen, sondern setzt massiv auf fallende Kurse!  

Nun stellen wir uns weiter vor, die Märkte steigen trotz all dieser hübschen Analysen weiter und weiter. Und dann hört der Trader T die oben genannte Begründung. Was wird geschehen?

Vernünftig wäre es, diese Begründung als möglicherweise kurstreibenden Faktor zu akzeptieren und die eigenen Analysen noch einmal zu hinterfragen. Genauso vernünftig wäre es, wenn er in dieser Situation das Risiko reduziert, da er ja massiv gegen einen sehr starken Trend tradet.

Aber wären wir Menschen vernünftig, gäbe es nicht all diese seltsamen Probleme auf der Welt. Und so geschieht oft etwas ganz anderes:

Die subjektive Interpretation der Wirklichkeit

Um sich nicht eingestehen zu müssen, einen großen Fehler gemacht zu haben, neigen wir Menschen gerne dazu, die Realität umzustricken und unsere eigene Illusion zu schaffen. Das ist für unser Ego besser. Und „Realitäten“ sind sowieso höchst subjektiv, auch wenn wir das nicht wahrhaben wollen.

Also wird der Trader T alle anderen, die auf ein solches, in seinen Augen dummes Gerücht setzen, als Idioten und an Dummheit erkrankte Trottel betiteln. Steigen die Märkte trotzdem weiter und, nehmen wir einmal an, auch von der Fed kämen ähnliche Signale, wird er immer noch nicht einsehen wollen, dass etwas schief läuft. Nein, in diesem Fall wird einfach auch die Fed als dumm, ignorant und unwissend beschimpft. „Die werden schon sehen, was sie davon haben, das kann nicht ewig so weiter gehen. Die Märkte laufen total irrational! Letzten Endes werde nämlich ich, der Trader T, Recht behalten“ – so zumindest lautet die Selbsteinschätzung von Trader T. Das Ego hat gewonnen, das Geld ist weg.

Leider ist der einzige, der hier irrational handelt, der liebe T. Ein solches Denken, das in abgeschwächter Form extrem häufig bei Menschen anzutreffen ist, ist für einen Trader grundsätzlich ruinös.

Der Markt hat Recht

Es geht an den Börsen nie um Recht oder Unrecht. Das Ego hat an der Börse nichts verloren, außer Ihr Geld. Der Markt hat immer Recht, egal was Sie oder ich denken. Das meine ich, wenn ich schreibe, Sie müssen sich hinter (!) den Markt stellen. Selbst wenn Sie absolut sicher sind, dass die Kurse nun einbrechen, müssen Sie warten, bis der Markt auch entsprechende Signale liefert. Denn Ihre Überzeugung ist an den Märkten NICHTS wert – sie ist sogar brandgefährlich.

Es ist eben diese Strategie, mit der wir z.B. im Premium-Trader seit 2005 in all den Krisen und Erholungen so gleichmäßig erfolgreich waren. Weil wir in den Krisen, egal wie bullish wir gestimmt waren, konsequent die Investitionsquote gesenkt haben und in den Rallys, egal wie viele Warnsignale auftauchten, long geblieben sind  und nur bei klaren Signalen Positionen verkauften. Zurzeit erhalten wir Mails, warum wir nicht mehr Gewinne mitnehmen. Die Gründe stehen oben.

Zudem sind wir immer dem Grundsatz treu geblieben, dass wir ausschließlich in Richtung des Trends traden.

Wonach soll man sich richten?

Und damit bleibt es bei dem bereits in den vergangenen Tagen Geschriebenen. Warten Sie, bis auch die Charts entsprechende Verkaufssignale generieren, die sich dann mit diesen fundamentalen Überlegungen decken. Erst wenn das geschieht, gibt es einen Grund, die Investitionsgröße trotz dieses starken Trends zu verringern.

Geschieht das jedoch nicht, müssen Sie weiter Long bleiben, egal, wie sehr eine größere Konsolidierung auch überfällig ist oder was Sie oder ich oder sonst irgendjemand denken!

Das Signal

Und damit zum Abschluss noch einmal der Dow-Jones-Chart als Beispiel:

 

Warten Sie, bis die blaue Nackenlinie unter hohem Umsatz nach unten gebrochen wird. Das wäre das erste vernünftige Verkaufssignal. Damit das geschieht, muss der Dow Jones etwa um die 5 Prozent abgeben. Das ist nicht viel angesichts des Anstiegs zuvor.

Und auch dann sollten Sie nicht alles auf einmal verkaufen, sondern sukzessive aussteigen.

Sollte der Dow Jones jedoch nach oben ausbrechen, dann müssen Sie weiter Long gehen. Da es sich dann um eine Konsolidierungsformation in Form eines Rechtecks handelt, kann man in diesem Fall sogar überlegen, neue Positionen einzugehen.

Und bis hier eine Entscheidung gefallen ist, bleibt Zeit weitere Analysen zu erstellen – oder die Herbstferien zu genießen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine schöne Zeit

Ihr

Jochen Steffens


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